Fünf Freunde – Endlich erwachsen (01) – …essen glutenfrei

Titel: Fünf Freunde – Endlich erwachsen (01) – …essen glutenfrei / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 73 min / Sprecher: Fabian Harloff, Marek Harloff, Heidi Schaffrath, Simona Pahl, Douglas Welbat ua

Die Fünf Freunde sind immer noch die besten Freunde. Mit Mitte 20 leben sie zusammen in einer WG und meistern die Abenteuer des tückischen Alltags.
“Wir essen auf gar keinen Fall Weizen, Milchprodukte und Zucker, Tante Fanny!“ “Ach, das freut mich so. Soll ich euch ein paar leckere Erdnuss-Sandwiches zum Mitnehmen schmieren?“ Als Dick seiner Schwester Anne ein hippes Kochbuch zum Geburtstag schenkt, ahnt er nicht, was er damit ins Rollen bringt. Anne erkennt, dass die WG sich mit ihrer Ernährungsweise selbst vergiftet. Ab sofort wird der Gesundheit zuliebe ganz neu eingekauft und gekocht. Doch nicht nur Zoodles, Powerballs und der wunderbare entzündungshemmende Grünkohl beherrschen fortan ihren Alltag, auch ein Knurren im Bauch und schlechte Laune schleichen sich ein. Werden es Julian, George, Dick, Anne und Timmy schaffen, an ihrer neuen Ernährungsweise festzuhalten, ohne sich ständig anzulügen?


Als ich zum ersten Mal von dieser Reihe gehört habe, habe ich es für einen Scherz gehalten. Für einen verdienten Scherz sogar, denn irgendwann müssten schließlich alle Kinderhörspielfiguren mal erwachsen werden. Entsprechend neugierig war ich als sich herausstellte, dass es kein Scherz war.
Nachdem ich die erste Folge gehört habe, frage ich mich allerdings, was die Reihe eigentlich sein will / soll. Comedy ist es nicht. Jedenfalls habe ich kein einziges Mal geschmunzelt, geschweige denn gelacht. Es ist auch keine richtige Persiflage auf die Kinderreihe, auch wenn bei der Charakterisierung der Figuren und dem Thema an sich durchaus etwas übertrieben wird. Aber so richtig auf die Schüppe wird all das nicht genommen.
Ein Abenteuer ist es auch nicht, obwohl Anne es oft genug als solches bezeichnet. Dafür fehlt es an Spannung und aufregenden Szenen.
Die glutenfreie bzw allgemein gesunde Ernährung wird weder verteufelt, noch himmelhochjauchzend angepriesen. Das Thema wird auch irgendwie unausgewogen angegangen. Einerseits predigt Anne durchaus berechtigt, dass die moderne Ernährung oft genug  ungesund ist, deutet an, wieso eigentlich. Dass Leute mit einer Glutenunverträglichkeit sich diese Ernährungsweise keineswegs freiwillig aussuchen, kommt dagegen nicht zur Sprache. Stattdessen heißt es an einer Stelle, nach drei gesunden Mahlzeiten schreie der Körper einfach nach “richtigem Essen”. Ähm ja…was soll man dazu noch sagen?
Wenn man aus der Story überhaupt etwas ziehen möchte, dann dass man solche Themen wie glutenfreie / gesunde Ernährung nicht zu verbissen angehen sollte, weil man dann unweigerlich auf Widerstand stoßen wird. Und weil einem dabei schnell Unverständnis entgegenschlagen wird.
Solch eine seichte Botschaft ist mir allerdings zu wenig. Da hätte ich mir rundherum eben noch ein bisschen Spannung, Abenteuer, Spass oder wenigstens ein augenzwinkernder Blick auf die Kinderserie gewünscht. Ich denke, das sind  die wesentlichen Erwartungen, die Neuhörer dieser Serie haben. Berechtigt, wie ich finde.

Bei Namen wie Marek und Fabian Harloff, Celine Fontanges und Simona Pahl dürfte jedem klar sein, dass man in dieser Hinsicht nichts zu befürchten hat. Sie bestreiten die Hauptrollen gekonnt und machen den Charakter der einzelnen Figuren sehr deutlich. Speziell Simona Pahl hat mich anfangs zum Staunen gebracht als sie George sagen lässt, sie ginge durchaus mit zu einem Wellnesswochenende, wenn man dort Bier bekäme und Rugby schauen könne. Da klingt sie fast wie ein Kerl. Das war auch der Moment, wo mir tatsächlich ein “Au weia” durch den Kopf ging.

