Die Punkies (15) – Ultra! Mega! Giga!

Titel: Die Punkies (15) – Ultra! Mega! Giga!  / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Tim Kreuer, Tobias Schmidt, Maximilian Klein, Robert Knorr, Daniel Axt ua

Der ewige Wettstreit zwischen den Punkies und den krashkidds erreicht eine neue Dimension: Die rivalisierenden Bands treten in einem nervenaufreibendem Duell gegeneinander an, Via Internet werden sie zu spektaktulären Motto-Gigs eingeladen, an denen sie in besonderen Orten auftreten und dort spontan geschriebene Songs präsentieren müssen. Klar, dass beide Bands alles tun, um einander zu überbieten!


Dass ich das mal schreiben würde, hätte ich nicht gedacht, aber nun wird es passieren: die Serie kann also durchaus auch schwache Geschichten.
Außer einem Bandwettbewerb zwischen den Punkies und den krashkiddz gibt es hier nichts weiter als Aufhänger. Ein Musikblogger hat zum Wettbewerb aufgerufen und natürlich gilt es nun, sich bei den Locations gegenseitig auszustechen. Dabei werden mehrere bekannte Orte in Hamburg erwähnt und wer schon mal dort war, kann sich den einen oder anderen so sicher auch gut vorstellen.
Wenigstens bringt eine Locations der Punkies etwas Tiefgang in die Sache, allerdings auch nicht allzu viel. Das wirkt so leider entsprechend aufgesetzt. Und bei der Bakanntschaft die sie dort machen, habe ich irgendwie das Gefühl, dass es eine “Eintagsfliege” bleibt. Ob man von Pavel in späteren Folgen nochmal was hören wird, halte ich für fraglich. Dabei ist er eine durchaus interessante Figur.
Das Ende bzw den Ausgang des Wettbewerbs erahnt man recht schnell und so hält das Finale auch keine großen Überraschungen bereit.

Maximilian Klein ist als Pavel zu hören. Er verleiht ihm eine sehr gestelzte Ausdrucksweise und einen Akzent, der nicht so recht überzeugen will. Aber eine markante Stimme hat er defintiv und er lässt Pavel auch sympathisch wirken. Die Sprecher der krahskiddz sind mit dem bekannten Engagement bei der Sache. Vor allem ist mir dieses Mal aber aufgefallen, wieviel älter sie klingen als die Sprecher der Punkies.

In dieser Folge gibt es richtig viel Musik zu hören. Von den Punkies und auch von den krashkiddz, die mir musikalisch wirklich gut gefallen. Das ist mal eine echte Abwechslung die anderen Folgen, in denen meist nur ein Song zu hören ist. Geräusche und Effekte sind einmal mehr gelungen, da gibt es nichts.

Selbstverständlich hat es eine Szene eines Auftritts auf das Cover geschafft. Mehr bietet die Story ja auch nicht. Dass das im Hintergrund Hamburg ist, muss man wissen, deutlich erkennen lässt es sich nicht. Und die zwei Punkies gefallen mir dieses Mal auch nicht. Wenn man ihre Musik kennt, nimmt man ihnen solch eine coole Pose nicht ab.

Fazit: Die erste Folge dieser Serie, die ich als durchweg schwach empfunden habe. Ein magerer Aufhänger und kaum eine echte Story. Ein neuer Charakter, von dem man vermutlich nichts mehr hören wird, obwohl er durchaus interessant ist. Und der Funken Tiefgang, den man mit einer Locations heraufbeschwören will, verpufft sehr schnell. Das Ende ist viel zu schnell vorhersehbar.

Die Punkies (14) – Burning Heart Boyz

Titel: Die Punkies (14) – Burning Heart Boyz / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Niels Rieke, Robert Knorr, Franciska Friese, Marek Erhardt, Janina Baier ua

Kim, Yin und Jun aus Korea lassen als Burning Heart Boys Tausende von Mädchenherzen höher schlagen. Als ihre Welttournee sie nach Hamburg führt, rasten ihre Fans dermaßen aus, dass die drei die Flucht ergreifen müssen. Durch einen verrückten Zufall finden sie Unterschlupf im frisch eröffneten Music Hostel auf dem Resthof von Bens Eltern. Dort tauen die drei Tour-gestressten Superstars völlig auf und besinnen sich auf ihre musikalischen Wurzeln. Doch die ländliche Idylle ist in Gefahr: Ihre Fans, ihre ehrgeizige junge Tour-Managerin und ein TV-Team sind den B.H.B. auf den Fersen! Und dann sind da noch die krashkiddz, die sich seit Neuestem einbilden, auch eine Boygroup zu sein!


