DreamLand Grusel (10) – Mit den Insekten am das Grauen / Blutgericht der Insekten

Titel: DreamLand Grusel (10) – Mit den Insekten kam das Grauen / Blutgericht der Insekten / Verlag: DreamLand / Spielzeit: je CD ca 50 min / Sprecher: David Nathan, Wolfgang Rüter, Cathlen Gawlich ua

Inhalt: Der Krimi-Autor Jerry Baker wird von seinem Verleger gebeten, einen Ausflug in den Horrorsektor zu machen, der zurzeit angesagt sei. Gerade zu diesem Zeitpunkt ist in der Tageszeitung von einem mysteriösen Vorfall zu lesen: Ein junger Mann sei Opfer einer Riesenspinne geworden. Jerry Baker sieht die Geschichte als eine Art Inspiration und beginnt mit der Recherche. Dabei entdeckt er eine abgelegene Einrichtung nahe der Sichtungsstelle der Spinne und landet schließlich im Labor des Wissenschaftlers Hugh Carel, der an verbotenen Transplantationen arbeitet. Er entführt Menschen und ersetzt deren Köpfe gegen riesige Fliegenschädel und schafft so neben Riesenspinnen auch Hybrid-Monster.


Dieses Mal ist also Insektenhorror dran. Das muss man natürlich mögen und ich muss dazu sagen, dass diese beiden Geschichten zu den wohl trashigsten gehören, die mir je zu Ohren gekommen sind. Man muss also mit Trash vom Feinsten zurechtkommen und mit Menschen mit Fliegenköpfen leben können, wenn man diese CDs in den Player legt. Irgendwo habe ich ein kleines Faible dafür, das dann und wann mal durchbricht.
Somit gefiel mir „Mit den Insekten kam das Grauen“ insgesamt ganz gut. Nicht gruselig, aber schon spannend und auf jeden Fall ganz unterhaltsam. Einer bestimmten Figur hätte ich eine Wandlung zum Fliegenviech niemals gegönnt und dann erwischt es sie halt doch. Da war ich schon erschrocken.
Lediglich eine Wandlung im Charakter erschien mir gar nicht nachvollziehbar. Dass man plötzlich anderes denkt, auf andere Dinge aus ist, wenn man plötzlich zum Großteil Fliege ist, das lasse ich mir ja noch einsagen. Aber woher der Hass auf Menschen plötzlich kommt, konnte ich nicht nachvollziehen, zumal die Gestalten, die schon länger als Fliegenkopf unterwegs sind, ihn nicht an den Tag legen.“
„Blutgericht der Insekten“ hat mir nicht ganz so gut gefallen. Die Geschichte ist durchaus spannend, denn inzwischen werden die Fliegenköpfe durchaus gejagt, sie selber widerum sind entsprechend ständig auf der Flucht und haben obendrein noch mit einer seltsamen Erkrankung zu kämpfen. Langweilig wird es also nicht. Aber mich hat irgendwann dieses ewige Theater mit den Blasen gestört. Es gibt doch nun wirklich ein paar Synonyme für „Blasen“, dann hätte sich das nicht ständig wiederholt. Aber so oft wie der Begriff hier fällt, ging mir schnell das Bedrohliche daran flöten.

An den Hauptsprechern gibt es weiter nichts auszusetzen, was bei der Besetzung auch wirklich eine Premiere gewesen wäre. David Nathan ist als Jerry zu hören und es gelingt ihm spielend, zwischen den beiden Leben seiner Figur zu wechseln und sie in beiden Fälle glaubhaft klingen zu lassen. Wolfgang Rüter klingt angemessen irre für seine Rolle. Und wirklich gefreut habe ich mich über Christian Rode, der als Professor Zarkov zu hören ist. Auch wenn ich bei seiner Stimme immer Holmes vor Augen habe, so hat er mir hier doch auch ein ordentliches Bild vom Professor vermittelt.

Die Musik zeigt sich abwechslungsreich. Mal klingt es eher leise und bedrohlich, dann wieder werden lautere, schnellere Klänge angeschlagen um der Handlung Tempo und Dramatik zu verleihen. Insgesamt klingt alles etwas oldschool, doch das mag ich durchas. Die Geräusche sind ebenfalls okay, sie machen das Geschehen schön anschaulich.

Die beiden Gestalten auf dem Cover wirken angemessen schaurig, vor allem natürlich der Fliegenkopf im Hintergrund. Schön düster und blutrot passt der Look ganz prima zu einem Gruselhörspiel.

