Morgan & Bailey (10) – Einsatz im Vatikan

Titel: Morgan & Bailey (10) – Einsatz im Vatikan / Verlag: Contendo Media / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Joachim Tennstedt, Frank Fabry, Mark Bremer, Otto Strecker ua

Inhalt: Pfarrer Morgan fliegt zu einem Symposium nach Rom und Pastorin Bailey begleitet ihn. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft in der ewigen Stadt werden sie in einen neuen Kriminalfall verwickelt. Der mögliche Selbstmord eines Schweizergardisten wirft einige Fragen auf. Und so gehen die Spürnasen aus Heaven´s Bridge diesmal im Vatikan auf Spurensuche.


Die Serie um die beiden Ermittler mit göttlichem Segen hat die 10 Folgen rund! Herzlichen Glückwunsch erstmal! Da darf man sich schon mal eine Reise gönnen. Nach Rom natürlich, zu einem Symposium. Doch schnell wird klar: damit wird es nichts werden. Gemeinsam mit ihrem Abholer in Rom geht es weiter zu einem Mitglied der Schweizer Garde, der leider tot von der Decke hängt. Und schon stecken Morgan und Bailey in ihrem nächsten Fall. Es geht hier also sehr zügig zur Sache, was mir schon mal sehr entgegenkam. Von langen Vorreden halte ich nicht so viel.
Bei dieser rasanten Gangart bleibt es dann aber auch die gesamte Geschichte hindurch. Irgendwie hatte ich den Eindruck, dass Ermitteln fällt den beiden unter der Sonne Roms leichter und einfacher. Kaum eine Szene, die nicht unmittelbar mit dem Rätsel um den Tod des Gardisten zu tun hat, eine angenehm überschaubare Reihe Figuren, die mal mehr, mal weniger ziwelichtig daherkommen, so kommt niemals Langeweile auf und ich bin dann auch prompt auf eine Finte hereingefallen und hatte jemand absolut Falschen im Verdacht. Aber genauso macht ein Krimi eben auch Spass: wenn er einen durchgängig bei Laune hält, das Rätseln Spass macht und man immer mal wieder überrascht wird.
Die Hintergründe um den Tod des jungen Gardisten greift ein Thema auf, dass leider selbst heute in unserer Zeit noch ein mehr als heikles Thema im Vatikan ist. Und wenn man es dann nochmal so hört, dann kann man es noch eine Ecke weniger verstehen. Schön, dass man sich nicht irgendeine Idee aus den Fingern gesogen hat, sondern bodensändig geblieben ist.

Anke Reitzenstein ist in der Rolle der Mutter des Toten zu hören und sie gibt Eva Meyerhans trotz deren schweizer Herkunft auch sehr viel italienisches Temperament. Frank Fabry hat es mir mit seiner Figur reichlich schwer gemacht. Wer so mafiös klingt, kann man dem überhaupt trauen? Anfangs hat Harry O’Neill einen kurzen Auftritt und ich kann mir eine Folge ohne ihn inzwischen gar nicht mehr vorstellen. Pat Murphy gibt ihm so einen kauzigen Klang, das ist einfach zu schön!

Womöglich hätte man Rom mit reichlich Kirchenklängen noch mehr Flair und Charme verleihen können, mir hat es aber gefallen, dass die Musik sich überwiegend am gewohnten Klang der Reihe orientiert. Für das Flair von Rom sorgen dafür die Geräusche. Dank ihnen fühlt man sich schnell in die hektischen Stadt versetzt.

Auf dem Cover ist natürlich der Vatikan aus dem Titel zu sehen, vor allem aber die Schlinge, an der man den toten Gardisten findet. So ist alles Wichtige vorhanden. Vom Design her ergänzt die Folge die Reihe im Regal tadellos.

Fazit:  Morgan und Bailey bewähren sich auch fern von der Heimat als clevere Ermittler. Die Geschichte greift ein Thema auf, dass man leicht mit dem Vatikan in Zusammenhang bringt. Das passt prima! Und der Fall hat Tempo und lässt einen angenehm lang im Dunklen tappen. Macht Laune!

