Videospielhelden (02) – Alone in the dark

Titel:   Videospielhelden (02) – Alone in the dark / Verlag:   Holysoft / Sprecher:   Sven Hasper, Karen Schulz Vobach, Klaus Dieter Klebsch, Lutz Riedel, Tobias Kluckert u.a.

Inhalt: Edward Carnby ist am Ende. Zu viele Abgründe, zu viele übernatürliche und übermächtige Gegner haben ihn zerstört. Seines Lebens überdrüssig, sieht er nur noch einen endgültigen Ausweg. Doch ein blonder Todesengel reißt ihn aus seiner Lethargie und mitten hinein in ein neues Rätsel. Schattenkreaturen, seltsame Phänomene und ein alter Freund führen ihn dorthin, wohin er nie wieder gehen wollte: „Allein in die Dunkelheit…!“


Auf diese Folge der Videospielhelden hatte ich mich ganz besonders gefreut. Denn hier kann ich wenigstens einmal behaupten zumindest den Film mal gesehen zu haben. Ich kann mich allerdings auch erinnern, dass er mich nicht gerade vom Hocker gehauen hat. Gleiches gilt leider auch für das Hörspiel, mit dem ich doch vor lauter Ungeduld am liebsten sofort angefangen hätte. Aber ich wollte ja der Reihe nach hören… Nun ja, den Hörspielmachern kann man hier keinen Vorwurf machen, sie haben die Geschichte ja nicht erdacht. Dabei fängt alles ganz vielversprechend an. Ein abgewrackter, versoffener Detektiv fürs Übersinnliche, namentlich Edward Carnby, der mir ebenso flott sympathisch wurde wie sein „Todesengel“ Ellen Burke, die Andeutungen um die grauenhaften Erlebnisse von Edward, eine geheime Regierungseinheit, dann die Szene mit dem „Unfall“ und die Wanderung durch den nächtlichen Wald…doch, das hat mir gefallen. Oldschool gruselig zwar, aber bei mir immer noch wirkungsvoller als irgendwelche Splatter.  Aber bei dem mysteriösen Stein, irgendwelchen Runen und geheimnisvollen Toren zwischen den Welten, ließ meine Begeisterung dann schlagartig nach. Ja, ja, der Film ist schon 5 Jahre alt, das Spiel noch älter, da waren solche Motive vermutlich wirklich noch etwas Neues…aber heute habe ich sowas einfach schon zu oft gesehen und gehört. Zudem erschien mir das Ende dann etwas arg abrupt. Was mir Far Cry zu lang war, das hätte ich mir an Alone in the dark“ noch gut hinten dran vorstellen können.

Ein gutes Achtel an Sprechern von dem, was in Far Cry zu Wort kommt. Da ist man beim Blick auf den Sprechercast doch kurz verblüfft. Aber nichtsdestotrotz wird auch hier mit namhaften Stimmen nicht gegeizt. Sven Hasper gibt einen guten und glaubhaften, etwas verkommenen und vor allem auch sehr menschlichen Helden ab. Todesengel Ellen Burke wird von Karen Schulz-Vobach gesprochen, die mir hier sehr gut gefallen hat, weil sie Ellen anfangs sehr selbstbewusst und auch etwas zwielichtig spricht, später aber auch als sag-ich-nicht entsprechend böse klingt. Lutz Riedel übernimmt den Part von Ellens verschollenem und sehr verändertem Ehemann und durch de Verfremdung seiner Stimme klingt er ausgesprochen unheimlich.

Musikalisch geht es längst nicht so bombastisch zu wie in „Far Cry“. „Alone in the dark“ setzt passenderweise eher auf ruhige, schleichende und elektronische Klänge, die der Atmosphäre sehr gut tun. Sie sind der maßgebliche Grund dafür, dass einige Szenen wirklich unheimlich wirken. In Sachen Geräusche wurde ebenso sorgfältig gearbeitet wie bei der Vorgängerfolge. Kaum eine Szene ohne Geräusche, das kann sich einwandfrei hören lassen.

Ich habe mich immer gefragt, was dieses Covermotiv darstellen soll. Nun denke ich, es gewährt einen Blick in Carnbys Inneres samt dem Parasiten, der dort haust und offenbar über messerscharfe Zähne verfügt. So sah auch das Cover des Filmes aus und daher ist es auch für das Hörspiel die beste Wahl.

Fazit:   Spiel und Film sind sicher Kult, daher gehe ich mal davon aus, dass Fans auch am Hörspiel ihren Spaß haben werden. Ich hatte ihn auch bis es eben mit etwas so abgenutztem wie magischen Steinen, Toren und Runen los ging. Da war der angenehme Grusel schnell flöten. Schade eigentlich

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