Fazit:  „Mit den Insekten kam das Grauen“ hat mir gut gefallen. Man braucht aber ein Faible für diese Art von trashigem Grusel dafür. „Blutgericht der Insekten“ fand ich zwar ganz spannend, aber aufgrund vieler Wiederholungen blieb für mich irgendwann die Bedrohlichkeit auf der Strecke und es hat mich einfach nur noch gestört.

Mord in Serie (25) – Todesjagd – Freelancer 2.0

Titel: Mord in Serie (25) – Todesjagd – Freelancer 2.0 / Verlag: Contendo Media, Audionarchie / Spielzeit: ca. 61 min / Sprecher: Claudia Lössl, Anke Reitzenstein, Lutz Riedel, Sascha Rotermund ua

Inhalt: Einst waren sie Spione im Dienst der Regierung. Jetzt arbeiten sie als Söldner für den Meistbietenden. Sie sind – die FREELANCER. Roland Voss und sein Team werden beauftragt, den verschwundenen Enthüllungsjournalisten Florian Bernard aufzuspüren. Bei Recherchen über international agierende Schleuserbanden ist er offenbar dem gesuchten Kriegsverbrecher Zoran Vukov zu nahe gekommen. Dieser bietet seinem elitären Kundenkreis ein ganz besonderes Unterhaltungsprogramm. Als die Freelancer in einen Hinterhalt geraten, werden die Jäger zu Gejagten.


Vor einigen Jahren gab es bereits „Freelancer“-Hörspiele, doch die kenne ich nicht. Was ich jetzt im Nachhinein darüber gelesen habe, entsprach auch nicht meinem Geschmack. Daher bin ich darüber bislang nicht böse gewesen.
Nun nehmen Contendo Media und die Audionarchie den Freelancer-Faden in Gestalt eines Crossovers wieder auf. Und ich bin mit richtig vielen Bedenken an die Sache herangegangen. Bitte, alles, aber keine billige Haudrauf-Prügelaction, unnötige Flucherei und gewöhnliche Gestalten…
Und dann stellte sich die Geschichte als echte Überraschung heraus, denn sie bedient nicht ein einziges meiner Bedenken. Ganz im Gegenteil bin ich mit den Freelancern schnell warmgeworden, zumal sie trotz ihres Jobs und ihrer Vergangeheit immer noch sehr menschlich rüberkommen.
Ihr neuer Auftrag klingt anfangs noch nicht ganz so brisant, nimmt aber schnell Fahrt auf und wird zusehends gefährlicher. Bei ihren Nachforschungen gelangen sie uA in eine Situation, in der ich nahe dran war, das Hörspiel auszuschalten, weil ich mir so etwas einfach nicht geben möchte. An diesem Punkt hatte man bei mir schlicht eine Grenze überschritten. Und wenn ein Hörspiel so etwas schafft, finde ich das schon beachtlich, paradoxerweise in positiver, wie auch in negativer Hinsicht. Es geht also ganz gut zur Sache hier.
Der größte Pluspunkt an der Story ist für mich aber das im Klappentext erwähnte Spiel. Da kann man mich jetzt gerne für krank oder verrückt halten, aber ja, so etwas mag ich ja total. Alleine die Vorstellung davon, zu was Menschen in der Lage sein können und auf was für kranke Sachen sich manche von ihnen einlassen, das hat für mich seinen Reiz. Die Idee, dass sich tatsächlich Menschen daran erfreuen…hat was.
Und es machte die Handlung für mich einfach unglaublich spannend!
Schön übrigens, dass „Mord in Serie“ seine Geschichten weiterhin in Deutschland spielen lässt. Ich bin kein Fan (mehr) von Krimis und Thriller, die zB in den USA spielen.

Ekkehardt Belles markante und raue Stimme passt prima zur Rolle des Roland Voss. Und auch Claudia Lössl hat mich mit ihrer festen Stimme und dem selbstbewussten und energischen Ton begeistert. Marc Sprenger, gesprochen von Sascha Rotermund, ist der Dritte im Bunde und ergänzt sich perfekt mit den beiden anderen. Lutz Riedel vermittelt einem schnell ein klares Bild von dem Verbrecher Vukow. Und mein persönliches kleines Highlight ist Francois Goeske. Ihm kommt zwar nur eine wirklich kleine Rolle zu, aber ich mag seine Stimme einfach total gerne. Ich wusste bisher gar nicht, dass er auch in Sachen Hörspiel unterwegs ist. Sehr cool!