Petronella Glückschuh – Tierfreundschaftsgeschichten (Dorothea Flechsig / Kornelia Boje)

Titel: Petronella Glückschuh – Tierfreundschaftsgeschichten / Verlag: Glückschuh Verlag / Spielzeit: ca. 79 min / Buch: Dorothea Flechsig / gelesen von: Kornelia Boje

Inhalt: Noch mehr Abenteuer mit Tieren! Petronellas Heldentaten bringen sie in schwierige Situationen! Es ist gar nicht so leicht, Stallhasen zu retten, Waschbären zu erziehen, Eierdiebe zu fangen und den Eltern klar zu machen, dass ein wahrer Tierfreund oft viel riskieren muss. Wieder macht Petronella Kinderträume wahr!


Endlich gibt es neue Geschichte von und mit Petronella! Dieses gewitzte Mädel mag ich einfach total gerne, denn wir teilen ohne Zweifel die Liebe zu Tieren. Dabei geht es hier nicht nur um typische Haustiere, aber doch immer um Tiere, denen jeder begegnen kann. So bleiben die Geschichte für Kinder gut greif- und vorstellbar.
In sechs mal längeren, mal kürzeren Geschichte erlebt Petronella neue Abenteuer mit den Tieren. Dabei hat sie es oft gar nicht so leicht und muss sich etwas einfallen lassen oder auch mal mit den Eltern diskutieren. All das meistert sie unglaublich liebenswert und charmant. Dabei sind nicht alle ihre Ideen und Gedanken so richtig vernünftig, aber sie ist ja nun mal auch ein Kind und sieht die Welt noch nicht mit erwachsenen Augen. Das ist so schön nah an den Hörern und regt ältere Hörer vielleicht an, auch mal Fünfe gerade sein zu lassen. Ich musste in dieser Hinsicht speziell bei der Guppy-Geschichte schon sehr lachen. Überhaupt gibt es einiges zum Schmunzeln. Auch die Story um die zusammengeklebte Blindschleiche und der überraschende Einzug einer Hühnerschar haben es da in sich. Die Episode um die Falken dagegen ist richtig schön spannend und hat sogar etwas ganz, wirklich nur ganz, dezent Schauriges an sich.
Gleichzeitig gibt es bei all dem Spass so ganz nebenbei auch wieder eine ganze Menge zu lernen. Über die Tiere allgemein, ihre Bedürfnisse, ihre Lebensräume, ihr Verhalten und natürlich (!) wie man mit ihnen umgehen sollte und wie eben nicht. Ich habe Petronella und ihre Freundin in der Hasengeschichte zB nur zu gut verstanden. Denn auch ich finde, dass man mit Hasen nicht so umgehen sollte, wie der Bauer es tut.

Kornlia Boje ist der Reihe treu geblieben. Ich liebe einfach ihre markante, warme Stimme, die sich -wie ich finde- so super für Kindergeschichten eignet, weil man sich beim Zuhören sofort wohlfühlt. Gleichzeitig trifft sie genau den richtigen, lausbübischen Ton, der so gut zu Petronella passt. Alleine dieser Ton ist mitunter schon für ein Lächeln gut.

Das Titellied macht Spass und bleibt schnell hängen. Man erfährt durch dieses Lied schon einiges über Petronella und ist so bestens eingestimmt für die anschließenden Geschichten.

Auf dem Cover ist natürlich Petronella inmitten von Tieren zu sehen. Aus den Geschichten sind nur Hündin Kordel und die Hasen zu sehen. Aber Blindschleichen und Falken gehören halt auch nicht so sehr in ein Gebäude. Die Tiere sind super goldig geraten und Petronella sieht einfach total liebenswert und gewitzt aus.

Fazit:  Auch dieser dritte Teil der Reihe hat mir wieder super gut gefallen. Sechs weitere wunderschöne, spannende, witzige und lehrreiche Geschichten, bei denen es immer auch etwas zum Lachen gibt und die stets nahe am Leben der jungen Hörerschaft sind. Wer Tiere liebt, der muss Petronella & Co. einfach kennenlernen!

