Sherlock Holmes (49) – Der erbleichte Soldat

Titel:   Sherlock Holmes (49) – Der erbleichte Soldat / Verlag:    Maritim / Laufzeit:   ca. 68 min / Sprecher:   Christian Rode, Peter Groeger, Andreas Borcherding, Philipp Brammer, Manfred Erdmann, Norbert Gastell u.a.

Inhalt:   Nach seiner Rückkehr aus dem südafrikanischen Burenkrieg wendet sich James M. Dodd hilfesuchend an Sherlock Holmes: Dodds Kamerad Godfrey Emsworth wurde vor einem Jahr im Krieg verwundet und zurück nach England gebracht. Seitdem ist er verschollen. Holmes und Watson machen sich auf die Suche nach dem verschwundenen Soldaten und entdecken dabei sein düsteres Geheimnis.


Diese Folge startet überraschend mit einem kleinen Kniff. So bekommen wir hier einen Fall zu hören, den nicht -wie gewohnt- Holmes gelöst hat, sondern Watson. Und dieser Fall hat sowohl vom Titel, als auch von einigen Szenen sogar einen leicht unheimlichen Anstrich, was mir gefallen hat. Eine Gruselgeschichte ist es aber nicht. Es ist schon ein richtiger Kriminal-Fall, der dem Stil der Reihe treu bleibt. Obwohl es einige gelungene Wendungen gibt, bleibt die Handlung so gut nachvollziehbar, dass man als Hörer sogar recht gut mit knobeln kann. Dadurch, dass die Geschichte immer mal wieder zu Watson und dem erzählenden Holmes zurückkehrt, ist auch für die typischen, amüsanten Wortwechsel zwischen den beiden gesorgt.

Es macht immer wieder Spaß, Peter Groeger und Christian Rode zuzuhören, wie sie in den Hauptrollen glänzen. Obwohl die Reihe sich auf geradem Weg der 50 Folge nähert, sind sie noch immer mit hörbarem Vergnügen und jeder Menge Elan dabei. Den Part des James Dodd übernimmt hier Andreas Borcherding, der dieser Rolle die nötige Würde, aber auch die Verzweiflung aus Sorge um seinen Kamerad verleiht. Philipp Brammer kommt der Part des verschollenen Grodfrey Emsworth zu und er verleiht diesem Charakter die passende Stimme. Doch in dieser Hinsicht hat man ja bei maritim ohnehin nichts zu befürchten.

Krimitypische und entsprechend gut passende Musiken begleiten die Geschichte. Allerdings kam mir die Musikkulisse bei dieser Folge eine Spur imposanter vor als bei vorigen Episoden, was ihr aber ebenfalls prima gestanden hat. Eine ordentliche Geräuschkulisse steuert das Übrige bei und schon kann sich die Folge auch in dieser Hinsicht einwandfrei hören lassen,

Das Cover gewährt einen Blick auf den erbleichten Soldaten und ist ebenfalls ein Grund dafür, dass die Geschichte einen ganz leicht  spukigen Ansatz hat. Mir jedenfalls gefällt das Motiv dieses Mal sehr.

Fazit:   Ruhiger als die Vorgänger-Folge, aber dennoch eine spannende und äußerst unterhaltsame Folge. Der Dreh, mal Watson in den Mittelpunkt zu stellen, steht der Reihe gut.


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