Die Musik passt sich der derben Gangart der Geschichte bestens an, sorgt für Tempo und vermittelt dem Hörer sofort den Eindruck, dass er hier kein Hörspiel für Zartbedsaitete im Player hat. Die Geräuschkulisse ist vom Allerfeinsten, darüber braucht man gar keine weiteren großen Worte verlieren. Top!

Die Person im blutverschmierten Pulli vor dem Totenschädel, dazu noch der düstere Stil, das ist ein Cover, das so einfach auffällt. Und nichts Gutes für die Story erwarten lässt.

Fazit:  Spannend, kompromisslos, mit trotz allem sehr menschliche Figuren und der Idee eines Spiels, die für mich ganz persönlich sehr reizvoll ist. Zu meiner Überraschung hat mir die Folge richtig gut gefallen. Sehr fein!

DreamLand Grusel (16) – Die Stadt des Todes

Titel: DreamLand Grusel (16) – Die Stadt des Todes / Verlag: DreamLand / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Oliver Rohrbeck, Ulrike Stürzbecher,  Dietmar Wunder, Christian Rode ua

Inhalt: Eigentlich wollen die Freunde J. J., Travis, Mary-Kate, Ashley und Alex ein schönes Wochenende auf einem Rockfestival verbringen, doch stattdessen erleben sie den Horror ihres Lebens. Nach einem Autounfall suchen sie in der einzigen Stadt in weitem Umkreis Hilfe. Doch sie erwartet eine regelrechte Festung, in der fast jedes Leben ausgestorben ist. Und sie müssen ihr Leben gegen Zombies, Monster und diabolische Machenschaften eines Konzerns verteidigen. Werden sie einen Weg finden, die Stadt des Todes lebend zu verlassen?


Meine zweite Folge dieser für mich neuen Reihe klang vom Klappentext her schon mal ganz einladend. An verschiedenen Stellen habe ich Vergleiche mit „Resident Evil“ gelesen, dazu kann ich nichts sagen. Mich interessiert das nämlich gar nicht, weder Spiel, noch Film.
Der Auftakt zur Geschichte war ganz nach meinem Geschmack. Ich mag gruselige Storys, die mit einem nächtlichen Autounfall ihren Anfang nehmen (fast) immer. Somit war ich ganz optimistisch und wurde nicht enttäuscht. Die Handlung hat Tempo, Action und eine gewisse Prise Grusel.
Aus heutiger Sicht passt sie meiner Meinung auch gut in den aktuellen Zombie-Hype. Fans davon dürften sich gut bedient fühlen. Ein verrückter Wissenschaftler tat bereits mancher Schauergeschichte gut und die Monster gehen schön brutal zu Werke, da fehlt es ebenfalls an nichts.
Wie die Freunde und ihre neue Bekannte jemals aus diesem Ort entkommen sollten, war mir lange nicht klar, was für Spannung gesorgt hat.
Einzig dieses ständige „das ist ja wie in dem und dem Computerspiel!“ ging mir irgendwann auf die Nerven, selbst wenn es stimmen sollte. Wie gesagt, da fehlen mir mangels Interesse einfach die Vergleichmöglichkeiten.
Ach ja, und wieso musste es denn eine PolizistIN sein? Nur um zu zeigen, dass Frauen auch so tough sein können? Oder hängt das mit dem Vorbild „Resident Evil“ zusammen? Sorry, ich werde nie Fan von Frauen in heldenhaften Rollen. Welt retten und ähnlich gefährliche Dinge sind -meiner Meinung nach- schlicht Männersache. Egal, ob Frauen das auch können. Punkt.
Ich hätte nie gedacht, dass mir Oliver Rohrbeck noch mit etwas anderem auf die Nerven gehen kann als mit Justus Jonas‘ Klugsch…wätzerei. Aber es geht! Nämlich mit diesem möchterncoolen und oberlässigen Ton, der er für J.J. in petto hat. Dabei ist die Figur doch vom Wesen her so sympathisch! Christopher Albrodt hat mir als Alex dagegen sehr gut gefallen. Seine Stimme hat einfach irgendwie etwas. Ulrike Stürzbecher gibt eine resolute Selina Hllary.

Der Soundtrack passt hervorragend zur Geschichte und dem Schauplatz, da fehlt es an nichts. Die Geräuschkulisse kann sich ebenfalls hören lassen. In dieser Hinsicht gibt es nichts auszusetzen.