Fünf Freunde (123) – …und der Zug im Dunkeln

Titel: Fünf Freunde (123) – …und der Zug im Dunkeln / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 57 min / Sprecher:  Maud Ackermann, Achim Buch, Eric Schäffler, Patrick Mölleken, Kostja Ullmann ua

Inhalt: Julian wurde von einem Mitschüler nach Frankreich eingeladen und nimmt seine besten Freunde natürlich mit auf die Reise. Die Fünf steigen in einen Zug, der durch einen Tunnel unter dem Meer nach Frankreich fährt. Doch dann bleibt der Zug im Tunnel stehen und das Licht geht aus. Eine ganz normale Panne? Warum ist plötzlich ein Fahrgast verschwunden? Die besorgten Freunde beginnen nach ihm zu suchen und obwohl es im Zug stockfinster ist, geraten sie auf eine ganz heiße Spur.


Im Gegensatz zu den meisten anderen Folgen dieser Reihe spielt dieses neue Abenteuer mal nicht in Kirrin oder Kirrins Umgebung, sondern in einem Zug, der die Freunde zu einem Schulfreund von Julian nach Frankreich bringen soll. Alleine die Fahrt unter dem Meer hindurch hat schon etwas Aufregendes an sich und man spürt auch selber beim Hören die kribbelende Vorfreude der Kinder. So ist man schon einmal gut eingestimmt auf das weitere Geschehen.
Auch die Dunkelheit nach dem Ausfall des Stroms hat zunächst natürlich etwas Unheimliches an sich, allerdings denke ich, dass man das ruhig noch etwas intensiver hätte ausfallen lassen können. Oftmals wirkte das Geschehen anschließend eher chaotisch auf mich, statt spannend. Und auch aus der Situation (eingesperrt in den Zug, im Dunkeln, unter dem Meer, gemeinsam mit nur wenigen Menschen) hätte man rein von der Atmosphäre her noch etwas mehr machen können. Würde es nicht häufig erwähnt, könnte man einiges davon zwischendurch glatt mal vergessen, und das fand ich schade. Die Situation gibt so viel her und insgesamt wird nicht so viel daraus gemacht, wie wohl möglich gewesen wäre.
Der Fall an sich ist aber dennoch ganz spannend, immerhin geht es um echtes Gold und selbst Dick gerät unter Verdacht. Da lauscht man durchaus gespannt. Und als dann später noch welche der Freunde von den Gaunern eingesperrt werden, dürfen sie einmal mehr beweisen, dass sie auch getrennt ein unschlagbares Team sind.

Bei einem Blick auf die Sprecherliste wird einem schwindelig. Aber hier ist auch wirklich jede noch so kleine Rolle aufgeführt. Ansonsten wäre das auch nichts für mich, wo ich ab einer gewissen Anzahl Sprecher schlicht überfordert bin. Schön fand ich es, mal Julians Eltern zu hören. Gesprochen werden sie von Achim Buch und Antje Birnbaum, die beide durch und durch sympathisch klingen lassen. Reent Reins ist als Mason zu hören und sein Ton lässt einen auf Anhieb zweifeln, ob man dieser Figur trauen kann. Ach und übrigens: Oliver Rotermann als Zollbeamter? Euer Ernst, Europa?

Hier und da setzen lautere Geräusche Akzente, ansonsten zeigt sich die Folge musikalisch eher zurückhaltend. An spannenden Stellen sorgt das für die entsprechende Stimmung. Die Geräuschkulisse geht in Ordnung, das gibt es nichts zu beanstanden.

Ich finde ja, dem Covermotiv nach könnte man auch denken, der Zug führe durch einen Dschungel. Von dem neuen Fall verrät das Motiv ebenfalls kaum etwas. Man kann sich höchstens fragen, was die Freunde überhaupt in einem Zug machen, wo man sie sonst doch eher auf Booten antrifft.

Fazit:  Durchaus ein ganz spannender Fall, aber aus dem Setting hätte man rein von der Atmosphäre noch mehr herausholen können, denke ich. Selbst für ein Kinderhörspiel. Das fand ich ein bisschen schade.