Die Punkies sind ja so eine Band, wie man sich das häufig vorstellt und wie es eigentlich auch sein sollte. Ein paar Freund, die Spass daran haben, gemeinsam Musik zu machen. Dieses Bild einer Band wurde in der Reihe bisher  immer klar vermittelt. Selbst bei den krashkiddz ist das so, auch wenn sie wieder ein anderer Schlag Musiker sind.
Durch einen irren Zufall geraten die Punkies dieses Mal jedoch an eine ganz andere Art von Band. Eine koreanische Boyband, gewissenhaft zusammengecastet und von vorne bis hinten gedrillt und in eine ganz bestimmte musikalische Ecke gedrängt. Welche das ist, lässt sich am Namen Burning Heart Boyz leicht erkennen.
Angesichts zahlreicher wie auch immer gearteteter Castingshows im heutigen Fernsehprogramm fand ich die Idee, mal solch eine Band ins Spiel zu bringen, wirklich super. Denn wie künstlich diese Stars und damit der Hype um sie sind, kommt hier wirklich deutlich  zur Geltung. Die drei Jungs tun einem zügig mehr als leid.
Da ist es schön zu erleben, wie sie sich im Verlauf der Handlung auf ihre Ursprünge besinnen und wie sich herausstellt, dass sie durchaus richtige Musik machen können. So passen sie dann auch zu den Punkies.
Doch nach der überstürzten Flucht vor ihren Fans und der darauf folgenden “Entführung” durch die Punkies ergeben sich bald auch richtige Probleme. Man muss sich mit einer hysterischen Managerin herumplagen, die Fans sind ihren Idolen dicht auf der Spur und die Presse mischt ebenfalls mit. Das sorgt für viele turbulente Szenen und viel Tempo. Und die ganze Zeit drückt man den Burning Heart Boyz die Daumen, dass sie nicht wieder als Retortenband auf die Bühne müssen. Es ist also wieder eine ganze Menge los.

Franciska Friese ist als Managerin Helen Larsen zu hören. Man nimmt ihr diese leicht hysterische und oft panische Person sofort ab. In den Rollen der BHB sind Tammo Kaulbarsch, Robert Knorr und Julian E. Heneberg zu hören, die sich prima ergänzen und die koreanische Boyband glaubhaft rüberbringen. Tobias Diakow, Tobias Schmidt und Niels Rieke erlebt man dieses Mal grundlegend anders als man sie als krashkiddz kennt. Und man hört deutlich, dass ihnen das sehr viel Spass bereitet.

Musikalisch dreht sich dieses Mal alles um die Musik der koreanischen Boyband. Entsprechend ist auch ihre Musik hier zu hören, und das gleich in verschiedenen Variationen. Auch wenn es nur ein Lied ist, aber es passt. Immerhin dreht sich hier alles um die Jungs. Ich könnte mir nicht vorstellen, wie man da einen Song der Punkies hätte unterbringen können.

Das Cover zeigt die BHB auf der Flucht, natürlich aber auch einige der Punkies. Die Menschenmenge im Hintergrund lässt erahnen, wovor sie flüchten. Farblich ist das Cover dieses Mal ausgesprochen grell gehalten. Vermutlich musste es irgendwie zu den Haarfarben der Koreaner passen. Mir gefällt es.

Fazit:  Die Geschichte zeigt deutlich auf, was man vondiesen Castingbands zu halten hat. Wie die Musiker dabei behandelt werden, was sie aushalten müssen etc. Das passt gut in die heutige Zeit. Um die Punkies und ihre Musik geht es dieses Mal nicht wirklich, alles dreht sich temporeich um die Boyband. Das darf auch mal so sein, wie ich finde. Mir hat die Episode gefallen.