Das Cover präsentiert sich schön düster mit dem Rot als Kontrast. Die schaurigen Gestalten mit den glühenden Augen und den ungelenken Bewegungen etsprechen dem Bild, das man von Zombies vor Augen hat. So passt das Motiv gut zur Story. Ich persönlich bin außerdem sehr froh, dass es keins der anderen Monster auf das Cover geschafft hat. Mich beispielsweise hätten sie nämlich vom Hörspiel eher abgeschreckt.

Fazit: Mir hat diese Folge bis auf besagte Details gut gefallen. Sie hat Spannung, Action  und Zombies. Falls die Orientierung an „Resident Evil“ misslungen sein sollte, dann war es für mich klar ein Vorteil es nicht zu kennen.

Benjamin Blümchen (133) – …auf dem Flughafen

Titel: Benjamin Blümchen (133) – …auf dem Flughafen / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Jürgen Kluckert, Santiago Ziesmer, Roland Hemmo, Katja Primel ua

Inhalt: Neustadts berühmter Erfinder Eddi Eddison zeigt Benjamin, Otto und Stella auf dem Flughafen die neue Gepäck-Transport-Anlage, die er gebaut hat. Leider stößt Benjamin aus Versehen an das Steuerpult, drückt alle Knöpfe gleichzeitig und es entsteht ein Riesen-Koffer-Chaos. Das müssen die Freunde natürlich schnellstens beseitigen!


Eine Folge, die kaum mehr nach meinem Geschmack sein könnte, alleine vom Titel her schon. Ich liebe Flughäfen und Flugzeuge! Schon alleine deshalb geht die Episode für mich schon in Ordnung, auch wenn Benjamin in Sachen Flugzeuge natürlich schon ganz andere Sachen gemeistert hat als nur so ein Kofferchaos.
Allerdings finde ich die Geschichte auch noch in anderer Hinsicht wirklich sehr ordentlich. Erstens ist Eddie Eddison mit von der Partie, was frischen Wind reinbringt. Er ist in dieser Reihe ja nicht oft zu hören. Außerdem mag ich den netten Erfinder enfach gerne.
Zweitens ist die Handlung trotz des so banal klingenden Problems ganz spannend. Otto darf ein funkgerät benutzen, Benjamin stellt sich wagemutig vor ein Flugzeug, weil am Ende der Bürgermeister gerettet werden muss. All das bringt obendrein noch Tempo in die Geschichte, was mir ebenfalls gefallen hat.
Außerdem weiß Stella hier mal nicht alles (besser), sondern ist sogar motzig, weil Otto ihr vermeintlich vorgezogen wird. Das schadet dem Mädel mit Sicherheit keinen einzigen Deut.
Und dann ist da noch Flughafenchef Zehdorn, der so seine Nöte mit seinem neuen Flughafen hat. Unter Anderem mit einer Brandschutzverordnung. Da dürften erwachsene Hörer schmunzeln 😉
Auszusetzen habe ich nur Kleinigkeiten. Beispielsweise, dass die Arme von Eddies Gepäcksortiermaschine so beharrlich „Ärmchen“ genannt werden. Kommen die jungen Hörer ab 3 Jahren mit dem Begriff „Arm“ nicht klar, oder was? Und dann: ein folierter Bürgermeister? Schon etwas albern, oder?

Wie schon erwähnt, freue ich mich immer über Auftritte von Eddie Eddison. Ich mag Santiago Ziesmers Stimme für ihn super gerne. Gerald Schaale gibt einen herrlich gestressten Zehdorn. Und Roland Hemmo darf sich einmal mehr als Bürgermeister durch die Geschichte wettern. Nadine Pasta hat genau die richtige ruhige und sonore Stimme für die Flughafenangestellte.

Musikalisch ist hier neben den Titellied nichts zu holen, dafür konnte die Geräuschkulisse bei mir punkten. Es ist schon seltsam, dass man für die Reihe durchaus authentische Flughafengeräusche auftreiben kann, aber an Ziegengemecker scheitert es offenkundig, wie in der gesterigen Rezi nachzulesen ist.

Das Covermotiv zeigt die Freunde bei der Arbeit am Gepäck. Eine schöne, gut gewählte Szene, die toll zum Titel passt.

Fazit: Bis auf ein paar Kleinigkeiten eine überraschend gelungene neue Folge! Spannend, turbulent und lernen kann man auch etwas. Und ältere Hörer dürften ebenfalls ihren Spass dran haben.

