Gabriel Burns (30) – Weiß

Titel:   Gabriel Burns (30) – Weiß

VerlagUniversal

Laufzeit:   ca. 54 min

Sprecher:   Jürgen Kluckert, Bern Vollbrecht, Björn Schalla, Viola Sauer, Ernst Meincke, Max Oscar Schälte, Mario v. Jascheroff u.A.
Inhalt:   Die Luft flimmerte. Der Gang hatte eine Biegung gemacht und plötzlich war er allein. Die weißen Mauern der Villa verloren an Sustanz. Der Hauch vergangener Äonen überkam ihn – als die Erde noch jung war.

Über der Stadt thronte ein bleicher Mond zwischen blutleeren Sternen. Das Rauschen lederner Schwingen drang durch die Nacht.

Die Ankunft der Engel. Er sehnte sich nach ihnen und nach dem Ende aller Zweifel.
Endlich, von den Fans der Serie lang erwartet, ist sie da.
Die Jubiläums-Folge von Gabriel Burns, von der sich viele ein paar (oder auch mehr) Antworten erhoffen.

Ob „Weiß“ tatsächlich Antworten gibt, das muss letztlich jeder für sich entscheiden, sicher aber nicht in dem erhofften Maß.
Nachwievor bleibt Vieles ungeklärt.
Wer ein fulminantes Ende mit der großen Auflösung erwartet, wird enttäuscht werden.
Eines jedenfalls sei verraten: Steven wird in dieser Folge vor eine schwere Entscheidung gestellt und mit dieser Entscheidung scheint einer der Haupthandlungsstränge zu enden.
Ich schreibe bewusst ‚scheint‘ , denn konnten wir uns in der Gabriel Burns – Reihe jemals einer Sache sicher sein…?

Wie üblich kann über die Sprecher nichts anderes gesagt werden, als dass sie oberste Liga sind.
Besondere Erwähnung verdient jedoch der Erzähler.
Jürgen Kluckert hat es zwar bisher in jeder Folge geschafft durch Betonung und Pausen Atmosphäre zu schaffen, Stimmungen zu vermitteln und dem Hörer Szenen so zu schildern, dass man sie quasi vor sich sieht.
In „Weiß“ –es ist nahezu unglaublich- gelingt es Kluckert tatsächlich, sich in dieser Hinsicht noch zu steigern.

Auch die Musik ist wie gewohnt vom Feinsten, vielfältig und immer exakt auf die jeweiligen Szenen abgestimmt.
Am Ende erwartet den Hörer eine Überraschung in Form des Liedes „Here comes the flood“
Ursprünglich stammt es von Peter Gabriel (da könnte der wahre Fan glatt ein kleines Wortspielchen zwischen dem Namen des Sängers und der Hörspielreihe vermuten), im Anschluss an „Weiß“ hören wir eine Coverversion davon.

Dass Folge 30 etwas Besonderes sein würde, das ließ das Cover bereits im Vorfeld erahnen.
Ungewohnt hell nach 29 Folgen mit düsteren Covermotiven zeigt es eine Szene aus dem Hörspiel und passt ohne jede Frage zum Titel des Hörspiels.

Fazit:   Das lange Warten hat sich gelohnt.
Mit „Weiß“ ist Volker Sassenberg ein Hörspiel gelungen, das die Bezeichnung ‚Jubiläumsfolge‘ verdient.
Es war schwer vorstellbar, dass „Gabriel Burns“ sich noch würde steigern lassen.
„Weiß“ beweist in jeder Hinsicht das Gegenteil.

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