Die Punkies (13) – Big Moon

Titel: Die Punkies (13) – Big Moon / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Achim Buch, Saskia Weckler, Patrick Bach, Alexander Scala, Jens Wendland ua

Die international gefeierte DJane ‘Moon’ ist ein echter Popstar. Sie tritt bei einem von Gino organisierten Party-Event auf. Leonie knüpft Kontakt und spielt ihr den neuesten Punkies-Song vor. Moon ist hellauf begeistert und lädt die Band nach Rimini ein, wo sie ihr Studio betreibt. Die Punkies lassen sich nicht zweimal bitten und jetten an die italienische Adria. Nur Aylin darf nicht mit… ihr strenger Vater hat wieder einmal was dagegen. Damit Aylin nicht traurig ist, wenn sie von ihrem Spontantrip erfährt, tischen die Punkies ihr Notlügen auf. Doch dann findet Aylin die Wahrheit heraus. Alarmstufe Rot: Will sich ihre Band von ihr trennen.


Als Musiker lernt man schnell auch mal andere Musiker kennen. So ergeht es auch den Punkies. Gino hat eine Party organisiert, bei der die bekannte DJane Moon auftritt und so lernen Leonie und sie sich recht fix kennen. Auch wenn Moon ganz andere Musik macht, verstehen die beiden sich auf Anhieb und Moon ist vom neuen Song der Punkies hellauf begeistert. Einmal mehr habe ich mich gefreut, dass die Reihe auch andere Musikrichtungen zulässt als die der Punkies. Moons Musik hat mir außerdem wirklich gut gefallen, weil sie absolut partytauglich ist und längst nicht so seicht wie viele Songs der Punkies. Moon selber war dagegen gar nicht mein Fall. Dieses Gejuchze ständig nervte mich einfach nur tierisch.
Als Moon die Freunde nach Rimini einlädt, überlegen die nicht lange und nehmen das Angebot an. Da darf man sich -vorige Folge, Stichworte “Geld” und “Jobs”- hin, Last Minute Flüge her durchaus fragen, wie sie das finanzieren. Da muss man schon ein Auge zudrücken um der Story das abzukaufen. Aber die braucht das halt, sonst würde der Rest nicht funktionieren. Denn Aylins strenger Vater würde seine Tochter niemals mitfliegen lassen. Damit Aylin nicht zu traurig ist, verschweigen ihre Freunde ihr die Reise und tischen ihr stattdessen Notlügen auf. Auch das habe ich den Punkies nicht  abgenommen, denn so kennt man sie an sich nicht. Natürlich kommt Aylin der Sache auf die Schliche. Dabei erfährt man einiges über die Familie, den Tod ihrer Mutter und die Gründe, warum ihr Vater so steng ist. Ein schöner Einblick, der einem die Figur Aylin nochmal zusätzlich nahebringt.
Die Partystimmung in Rimini kommt dieses Mal zwar gut und authentisch rüber, aber insgesamt steht sie schon hinter dem Geschehen um die Reise, den Lügen Aylin gegenüber und das spätere Zusammentreffen der Freunde zurück. Jedenfalls habe ich das so empfunden und fand das auch ganz passig gemacht so.

Saskia Weckler ist als Moon zu hören und juchzt sich penetrant durch das Geschehen. Sie vermittelt einen so zwar ein gutes Bild einer überdrehten DJane, mir ging das Gejuchze aber wie gesagt ziemlich auf den Keks. Daran hat auch das Ende nichts geändert, wo Saskia Weckler Moon ernstere Töne anschlagen lässt. Achim Buch und Ugur Tabislek mischen als Aylins Vater und ihr Bruder Alpay mit. Es gelingt ihnen gut, einem diese beiden Personen nahezubringen. Bisher hat man ja nur in Aylins Erzählungen von ihnen gehört.

Dank Moons Musik geht es in dieser Hinsicht ausgesprochen elektronisch zu. An sich nicht meine Musikrichtung, aber immerhin bringt sie mehr Tempo und mehr Druck mit als die Songs der Punkies. Alleine deshalb hat mir das wirklich gut gefallen. Natürlich hat aber auch die Musik der Punkies wieder ihren Raum. Wer eher davon ein Fan ist, kommt hier ebenfalls nicht zu kurz.

Das Cover zeigt eine ausgesprochen ruhige und friedliche Szene, was gut zur nächtlichen Szenerie passt. Das feiernde Partyvolk ist nur klein im Hintergrund zu sehen. Eine Nachtszene passt toll zum Titel und die Palmen und das Meer stimmen neugierig, wohin es die Freunde dieses Mal verschlagen hat.

Fazit:  Eine weitere unterhaltsame Folge, die musikalisch wieder neue Wege einschlägt und einem speziell Aylins Situation näherbringt. Das hat mir beides gut gefallen. Allerdings hat mich Moon genervt und es gibt auch einige Punkte, die ich wenig glaubhaft fand. Daher konnte mich diese Folge nicht so richtig begeistern und überzeugen.