Benjamin Blümchen (134) – Abschied von Stella

Titel: Benjamin Blümchen (134)  – Abschied von Stella / Verlag: Kiddinx / Spielzeit: ca. 40 min / Sprecher: Samira Jakobs, Ulrike Stürzbecher, Cathlen Gawlich ua

ben134Inhalt: Die Stellinis ziehen zurück nach Italien. Benjamin und Otto wollen ihre Freundin Stella beim Umzug begleiten und ihre Möbel mit dem Zoolaster nach San Giovanni bringen. Karla Kolumna schließt sich ihnen an und die vier erleben eine abenteuerliche Reise in den Süden, auf der sie auch eine neue Freundin für Stella kennenlernen.


Bei dieser Folge bin ich hin- und hergerissen. Einerseits stehe ich seit Folge 100 auf dem Standpunkt, dass diese Reihe auch weiterhin bestens ohne Stella ausgekommen wäre. Ich halte es für kompletten Unsinn, dass sie durch Stella für Mädchen attraktiver geworden ist.
Somit stimmt mich der Titel so überhaupt nicht traurig, das gebe ich gerne zu. Die Geschichte um den Abschied von Stella hat mir soweit ganz gut gefallen. Sie drückt zum Glück nicht auf die Tränendrüse, ist mit der Tour nach Italien und den kleinen Abenteuern dabei auch ganz spannend und unterhaltsam und hat ein Ende, mit dem auch Fans von Stella zufrieden sein dürften. Karla Kolumna ist auch mit von der Partie und sorgt ihrerseits für Stimmung. Hier und da wird sogar mal Bezug auf ältere Folgen genommen. Und sollten Benjamin und Co. Stella mal wieder besuchen, dann würde ich mich freuen, auch Stellas neue Freundin und ihre Eltern wiederzutreffen, die mir gefallen haben.
Bauchschmerzen bereitet mir allerdings die Frage, ob die Reihe überhaupt weitergehen wird. Ich kann sie mir zwar bestens ohne Stella vorstellen, aber das ändert nichts daran, dass die meisten (nachvollziehbaren) Ideen für Geschichten umgesetzt sein dürften.  Die Berufe scheinen ja ohnehin schon längst aufgebraucht zu sein. Und nun nimmt man der Reihe eben auch noch eine Hauptfigur, die seit 35 Folgen mitmischt.
Irgendwie vermittelt mir das Gefühl als sei das Ende der Reihe nahe. Ohne jetzt allzu schwarz malen zu wollen. Ganz klar, ich weiß es (noch) nicht. Nicht dass jemand nun was Falsches denkt.

Samira Jakobs hat mir als Rebecca gut gefallen. Ihre Stimme nicht nicht so kindlich und sie bringt Rebeccas Launen glaubhaft an den Hörer. Ulrike Stürzbecher wird als Karla immer besser und übertreibt nur noch selten. Und inzwischen wird ihr auch nicht mehr an jedes Hauptwort ein -chen angehängt, wodurch es nicht mehr so albern wirkt.
Mein einziges Ärgernis ist -mal wieder- die Tatsache, dass es für ein Hörspielstudio scheinbar eine kleine Unmöglichkeit ist, echtes Ziegengemecker aufzunehmen bzw aufzutreiben. Schon wieder muss dafür ein Sprecher herhalten. Wo hatte man bei Kiosk nur früher selbst Löwengebrüll her? Und das ist Jahre her und ging sogar ohne das allmächtige Internet.

Viel mehr Musik als sonst gibt es nicht zu hören, dafür wird aber mal wieder gesungen. Das kam in früheren Folgen ja nicht gerade selten vor und siehe da: es funktioniert immer noch und sorgt für Flair. Sogar die Melodie kennt man noch von früher.

Das Cover zeigt die Freunde dabei, wie sie den Zoolaster für die Reise beladen. Alle wirklich fröhlich dabei, und ja, mir gefällt das. Ich hätte absolut keine rührselige Geschichte um den Abschied hören wollen.

Fazit: Die Folge lässt mich etwas zwiegespalten zurück. Ohne Stella ist die Reihe besser dran, das ist meine felsenfeste Überzeugung, somit bin ich froh über den Abschied. Und für alle Stella-Fans: es wird wohl nicht endgültig sein. Die Story ist schön und unterhaltsam. Aber irgendwie wirkt sie auf mich auch wie ein Ende der Reihe. Und das möchte ich nicht. Mal schauen, was wird…

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