Conni, Billie und die Mädchenbande (Dagmar Hoßfeld / Ann-Cathrin Sudhoff)

Titel:   Conni, Billi und die Mädchenbande / Verlag:   Karussell / Laufzeit:   ca. 150 min. / 2 CDs / Buch:   Dagmar Hoßfeld / gelesen von:   Ann-Cathrin Sudhoff

Inhalt:   Freundschaft braucht manchmal Mut. Conni muss nämlich Billi helfen: Tanja aus der Parallelklasse benimmt sich einfach unmöglich. Sie tyrannisiert ihre Mitschüler – und plötzlich scheint es, als habe sie es besonders auf Billi abgesehen. Was kann Conni tun? Zum Glück gibt es ja noch Anna und Dina. Die Freundinnen können sich aufeinander verlassen. Und Phillip ist auch noch da. Der taucht offenbar immer dann auf, wenn Conni ihm am nötigsten braucht…


Es ist ja ein typisches Merkmal der Conni-Geschichten, dass sie trotz aller Unterhaltsamkeit auch immer ein Thema behandeln, dass für die jungen Hörer aktuell ist. In dieser Folge dreht sich alles um Mobbing in der Schule, was sicher auch viele der Kids kennen dürften, sei es dass sie selbst betroffen sind, sei es dass sie es in der Schule beobachten. Ich dachte nach der ersten CD noch, dass man die Geschichte unnötig gestreckt hat. Das hätte man eigentlich alles wesentlich zügiger abhandeln können. Im Nachhinein jetzt muss ich aber sagen, dass die Länge gerechtfertigt ist, denn so wirkt alles noch mal authentischer. Denn Mobbing beginnt ja meist mit harmlos scheinenden Vorkommnissen und steigert sich dann erst nach und nach, genau wie die Angst beim Opfer. Außerdem gibt es einem Gelegenheit, sich in Billi hinein zu fühlen, so dass man beim Hören genau spürt, wie traurig und verzweifelt sie ist.
Conni und ihre Freunde können natürlich nicht hinnehmen, dass ihre Freundin so sehr gequält wird und sie beschließen, Billi zu helfen. Nur wie? Eine der ersten Ideen ist natürlich, sich an die Lehrer und / oder die Eltern zu wenden, doch schnell wird klar, dass das ohne Beweise nichts bringen wird. Man spürt richtig den Zusammenhalt der Freunde und es macht Spass zu hören, wie sie sich bemühen Billi zu helfen. Da fiebert man richtig mit, ob ihr Plan gelingen wird. Mut, Freundschaft und Zusammenhalt sind also ein wichtiges Thema der Geschichte. So ganz nebenbei, aber immer mal wieder deutlich spürbar, dreht sich auch mal alles um Conni und Phillip, bei denen sich so etwas wie die erste Liebe anzuspinnen scheint. Sehr schön und niedlich umgesetzt übrigens.

Ann-Cathrin Sudhoff liest auch diese Conni-Geschichte und es macht einfach Spaß ihr zuzuhören. Sie klingt angemessen jung, liest super locker als würde sie einfach erzählen und verleiht Conni und ihren Freunden ohne zu Übertreiben unverkennbare Stimmen, bringt aber auch den arroganten und zickigen Ton von Tanja und ihrer Bande prima rüber. So kann ich mir gut vorstellen, dass Kinder an diesen Hörbüchern Gefallen finden werden, denn „Lesung“ kann man das im positiven Sinne nicht nennen.

Erneut sind in die Geschichte immer wieder zu den Szenen passende Geräusch zu hören, die das Geschehen noch anschaulicher machen. Außerdem verleiht es vielen Szenen so zusätzlich noch Atmosphäre und lockert das Gelesene noch etwas mehr auf.

Das Layout ist erneut schön bunt gehalten und das Covermotiv vermittelt mit der ängstlichen Billi, die sich hinter Conni versteckt, und den sichtlich gestylten Mädels von Tanjas Bande sofort einen Eindruck von der Handlung. .

Fazit:  Diese Folge nimmt sich eines wichtigen und ernsten Themas an. Dadurch dass die Freunde sich nicht sofort an Lehrer und Eltern wenden, sondern selbst etwas unternehmen wollen, bleibt die Handlung überwiegend bei den Kindern, was einem deutlich aufzeigt, wie diese sich in einer solchen Situation fühlen. Sehr erschreckend. Trotz geht es aber -typisch Conni- auch sehr unterhaltsam zu, so dass die rund 150 Minuten wie im Fluge vergehen.

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