Die drei ??? (138) – Die geheime Treppe

Titel:   Die drei ??? (138) – Die geheime Treppe / Verlag Europa / Laufzeit:   ca. 77  min / Sprecher:  Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck, Thorsten Sense, Holger Mahlich, Gerhard Olschewski u.a.

Inhalt:   Warum wurden der junge Wissenschaftler Davy Swann entführt? Und warum nannten ihn die vermummten Täter immer Phillippe? Justus, Peter und Bob nehmen die Spur auf. Diese führt in das  labyrinthische Gebäude der Universität mit geheimen Treppen und einer düsteren Bibliothek. Hier stßen die drei ??? auf ein merkwürdiges Buch und seltsame Verse. Natürlich knacken die drei erfolgreichen Detektive aus Rocky Beach das Rätsel. Doch dann fangen die Schwierigkeiten erst an…


Selten einen solch unspektakulären Titel bei dieser Serie gesehen: Die geheime Treppe…na, wenn das nicht für nervenzerfetzende Spannung bürgt. Spannung schon, aber von nervenzerfetzend kann nicht die Rede sein. Es ist eher wieder so eine Folge zum Entspannen. Eine Entführung, ein Geheimbund, ein Code den es zu entschlüsseln gilt und geheime Verstecke in der Universitätsbibliothek, eben Teile einer soliden Detektivgeschichte, aber keineswegs das große ???-Hörspielkino. Da ich aber schon immer ein Faible für Geschichten um Geheimbünde hatte, geht die Folge für mich schon in Ordnung. Vor allem die Szene am Ende in der Bibliothek, als die drei Detektive und Davy auf den geheimnisvollen Mann aus dem Löwenritter-Bund  treffen, hat mir sehr gut gefallen. Man kann sich diese seltsame Person gut vorstellen und die mysteriöse Atmosphäre, die sie beim Sprechen verbreitet, kommt gut rüber.
Das einzige, woran ich mich wohl nie bei dieser Serie gewöhnen werde und was auch hier wieder Fall ist, das ist die sonderbare Bereitschaft der Drei zu Einbrüchen. Wenn Peter sich mit seinen Dietrichen rühmt und Saubermann Justus mal so eben vorschlägt, irgendwo einzusteigen, dann frage ich mich immer, was da irgendwann mal schief gegangen ist. Letzten Ende hören ja auch Kinder diese Serie.

Sieben Sprecher, den Erzähler schon eingeschlossen. Das ist ungewöhnlich wenig, soll aber keine Kritik sein. Denn in dieser Hinsicht habe ich nichts zu beanstanden gefunden. Allenfalls, dass mir Thorsten Sense als Davy etwas zu alt klang für einen Studenten und dass Erzähler Thomas Fritsch merkwürdig dumpf klingt.  Ansonsten ist hier alles im grünen Bereich. Oliver Rohrbeck kann in dieser Folge wieder mehrmals den Klugschwätzer rauskehren, bei dem sich mir immer wieder alles sträubt, Burghardt Klaußner gibt einen angemessen geheimnisvollen Löwenritter ab und Holger Mahlich alias Inspektor Cotta ist ebenfalls wieder mit dabei.

Die Musikkulisse ist gut durchmischt. Mal gibt es moderne Stücke zu hören, dann wieder ältere, die für das nötige Flair sorgen, doch passt schon. Ich habe mich nur ein paar Mal gefragt, was ein chinesischer Gong mit der Story zu tun hat. Das ist für mich ein solch markantes Geräusch, dass ich da immer einen Bezug zur Handlung gesucht habe.

Eine Bibliothek, kann es ein Covermotiv geben, das mir mehr zusagen würde? Kaum. Schön altmodisch, verwinkelt, düster und mit dem Schatten einer Gestalt, das hat war. Ausnahmsweise wurden auch mal recht warme Farben gewählt, doch, sehr schön. Allerdings gilt auch hier: deutlich weniger „reißerisch“ als die meisten der anderen Motive dieser Reihe.

Fazit:   Nicht schlecht, aber auch keine Vorzeigefolge. Fans werden aber sowieso nicht dran vorbei gehen können. Für meinen Geschmack darf es bei der nächsten Folge mal wieder etwas mehr zur Sache gehen.

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