Natürlich hat die Serie ihr eigenes Titellied bekommen, in dem man ein bisschen über die neuen, erwachsenen Freunde erfährt. Ich muss allerdings sagen, dass der Titelsong der Jugendserie mehr Schwung hat und auch deutlich mehr Ohrwurmqualität. Die Stücke während der Geschichte bleiben ebenfalls nicht wirklich im Kopf und fallen wenig markant aus.

Das Cover zeigt deutlich, wer bei der Sache mit der glutenfreien Ernährung voll dabei ist und was der Rest der Freunde davon hält. Schön, dass man den etwas altmodischen Zeichenstil gewählt hat, den man von den ersten Folgen der Kinderserie kennt.

Fazit:  Diese erste Folge lässt mich ratlos zurück, weil ich nicht weiß, was die Geschichte sein soll oder sein will. Comedy? Abenteuer? Persiflage? Will sie eine Botschaft vermitteln? Nichts trifft richtig zu und so plätscherte sie für mich einfach nurdahin. Das finde ich persönlich zu wenig, wenn man an eine so bekannte, beliebte Serie anknüpfen will, die für viele erwachsenen Hörer die pure Nostalgie ist.

Death Note (03) – Geliebter Feind

Titel: Death Note (03) – Geliebter Feind / Verlag: Lübbe Audio / Spielzeit: ca. 50 min / Sprecher: Marlin Wick, Thomas Schmuckert, Arianne Borbach, Fabian Hollwitz ua

Das Ermittlerteam im Fall Kira, allen voran L, kommt Light immer näher. Doch sie können ihm seine Taten nicht nachweisen. Um Gewissheit zu erlangen, beschließt L sich mit dem Verdächtigen anzufreunden und ihn so zu überführen. Er stellt sich Light unter falschem Namen vor, aber dem Schüler wird schnell klar, wen er vor sich hat. Und auch Kira ist fest entschlossen, diese ungewöhnliche Freundschaft für sich auszunutzen.


Bisher raste die Handlung dieser Serie gefühlt nur so dahin. Deshalb hat mich diese dritte Folge ein bisschen überrascht. Denn hier schaltet das Tempo gut zwei Gänge zurück. Auf mich wirkte dieser Teil irgendwie wie ein kleines Zwischenspiel, bei dem der Hörer etwas durchatmen kann.
Das bedeutet allerdings nicht, dass die Story langweilig oder langatmig ist. Auch hier ist man von der ersten Sekunde an mitten drin im Geschehen. Nachwievor befindet sich Light in einer höchst gefährlichen Situation. Es kostet ihn immer mehr Mühe, sein Geheimnis zu wahren. Seine Feinde und eine ganze Schar an Ermittlern, darunter sogar sein Vater und L Lawliet persönlich, sind ihm unglaublich nahe auf der Spur. Man wartet immer darauf, dass einer ihm plötzlich auf die Schliche kommt. Das sorgt für Spannung und eine durchweg düstere, bedrohliche Atmosphäre. Auch auf Action muss man hier verzichten, was ich aber nicht als Manko empfunden habe. Die Handlung beweist, dass Spannung und Dramatik auch ohne Action funktionieren.
Was Light angeht, bin ich nachwievor hin- und hergerissen. Einerseits bewundere ich ihn für seine Cleverness und Abgebrühtheit, andererseits ist er mir viel zu arrogant und ich würde ihm einen gehörigen Dämpfer wünschen. Gut, dass Ryuk bei ihm ist. Er ist ein Todesgott, ja, aber mir macht er einfach richtig viel Spass. Das wiegt Lights Überheblichkeit gut auf.

Thomas Schmuckert als Lights Vater hat mir hier gut gefallen. Man nimmt ihm sowohl den Familienvater und dessen Engagement für seinen Sohn, als auch den Ermittler leicht ab, obwohl es so gegensätzliche Rollen sind. Marlin Wicks tiefe, grollende Stimme und sein augenzwinkernd-böser Ton stehen Ryuk ausgezeichnet. Fabian Hollwitz lässt L Lawliet markant und selbstbewusst klingen, gibt ihm aber auch einen unüberhörbar taktierenden Ton.