Sturz in die Zeit (Julie Cross / Matthias Köberlin)

Titel: Sturz in die Zeit / Verlag: Argon Hörbuch / Spielzeit: ca. 729 min, 1 mp3-CD / Buch: Julie Cross / gelesen von: Matthias Koeberlin

Inhalt: Jackson Meyer, Student in New York, hält sich für einen ganz normalen Neunzehnjährigen, bis er zufällig feststellt: Er kann für ein paar Stunden in der Zeit zurückreisen. Alles ist nur ein harmloser Spaß, bis eines Tages die Katastrophe passiert: Zwei Fremde überfallen ihn und seine Freundin – und erschießen Holly. In seiner Panik stürzt Jackson in die Vergangenheit und landet plötzlich zwei Jahre vor dem Ereignis. Von da an hat er nur eines im Sinn: zurückzukommen und Holly zu retten.


Über 12 Stunden Hörbuch sind ein ganz schöner Brocken. Daher stand das Hörbuch bei mir auch geraume Zeit im Regal, aber nun habe ich mir nach und nach doch die Zeit dafür genommen. Ich mag Geschichten um Zeitreisen seit „Zurück in die Zukunft“. Meiner Meinung nach eine Richtung, aus der man viel machen kann, das einem noch nicht an jeder Ecke mal begegnet ist. Hier hat mir schon mal generell gefallen, dass es eine männliche Hauptfigur gibt. Das kommt mir im Jungendgenre im Verhärltnis viel zu selten vor. Jackson gefiel mir auch sonst, zumal er für sein Alter schon sehr vernünftig und bedacht ist. Und auch mit seinem nerdigen Kumpel bin ich schnell warmgeworden. Mit Holly hatte ich dagegen so meine Probleme. Ihre Figur bleibt sehr blass. Aber vielleicht ändert sich das im Verlauf der Trilogie ja noch. So ein erster Teil muss ja in vielerlei erstmal die Grundsteine der Story legen. Diese Zeit und Gelegenheit nimmt „Sturz in die Zeit“ auch wahr, was ich ganz berechtigt finde.
Dennoch muss man auf Spannung und Action keineswegs verzichten. Alleine die Zeitsprünge sorgen schon für Schwung und Tempo. Und Jackson hat auch immer wieder gefährliche Situationen zu meistern, da fiebert man schnell mit. Allerdings muss ich auch sagen, dass es Momente gibt, in denen gerade damit etwas übertrieben wird. Da muss man gut bei der Sache sein um durchzublicken. Vor allem, weil man ja obendrein noch stetig grübelt, was eigentlich hinter den Ereignissen stecken könnte. Dieser erste Teil gibt so manches Rätsel auf und ich hoffe sehr, dass all diese Ereignisse, Finten und verschiedenen Handlungsfäden letztlich zu einer schlüssigen Auflösung führen werden. Ein paar Zweifel habe ich daran schon, muss ich zugeben. Eben weil es -wie erwähnt- hier und da etwas viel wird.

Matthias Koeberlin kann man ohne Probleme über längere Zeit hinweg lauschen. Seine ruhige Stimme hat mir das ausgesprochen leicht gemacht. Gleichzeitig hört man bei ihm gut heraus, wen er gerade spricht bzw liest. Das ist bei einer solchen Geschichte, die schon im ersten Teil recht komplex wird, für mich ganz wichtig.

Das Cover gefällt mir insgesamt gut. Es wirkt düster und mysteriös, der Nebel hat etwas und die ins Dunkel getauchte Stadt ebenfalls. Jackson ist mir dagegen etwas zu offensichtlich am Computer entstanden. Wieder andererseits finde ich es gut, dass man dem Hörbuch kein Schönlingsgesicht aufgedrückt hat wie es so oft bei (Hör)büchern mit Mädchen auf dem Cover der Fall ist. Da bin ich also etwas unentschlossen.

Fazit:  Dieser Auftakt einer Trilogie nimmt sich zwar Zeit um die Grundsteine für die ganze Story zu legen, hat dabei aber auch rasante und spannende Szenen in petto. Langweilig wird es also nicht. Hier und da hatte ich aber auch den Eindruck, dass für einen ersten Teil etwas zu viel aufgeboten wird. Da muss man schon bei der Sache sein, um auf dem Laufenden zu bleiben und den Durchblick zu behalten. Ich hoffe, diese Masse schon zu Beginn endet im Laufe der Trilogie nicht gänzlich im Chaos.