Die Punkies (12) – Farm Festival

Titel: Die Punkies (12) – Farm Festival / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Tim Kreuer, Tobias Diakow, Lisa Karlström, Volker Hanisch, Hans-Jörg Frey ua

Die Punkies sind voll im Job-Stress. Ob Putzfrau oder Pizzakurier das mühsame Geldverdienen verschlingt massig Zeit, und darüber kommt die Band zu kurz! Außerdem interessiert sich Nikolas in letzter Zeit vor allem für sein virtuelles Bandprojekt. Doch dann hat Ben eine geniale Idee: Als seine Eltern verreisen, quartiert er die Punkies auf deren Bauernhof ein und sie verwandeln ihn in ein Musiker- und Party-Paradies. Und dank Nikolas Netzwerk kommen sogar internationale Gäste! Doch dunkle Wolken ziehen auf: Die Hof-Idylle ist in großer Gefahr! Wird es hier bald noch Musiker geben können? Doch die Punkies wären nicht die Punkies, wenn sie nicht um ihre Idee kämpfen würden!


Ich habe mich schon bei einigen Folgen dieser Serie gefragt, woher die Punkies eigentlich das Geld für gewisse Dinge haben. Natürlich, sie sind bereits älter und können jobben gehen, doch Thema war das eigentlich nie. Das ist in dieser Episode anders. Hier wird ausführlich darauf eingegangen, dass fast alle von ihnen sich mit mehr oder weniger -meist weniger- tollen Jobs herumplagen und dass das sogar stark zu Lasten der Band und ihrer Freundschaft geht. Schön, dass das hier endlich einmal thematisiert wird, denn das macht insgesamt vieles glaubhafter.
Zu den Job- und Geldproblemen kommt speziell bei Ben hier noch hinzu, dass seine Eltern ihren Bauernhof verkaufen wollen. Das geht natürlich auf gar keinen Fall!. Als die Eltern für ein paar Tage verreisen, kümmern sich die Punkies um den Hof und unversehens verwandelt er sich in eine Partylocation. Mit dabei auch viele internationale Musiker, die Nikolas online über ein Musikprojekt kennengelernt hat. Die Stimmung auf dem recht spontanen Festival kommt hier wunderbar zur Geltung. Das macht einfach richtig Laune und ganz viel Spass.
Natürlich tritt dasbei die Idee des Hofverkaufs nicht allzu lange in den Hintergrund und -typisch Punkies- wird gemeinschaftlich ein Plan ausgetüftelt, der die Sache verhindern soll. Wenn man betrachtet, wie zerstritten die Freunde zu Beginn der Folge teilweise sind, ist es besonders schön, wenn man hier wieder erlebt, wie gut sie doch zusammenhalten. Das Ergebnis ihrer Pläne verspricht dann noch so manche interessante Geschichte.

Mein Highlight unter den Sprechern ist klar Hans-Jörg Frey alias Pepito. Der Schweizer Akzent ist ganz witzig und seine eigentümliche Sprechweise hat auch einen ganz speziellen Charme. Er vermittelt einem das Bild eines sehr schrägen Vogels, lässt ihn dabei aber auf Anhieb sympathisch wirken. Als Erzähler ist dieses Mal Daniel Axt zu hören, was logisch ist, es geht immerhin um den Hof von Bens Eltern. Er erzählt locker weg, wechselt zu bei ernsteren Momenten aber auch schnell zu einem entsprechend ernsteren Ton.

Die Festival-Atmosphäre kommt richtig gut rüber. Das liegt neben der Musik auch an den vielen Stimmen und zahlreichen Geräuschen, die zu solch einer Veranstaltung gehören. Die Musik aus Nikolas Online-Bandprojekt geht nochmal ganz andere Wege, die ich so gar nicht erwartet hatte. Es gefällt mir aber, dass sich in der Reihe nicht  nur auf der Musik der Punkies ausgeruht wird.

Ben im Holzfällerhemd und mit Strohhut, ein Huhn, Minischwein Frau von Siep und im Hintergrund der Bauernhof, rundherum die Bühne und davor jubelnde Fans, mehr Farm und Festival hätte man nicht in ein Covermotiv unterbringen können.