Selbst die Musik, die sich in den vorigen Folgen oft so deutlich hervorgetan hat, nimmt sich hier zurück. Die wenigen eingesetzten Stücke verstehen es aber dennoch, ihre Szenen wirkungsvoll zu gestalten und sind auch auf dem bekannten hohen Niveau.

Dieses Mal hat es L Lawliet auf das Cover geschafft. Der ernste Gesichtsausdruck passt gut zu dieser Figur und gibt ihm etwas Nachdenkliches und Intelligentes. Der kontrasreiche Titelschriftzug vor dem tiefschwarzen Hintergrund gefällt mir immer noch sehr gut.

Fazit:  Diese dritte Folge wirkt wie ein Zwischenspiel. Zwei Gänge ruhiger, deutlich weniger actionlastig, aber immer noch spannend. Und vor allem die düster, bedrohliche Amtosphäre kommt hier deutlich zur Geltung. Man wartet immer darauf, dass jemand Light endlich am Schlafittchen bekommt, sie sind ihm so nahe…und doch entwischt er ihnen immer wieder. Wie lange mag das noch gutgehen…?

Die drei ??? Kids (69) – Die Rätselfalle

Titel: Die drei ??? Kids (69) – Die Rätselfalle / Verlag: Europa / Spielzeit: ca 75 min / Sprecher: Jannik Schürmann, Luise Lunow Daniela Thuar, Roman Rossa, Eva-Maria Kurz ua

Ein Hilferuf versteckt in einem Kreuzworträtsel! Das haben die drei ??? Kids noch nie erlebt. Wer braucht ihre Hilfe? Die Spur führt in ein geheimnisvolles Seniorenheim. Dort geht die spannende Rätseljagd weiter.


Wenn sich die jugendlichen Drei ??? mit solchen Rätseln herumschlagen müssen wie ihre jüngeren Ichs hier, dann befällt mich oft ein Grausen, weil sie mir dafür erstens zu alt wirken und die Rätsel zweitens meist absolut haarsträubend sind.
Den jüngeren Detektiven steht sowas dagegen gut. Es hat mir gefallen, wie die drei an diesen neuen Fall kommen und bald darauf beweisen sie auch schon, wie clever und gewitzt sie sind. Damit sind die dann auch mitten drin im Fall. Der entwickelt sich zügig weiter und bietet immer wieder neue kleinere Rätsel auf, die es zu lösen gilt. Das ist abwechslungsreich und gewährt erst nach und nach einen Blick hinter das, womit die Freunde es hier zu tun haben. So bleibt es stets spannend und unterhaltsam und die Zeit verfliegt gefühlt wie nichts. Es gibt eine Reihe verdächtige Personen und so kann man tatsächlich auch ein bisschen mitknobeln, was zumindest mir immer Spass macht.
Außerdem regt die Geschichte auch ein bisschen zum Denken an. Ich kann mir recht gut vorstellen, dass sich solche oder zumindest ähnliche Dinge auch in echten Seniorenheimen ereignen. Es schadet sicher nicht, einer Geschichte dieser Reihe eine Spur wirkliche Welt mit auf den Weg zu geben. Das tröstet eventuelle erwachsene Hörer dann vielleicht auch darüber hinweg, dass speziell Justus’ Ideen hier und da zu gewagt sind um gänzlich glaubhaft zu sein.

Solche Rätsel wie hier sind eindeutig Justus’ Ding und das bringt Jannik Schürmann auch genauso rüber. Voller Energie und Engagement und Cleverness. Luise Lunow ist als eine der Bewohnerinnen des Seniorenheims zu hören, wozu ihre markante Stimme wunderbar passt. Und auch Daniela Thuar nimmt man die noch sehr rüstige Seniorin auf Anhieb ab.

Musikalisch geht die Folge vertraute Wege. Die eingesetzten Stücke kennt man gut aus vorigen Folgen und sicher liegt es auch daran, dass sie nicht mehr groß für Spannung und Atmosphäre sorgen. Hier und da mal ein neues Stück würde der Reihe sicher nicht schaden. Die Geräusche kommen solide daher und machen die Szenen anschaulich.

