Das wilde Pack (08) …im Schattenreich

Titel:   Das wilde Pack (08) …im Schattenreich / VerlagUSM Audio / Laufzeit:   ca. 64 min / Sprecher:   Thomas Linden, Alexandra Gehrmann, Jens-Peter Fiedler, Andy Muhlack, Thomas Küchler u.a

Inhalt:   Das Wilde Pack ist eine Bande von Tieren, die in verlassenen U-Bahnschächten und Höhlen unter der Stadt lebt. Angeführt vom Wolf Hamlet haben die Tiere nur ein Ziel: Endlich wieder in Freiheit zu leben. Dabei erlebt das Wilde Pack unglaubliche Abenteuer. Und schlägt den Menschen ein Schnippchen nach dem andere. Ein wilder Wolf stößt zum Wilden Pack. Hamlet ist überglücklich, endlich einen richtig wilden Wolf kennenzulernen. Aber der Neue hält sich nicht an die Regeln der Tiere und verspricht ihnen stattdessen ein sorgenfreies, süßes Leben, wenn sie nur seinen Vorstellungen folgen werden. Und dann fordert er Hamlet zu einem Kampf um die Anführerschaft des Wilden Packs heraus.


Man muss es dieser Serie lassen: sie hat nicht nur spannende und unterhaltsame Geschichten auf Lager, nein, jede Folge vermittelt auf eine gewisse Weise immer eine Moral. Eine Moral, die nicht mit erhobenem Zeigefinger daher kommt, sondern sorgfältig in die Geschichte verpackt ist und alleine durch die Handlung beim Hörer ankommt. In dieser Folge ist sie besonders deutlich und sehr wichtig. Hier wird nämlich klar aufgezeigt, wie wertvoll Freundschaft ist und dass man sie nicht einfach auf’s Spiel setzen sollte. Da kommt nämlich so ein neuer Wolf daher, schleicht sich beim Pack ein und blendet die Tiere mit seinen großspurigen Reden und reichhaltigem Futter, so dass die Tiere ihm kopflos folgen und die Freundschaft mit Hamlet riskieren. So wird gleichzeitig klar, dass man Fremden nicht einfach so folgen und machen sollte, was sie einem sagen. Und zuletzt steckt in der Geschichte auch noch, dass es wichtig ist, dass man weiß, wohin man gehört. Diese Erfahrung macht Hamlet in dieser Geschichte.

In dieser Folge hört man einige der Bekannten aus vorigen Folgen wieder. So sind Benjamin Werres als Zoodirektor Müller und Mechtild Teschemacher als dessen Tochter Constanze mit dabei. Benjamin Werres gibt noch immer einen angemessen gemeinen Müller ab und Mechtild Teschemacher verleiht der arroganten Constanze einen passenden Ton. Außerdem ist Andy Muhlack in der Rolle des Meister Bockert mit dabei. Der Biber klingt noch immer wie Marcel Reich-Ranicki, was mich immer wieder schmunzeln lässt.
Fenris, der Unruhestifter, wird von Thomas Linden gesprochen, also dem Erzähler! Bei dieser Reihe ist es ja nicht unüblich, auch mal einen Sprecher für zwei Charaktere einzusetzen. Da man Erzähler und Wolf aber gut unterscheiden kann, geht das soweit in Ordnung. Fenris hat eine sehr tiefe, grollende Stimme, die zu dem Wolf passt. Allerdings hört man ihm damit auch vom ersten Moment an, dass er kein netter Zeitgenosse ist.

In Sachen Musik und Geräuschen ist auch bei dieser Folge wieder alles richtig gemacht worden. Zur Handlung passende Melodien sind zu hören und die Geräusche machen das Geschehen zusätzlich anschaulich.

Das wilde Pack mit ängstlichen und verschüchterten Blicken vor einer kalten Wand mit dem Schatten eines großen, dunklen Wolfs. Da kommt die Bedrohung und die Angst der Tiere schon auf dem Cover gut rüber.
Fazit:   Eine wirklich sehr starke Geschichte. Spannend, unterhaltsam und außerdem voll wichtiger Botschaften. Die Serie gefällt mir immer besser.

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