Couchsurfing in Russland – Wie ich fast zum Putin-Versteher wurde (Stephan Orth / Shenja Lacher)

Titel: Couchsurfing in Russland – Wie ich fast zum Putin-Versteher wurde  / Verlag: derHörverlag / Spielzeit: ca. 453 min, 1 mp3 CD / Buch: Stephan Orth / gelesen von: Shenja Lacher

Inhalt: Das Dorf einer Weltuntergangssekte in Sibirien, eine Diamantenmine in Jakutien, eine Hippie-Villa auf der Krim: Es sind Orte wie diese, an denen Bestsellerautor Stephan Orth nach dem wahren Russland sucht, jenseits von Propaganda und Nachrichten. Auf seiner Reise von Couch zu Couch, von Gastgeber zu Gastgeber ergibt sich ein persönliches Bild dieses riesigen Landes, das derzeit ein zweifelhaftes Comeback auf der weltpolitischen Bühne feiert. Und gleichzeitig auf der Suche nach sich selbst ist.


In diese Reihe steige ich mit diesem Hörbuch quer ein. Den Iran-Vorgänger kenne ich -bislang jedenfalls- nicht. Da ich aber für Erzählung ums Reisen immer zu haben bin (gerne auch um ausgefallene Arten des Reisens), habe ich mir nun diesen zweiten Teil vorgenommen. Von Couchsurfing hatte ich zwar schon gehört und eine vage Vorstellung davon, es klang auch immer spannend, aber Genaueres wusste ich nicht. Das hat sich mit diesem Hörbuch nun geändert. Und auch wenn ich mir nun ziemlich sicher bin, dass das eher nicht so mein Ding ist, so fand ich es doch super interessant und spannend.
Genauso spannend wie Stephan Orths Reise an sich, denn über Russland meinte ich zwar einiges zu wissen, immerhin beliefern einen die Medien ja reichlich Infos, speziell in den Nachrichten. Doch über die Menschen dort, die Menschen wie du und ich, erfährt man wenig bis nichts. Das ist hier nun ganz anders, denn jeder von Stephan Orths Gastgebern gewährt einem einen Blick auf genau diese Menschen. Und das Bild, das dabei bei einem entsteht, sieht deutlich anders aus als das, das in den Medien vom Land Russland gemalt wird. Ich habe mich beim Hören wohl gefühlt mit den Figuren und ja, das hatte ich vor dem Hören eher nicht so erwartet.
Gleichzeitig erfährt man eine ganze Menge über Russland, seine Sehenswürdigkeiten, die besonderen Landschaften und die Kultur des Landes. Fremde Länder finde ich immer spannend und tatsächlich hat mich das Hörbuch unerwarteterweise ein bisschen (mehr) neugierig auf dieses Land gemacht.

Shenja Lacher habe ich hier zum ersten Mal gehört und er hat mir das wirklich lange Hörbuch wunderbar kurzweilig gestaltet. Er fängt den Humor der Erzählung genauso gut ein wie die ernsten Töne und liest angenehm leicht. So fällt es einem wirklich leicht, ihm auch über solch eine lange Zeitspanne hinweg aufmerksam zu lauschen.

Die Bailius-Kathedrale auf dem Cover ist eine wirklich gute Wahl. Sie dürfte jeder kennen, der schon mal Bilder von Moskau gesehen hat. Ein wirklich schönes und beeidnruckendes Gebäude. Davor „schläft“ Couchsurfer Stephan Orth, was dem Thema „Couchsurfing“ Rechnung trägt. Im Inneren des Booklets findet man noch Fotos von seiner Reise und eine Übersichtskarte über seine Route. Alleine die habe ich mir schon mit großen Interesse anegschaut.

Fazit: Über den Iran weiß ich noch weniger als über Russland, daher werde ich mir den ersten Teil defintiv auch noch anhören. „Couchsurfing in Russland“ fand ich nämlich ausgesprochen unterhaltsam, spannend und interessant. Es verändert das Bild, das man bisher von diesem Land hatte und weckt Interesse. Es beantwortet aber auch Fragen und gewährt einen Einblich in das Leben in Russland. Das Leben der ganz normalen Menschen dort. Und eigentlich finde ich, dass man durch sie überhaupt erst das Wichtigste über ein Land lernen kann.

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