Das Covermotiv bietet alles auf, was die Geschichte ausmacht. Das Rätselheft, mit dem der Fall seinen Anfang nimmt, die schaurige Hand, die für den ersten Schrecken sorgt und natürlich die drei Freunde. Speziell das Rätselheft passt gut zum Titel und das übrige Motiv kann man mit guten Willen sogar als eine Spur unheimlich bezeichnen.

Fazit:  Ein gelungener neuer Fall für die drei jungen Detektive, der vor allem damit punktet, dass er sich immer weiter entwickelt, neue Rätsel auffährt und so nie Langeweile aufkommen lässt. Speziell gefallen hat es mir, dass der Fall auch ein wenig zum Nachdenken anregt.

TKKG (205) – Teuflische Kaffeefahrt

Titel: TKKG (205) – Teuflische Kaffeefahrt / Verlag: Europa / Spielzeit: ca. 60 min / Sprecher: Sascha Draeger, Frank Roder, Rosemarie Wohlbauer, Michael Prelle ua

Tim, Karl, Gaby und Klößchen kommen einem Betrüger auf die Schliche: Auf Gratiskaffeefahrten nimmt der Geschäftsmann Hagen Teufel gutgläubige, ältere Menschen aus, indem er ihnen wertlose Heilmittel zu schamlos überteuerten Preisen verkauft. Aber TKKG haben einen Plan, heften sich an Teufels Fersen und sind kurz davor, den Betrüger samt seinem Busfahrer Harry Henkel dingfest zu machen. Leider läuft der Plan aus dem Ruder, denn was TKKG nicht wussten: Der ehemalige Boxchampion Harry Henkel spielt sein eigenes Spiel.


Dieses Mal dient also eine Kaffeefahrt für Senioren als Aufhänger für einen Fall. Irgendwie sehe ich sogar ein, dass es bei über 200 Folgen schwierig ist, noch neue Themen zu finden. Warum also nicht eine Kaffeefahrt? Dass dabei gerne mal Rentner über den Tisch gezogen werden, ist ja nichts Neues und eindeutig auch ein Aufreger. Somit winke ich das Thema mit viel gutem Willen mal als okay durch.
Gegenüber dem Rest der Story kann ich allerdings nicht so großzügig sein. Speziell was einige Figuren angeht, wird mir viel zu sehr übertrieben. Und vor allem wird sich viel zu lange damit aufgehalten, die Boshaftigkeit gewisser Personen aufzuzeigen. Das hat man lange zuvor bereits gerafft und so wird es schnell ziemlich anstrengend. Und dabei bleibt halt auch mal wieder die Spannung gänzlich auf der Strecke.
Die kommt dann auch später nicht wieder. Große Überraschungsmomente sucht man vergebens und irgendwie hatte ich auch nicht den Eindruck, dass die Freunde nicht großartig ermitteln. Vorfall reiht sich an Vorfall und gefühlt stehen sie vor allem die meiste Zeit daneben und schauen zu.
Gegen Ende kommt dann kurz mal etwas Schwung in die Sache, quasi zum Wecken des Hörers. Die Situation ist dann zwar wieder einmal ziemlich haarsträubend, aber wenigstens ist endlich mal etwas los. Wenn auch auf den letzten Minuten. Ein bisschen Tempo dieser Art hätte der vorangegangenen Handlung auch ganz gut getan. Das hätte man eventuell aufteilen sollen.

Bei den Sprechern ist Rosemarie Wohlbauer ein echter kleiner Lichtblick. Sie klingt gleichermaßen liebenswert und gutmütig, wie auch entschieden, wenn es die Situation erfordert. Frank Roder ist als fieser Hagen Teufel zu hören und das hört man ihm auch sofort an. Leider klingt das immer gleich, obwohl “Böse” doch durchaus verschiedene Facetten haben kann. Eine oder zwei mehr hätten der Figur sicher gut getan.

Alleine der Musik ist es zu verdanken, dass man weiß, welche Szenen spannend wirken sollen. Allerdings hilft das auch nicht viel, wenn das Geschehen einfach nicht spannend ist. Den Geräuschen kann man weiter nichts vorwerfen. Es ist da, was gebraucht wird. Grundsolide, mehr nicht.