Fazit:  Hier werden zunächst ganz ernste Themen angesprochen und aufgezeigt, dass aufstrebende Bands längt nicht in Saus und Braus leben, ehe man sich dem Festival widmet und damit wieder viel Spaß ins Geschehen bringt. Das macht die Geschichten um die Punkies glaubhafter. Danach kann man dann die tolle Festivalstimmung genießen. Ein gelungene Kombination.

Die Punkies (11) – White Noise

Titel: Die Punkies (11) – White Noise / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Daniel Axt, Merete Brettschneider, Jan-David Rönfeld, Timo Kinzel ua

Crazy Ice -Wirt Gino hat eine geniale Geschäfts-Idee für die Winterzeit: In einem alten Gasthof vor den Toren der Stadt bietet er seinen Gästen eine alpenmäßige Hütten-Gaudi! Die Punkies verpflichtet er als Haus-Band, um die Stimmung zum Kochen zu bringen, selbstverständlich in Original bayrischen Bühnen-Outfits! Alles könnte so schön sein, doch dann tritt ein alter Bekannter auf den Plan, mit dem Ben, Leonie und Co. noch ein Hühnchen zu rupfen haben. Und damit nicht genug: Der hat noch zwei zwielichtige Kumpels im Schlepptau! Im Nu verwandelt sich Hütten-Idylle zu einem eiskalten Abenteuer mit Gänsehaut-Faktor!


Der Winter klopft aktuell an, da passt diese Folge gut in die Zeit. Natürlich muss es neben dem Winter auch irgendwie um Musik gehen und was bietet sich besser an als eine Hütten-Party? Natürlich stilecht mit Dirndl und Lederhosen, mit Aprés Ski-Atmosphäre und ganz viel Spass. Das sind zwar neue Wege für die Punkies, aber für ihren Freund Gino springen sie über ihren Schatten und wissen auch auf der Skihüttenbühne zu überzeugen und zu unterhalten.
Doch das ist noch nicht genügend Abenteuer. Plötzlich steht ein alter Bekannter auf der Matte, auf den die Freunde gar nicht zu sprechen sind. Für diese Folge schadet es also nicht, die Reihe schon länger zu verfolgen. Ansonsten wird man sich ein bisschen wundern. Allerdings wird kurz umrissen, was früher vorgefallen ist, sodass man notfalls auch ohne Vorwissen zurechtkommen wird. Aber natürlich verdeutlicht es den Seriencharakter mehr, wenn man auf diese Weise jemand Bekanntes “wiedertrifft”.
Mit dieser Begegnung beginnt dann auch das eigentliche Abenteuer und das hat es dieses Mal wirklich in sich. Es gilt gefährliche Situationen zu meistern, einige Figuren lassen sich auf brenzlige Aktionen ein und den Höhepunkt erreicht das dramatische Geschehen schließlich bei einem Zwischenfall, von dem speziell Aylin betroffen ist. Es gibt hier also massig Gelegenheit mitzufiebern.

In dieser Folge übernimmt Aylin den Part des Erzählers, entsprechend ist von Merete Brettschneider viel zu hören. Für mich ist Aylin die überzeugendste Figur unter den Freunden und das liegt auch an ihrer Sprecherin. Sie lässt Aylin sehr sympathisch und freundlich klingen, versteht es gegen Ende aber auch mit einem guten Schuss Dramatik zu erzählen. Alexander Scala ist als Gino zu hören und das mit einem italienischen Akzent, der mich absolut nicht nervt. Die Gefahr besteht ja oft bei ausländischen Akzenten: dass sie eher stören als überzeugen. Bei ihm ist das nicht der Fall.

Wie immer spielt Musik eine wichtige Rolle. Dazu zählen hier uA der Titelsong, aber auch das Stück “White Noise”. Die Hüttenstimmung wird ebenfalls prima in Szene gesetzt und das Tempo der Wettrennens kommt genauso beim Hörer an wie es die Freunde erleben.

Auf dem Cover ist Aylin zu sehen, die nachts vor einem Auto flüchtet. Bei dem Cover darf man sich mit Recht fragen, was die Szenen mit Musik zu tun hat. Sie verspricht aber gleichzeitig auch eine spannende Geschichte, denn natürlich möchte man sofort wissen, was in dieser Szene los ist.

Fazit:  Eine unterhaltsame und spannende Geschichte, die prima in die Winter- und Weihnachtszeit passt. Natürlich nicht auf klassische Motive dieser Zeit ausgelegt, sondern mehr auf Winterpartyspass, aber zu den Punkies passt genau  das auch viel besser.

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