Videospielhelden (01) – Far Cry

Titel:   Videospielhelden (01) – Far Cry / Verlag:   Holysoft / Sprecher:   Thomas Nero Wolff, Claudia Urbschat-Mingues, Manfred Lehmann, Dietmar Wunder, Detlef Bierstedt u.a.

Inhalt:   Edward Carnby ist am Ende. Zu viele Abgründe, zu viele übernatürliche und übermächtige Gegner haben ihn zerstört. Seines Lebens überdrüssig, sieht er nur noch einen endgültigen Ausweg. Doch ein blonder Todesengel reißt ihn aus seiner Lethargie und mitten hinein in ein neues Rätsel. Schattenkreaturen, seltsame Phänomene und ein alter Freund führen ihn dorthin, wohin er nie wieder gehen wollte: „Allein in die Dunkelheit…!“


Ich muss zugeben, dass ich weder das Spiel, noch den Film zu diesem Hörspiel kenne. „Ein Spiel mit viel Geballere“, da hörte meine Kenntnis auch schon auf. Entsprechend war ich dem Hörspiel gegenüber skeptisch, weil ich dachte, man bräuchte schon einen Funken mehr Wissen um durchzublicken. Umso erleichterter war ich dann, dass das Hörspiel keinerlei Wissen voraussetzt. Ganz im Gegenteil hat das Hörspiel es geschafft, mir das Spiel / den Film näher zu bringen, von der Handlung her, den Charakteren und den unheimlichen Kreaturen, die es bevölkern. Durch die Erzählweise mit einem Erzähler, der das Drumherum beschreibt und einem Hauptcharakter, der sein Vorgehen und seine Gedanken schildert, wirkt das Hörspiel tatsächlich an zahlreichen Stellen wie ein Computerspiel und ich konnte mir dabei die Szenen sehr gut vorstellen. Mit meiner Vermutung von viel Geballere lag ich allerdings ziemlich richtig, an Action mangelt es der Geschichte nicht, da knallt es alle paar Minuten. Ich bin von so etwas im Allgemeinen kein Fan, aber dieser Geschichte steht das gut, da gehört es einfach hin. Allerdings hätte die Geschichte für mich doch gerne etwas kürzer sein dürfen. Es ist zwar immer etwas los, aber mir kam sie trotzdem sehr in die Länge gezogen vor. Es gab einige Stellen, an denen ich dachte, nun könnte es zu Ende sein, aber dann ging es doch noch weiter.

Holla die Waldfee! Die Sprecherliste umfasst doch tatsächlich stattliche 85 Namen! Das ist schon beeindruckend anzusehen. Aber mindestens genau so beeindruckend auch anzuhören. Als Erzähler führt Manfred Lehmann durch die Geschichte mit recht monotoner, aber sehr eindringlicher Stimme. Thomas Nero Wolff übernimmt den Part von Jack Carver und klingt passend abgebrüht, machomäßig und schnodderig. Vieles an Elend nimmt mit einer Frau seinen Anfang, hier heißt sie Valerie und wird von Claudia Urbschat-Mingues gesprochen. Weitere Rollen übernehmen z.B. Detlef Bierstedt, Engelbert von Nordhausen, Bernd Vollbrecht, Andreas von der Meden, Dietmar Wunder, Gordon Piedesack und 76 größtenteils kaum weniger prominente Stimmen.

Auch musikalisch wird das Hörspiel dem actionreichen Charakter gerecht, auch hier kracht es ganz ordentlich, was entsprechend gut dazu passt. Aber auch ruhigere, schleichende Klänge sind zu hören, was gut für Spannung sorgt. Eine allgegenwärtige, dichte Geräuschkulisse runden den sehr postiven Eindruck von diesem Bereich ab.

Ich mag Til Schweiger nicht. Aber ich sehe schon ein, dass er auf dem Cover zu sehen sein muss, immerhin hat er im Film den Jack Carver gespielt. Also gut. Und er schaut ja auch sehr, sehr ungemütlich drein, wird diesem Charakter also sehr gerecht.

Fazit:   Etwas kürzer hätte es für mich gerne sein dürfen. Davon abgesehen hat mir Far Cry aber sehr viel Spaß gemacht. Spannend, actionreich und ein ganz harter Typ 😉 , für den Gewalt eben doch immer wieder eine gute Lösung ist und der ein paar flapsige Sprüche auf Lager hat. Doch, wer auf solche Geschichten steht, sollte sich das Hörspiel auf jeden Fall anhören. Ein Action-Feuerwerk für die Ohren.

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