Die Alster-Detektive (03) – Ekelige Fracht

Titel:    Die Alster-Detektive (03) – Ekelige Fracht / Herausgeber:   Hamburger Bürgerschaft / Laufzeit: ca. 44 min / Sprecher:  Jodie Blank, Shirin Westenfelder, Tobias Kluckert, Dietmar Wunder, Jens Wawrczeck, Tanja Fornaro u.a. /erhältlich als Gratis-Download auf: Alster-Detektive

Inhalt:  „Ist das nicht der Wagen von Kommissar Bredeke?“ „Hallo, ihr Vier! Wie ich sehe, haben sie großen Detektive schon wieder einen neuen Fall? Ich dachte, jetzt in den Ferien habt ihr auch mal Freizeit.“ „Das Verbrechen schläft eben nie, das wissen Sie doch, Herr Kommissar.“ „Ja, das kannst du laut sagen.“
Detektive müssen hellwach sein, brauchen Ausdauer für Recherchearbeit, aber auch Mut und etwas Glück. In ihrem dritten Fall geht es für die Alster-Detektive in dunkle Ecken am Hafen und später dann ins Rathaus, wo der Abgeordnete Strasser ihnen mit Rat und Tat zur Seite steht. Denn auf der Elbe, unter Wasser, lauert Gefahr.“


So, ich habe die Folge nun mehrmals gehört und überlege schon den ganzen Tag, wieso sie mir nicht so gut gefallen hat wie die vorigen Folgen. Vielleicht bekomme ich das im Laufe dieser Rezi ja heraus, ich kann es bisher einfach nicht benennen. Grundsätzlich geht die Folge in Ordnung. Die Alster-Detektive bekommen es dieses Mal mit einem Umweltsünder zu tun, der Fässer mit giftigem Inhalt in der Elbe entsorgt. Natürlich machen sie sich sofort auf die Jagd. Ein interessanter Fall ist also klar gegeben. Und auch das Thema Politik wird wieder sehr sorgfältig eingebunden, indem die Kinder sich an ihren Freund Strasser wenden und so in direktem Zusammenhang mit dem Fall wieder in Kontakt mit dem Thema Politik kommen. Schön unaufdringlich, aber informativ und lehrreich, so kennt man das von der Serie. Ein paar ganz lustige Dialoge zwischen den Freunden, aber auch mit den Erwachsenen gibt es ebenfalls.
Und trotzdem, der Folge fehlt für mein Empfinden einfach der Schwung, den man sonst von den Alster-Detektiven kennt. Ich glaube, wenn ich sage, dass sie mir hier einfach zu sehr „nur dabei“ sind, statt selbst wirklich etwas zu erreichen, dann kommt das meinem Problem schon sehr, sehr nahe. Außerdem gibt es ein paar zu arge Zufälle, wie Mareks Unterhaltung mit den polnischen Arbeitern, die vor ihm sofort ausgepackt haben, oder Claasens Versprecher, der so markant rüberkommt, dass man sofort darauf aufmerksam wird. Und zuletzt Strasser selber, der neben seiner Beschäftigung als Abgeordneter hauptberuflich Anwalt ist, aber sofort zum Telefon greifen will um Claasen dranzukriegen und sich erst von den Kindern sagen lassen muss, dass man schließlich Beweise braucht…also bitte! Das ist ja wie bei den alt bekannten Jugend-Serien, in denen die Kids schlauer sind als die Erwachsenen. Ich habe es den Alster-Detektiven immer hoch angerechnet, dass sie mit diesem Quatsch aufgeräumt haben.

Auf Seiten der Sprecher ist alles in trockenen Tüchern. Dann und wann, vor allem bei langen, mehr erklärenden Sätzen, dürften Shirin Westenfelder, Sebastian Kluckert, Jodie Blank und Daniel Klaus noch etwas an Souveränität zulegen, aber in Summe machen sie ihre Sache wirklich richtig gut.
Die Nebenrollen punkten erneut mit sehr prominenten Sprechern. So hören wir hier beispielsweise Till Hagen, Peter Gröger (danke für sein schwungvolles „Hallo, Kiddinxe!“ am Ende, das ist einfach zu schön zu hören), Simon Jäger und Karin David. Dass es hier nichts zu befürchten gibt, das steht wohl außer Frage.

Die Untermalung geht ebenfalls in Ordnung. Detektivisch angehaucht, an manchen Stellen auch düster-spannend, dann wieder modern und jugendlich locker. Dabei drängt sie sich nie in den Vordergrund und sorgt maßgeblich für de Atmosphäre der einzelnen Szenen. Eine ordentliche Geräuschkulisse rundet die Sache schließlich ab.

Die Vier gucken erstaunlich fröhlich, dafür dass sie gerade eines des Giftfässer im Wasser entdeckt haben und zwei von ihnen mit den Füßen im Wasser baumeln. Mit dem gelben Aufkleber auf dem Fass ist deutlich gesagt, um was es sich in dieser Geschichte hauptsächlich dreht und sie ansonsten so anheimelnde Szenerie macht die Gefahr klar, die davon ausgeht.

Fazit:   Trotz eines wirklich guten Themas und dem erneut sorgfältig eingebundenen Bezug zur Politik, finde ich diese Folge ziemlich schwach. Da geht deutlich mehr bei dieser Serie

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