Die Szene auf dem Cover ist der Handlung entliehen und passt entsprechend gut. Sie sieht aber auch sehr viel dramatischer und actionreicher aus als man sie in der Geschichte wiederfindet.

Fazit:  Leider kommt hier nie wirklich Spannung auf, die Figuren wirken viel zu überzogen und charakterlich flach und die Szene am Ende reißt da auch nicht wirklich etwas raus. Den Aufhänger mit der Kaffeefahrt hätte ich ja noch durchgehen lassen, der Rest ist recht hanebüchen und unspektakulär.

Johnny Sinclair (06) – Dicke Luft in der Gruft

Titel: Johnny Sinclair (06) – Dicke Luft in der Gruft / Verlag: Folgenreich / Spielzeit: ca. 47 min / Sprecher: Dirk Petrik, Tim Kreuer. Lène Calvez, Bert Franzke, Sven Plate ua

Johnny Sinclairs erster großer Geisterjäger-Auftrag droht zum Desaster zu werden! Noch immer gibt es keinen Hinweis auf die unheimlichen Wesen, die Johnnys Freundin Millie Edwards heimgesucht haben. Die neueste Spur führt zum Friedhof von Blacktooth in ein unheimliches Labyrinth, das sich unter den Gräbern erstreckt!


Auf ins Finale dieses Dreiteilers! Nachdem Johnny und Russell Millie geheilt und Russells Vater von einem Voodoo-Zauber befreit haben, gilt es nun eigentlich nur noch, die Spukgestalten aus Blacktooth zu verjagen, die uA auch Millie heimgesucht haben.
Nur noch ist allerdings etwas kühn gesagt. So einfach ist das nämlich nicht und in diesem dritten Teil geht es entsprechend nochmal so richtig rund. Johnny, Russell und Millie bringen sich mehrmals in höchste Gefahr. So manche Situation wirkt aussichtslos und sie brauchen all ihren Verstand und eine Menge Mut, sie zu bewältigen. Hinzu kommt noch, dass ein Großteil des Geschehens sich auf dem Friedhof, sowie unter der Erde dort oder im Mausoleum abspielt. Das trägt natürlich ordentlich zum Gruselfaktor der Geschichte bei. Insgesamt ist hier also für alles gesorgt, was die Reihe bislang auszeichnet. Spannung, Tempo, schräge Situationen und ein schöner Schuss Grusel. Ein rundum würdiger Abschluss dieser Geschichte.
Und als man just wähnt, dass das Abenteuer überstanden ist und alle offenen Fragen beantwortet sind, wird nochmal eine kleine Überraschung geboten, bei der ich sehr gestaunt habe. Damit hatte ich nicht mehr gerechnet, aber es erklärt natürlich nochmal so einiges.
Am Ende kündigt sich dann bereits ein neuer Fall für die Geisterjägeragentur an und so darf man gespannt sein, was Johnny, Russell und (hoffentlich) auch Millie als nächstes erwartet.

Es hat mich gefreut, dieses Mal so viel von Sarah Madeleine Tusk zu hören. Ich mag ihren energischen und selbstbewussten Ton für Millie und ihre angenehm markante Stimme. So kann man sich sofort ein Bild von Millie und ihrem Wesen machen. Wolf Frass weiß ebenfalls einmal mehr als Erasmus zu überzeugen mit seiner tiefen Stimme und dem oft so spöttischen Ton. Bei Dirk Petrik hat mich -wie schon bei der Folge vorher- sein häufiges Seufzen oder Stöhnen vor einem Satz ein bisschen gestört. Das wirkt ab und an einfach unnötig.

Einmal mehr kommen abwechslunsgreiche und aufwendige Musikstücke zum Einsatz. Sei es zu den Szenenübergängen oder zu besonders spannenden oder rasanten Momenten. Da kommt schnell die nötige Atmosphäre auf. Hinzu kommt noch eine ganze Reihe Geräusche, die speziell die gruseligen Stellen eindringlich gestaltet.

Das gleiche Covermotiv wie bei Teil 1 und 2, was den Zusammenhang deutlich macht. Die Farben haben wieder gewechselt, was ein Merkmal der Cover der Serie zu sein scheint. Bei der Buchvorlage ist es genauso.

Fazit:  Eine würdige Abschlussfolge mit viel Tempo, Spannung und einem ordentlichen Schuss Grusel.

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