Die Morde des Émile Poiret (06) – Symphonie in Blut

Titel: Die Morde des Émile Poiret (06) – Symphonie in Blut / Verlag: Maritim / Laufzeit: ca. 60 min / Sprecher: Donald Arthur, Andreas von der Meden, Ole Pfennig, Manfred Erdmann, Claudia Burges u.a.

Inhalt:   Als der weltberühmte Illusionist Imagico bei der Premiere seines neuesten, spektakulären Zaubertricks ums Leben kommt, vermutet alle Welt einen tragischen Unfall dahinter. Doch für Émile Poiret ist der Magier kein Unbekannter und er ist sicher, dass Imagico niemals eine Nummer aufgeführt hätte, um sich dabei selbst in Lebensgefahr zu bringen. Poiret wittert eine entsetzliche Bluttat und macht sich daran, den mysteriösen Tod des Illusionisten aufzuklären. Doch ohne es zu ahnen, begibt auch er sich bei seinen Ermittlungen in allerhöchste Gefahr… denn ein Zauberer verrät niemals seine Tricks…


Was geht denn da mit dieser Serie vor? Bei der vorigen Folge eine Hypnose-Auflösung und diese Folge versucht nun erste Gehversuche im Bereich der Magie. Ich für meinen Teil hatte bislang am meisten geschätzt, dass die Serie bodenständige Kriminalfälle bot. Warum nun also Geschichten aus der Welt des vermeintlich Übersinnlichen? Dazu kommt noch, dass sich Symphonie in Blut zunächst mit etwas arg üppigen Vorreden aufhält. Bis Poiret seinen ersten Auftritt hat, dauert es schon eine ganze Weile. Und auch Poirets Auftritt, sein Besuch im Theater…im Verhältnis zu Poirets Ermittlungen und der Auflösung wird darauf viel zu lang und breit eingegangen. Die Auflösung -wenn man das denn so nennen kann, denn hier geht es sehr „magisch“ zu und als Hörer wird man gut an der Nase herum geführt- nimmt dagegen kaum mehr als 10 Minuten in Anspruch. Das Verhältnis stimmt hier also nicht und zudem finde ich, dass solche übersinnlichen Fälle der Serie einfach nicht stehen.

Ole Pfennig leiht dem Magier Imagico seine Stimme und er klingt dabei recht mysteriös. Für meinen Geschmack hätte es davon aber gerne noch etwas mehr sein dürfen, die Rolle gibt das allemal her, da Imagico als der größte Illusionist der Welt bezeichnet wird. Dagegen gibt Manfred Erdmann alias James Hamlin einen glaubhaften Manager ab. Gefreut hat mich auch das Wiederhören mit Andreas von der Meden, der als Otis mit von der Partie ist und einen herrlich vornehmen, aber auch amüsanten Butler und Chauffeur gibt.

Musikalisch geht es in dieser Folge schön abwechslungsreich zu. Anfangs hört man natürlich die französischen Klänge und während der Handlung sind Melodien zu hören, die sofort für Spannung sorgen. Aber während der Aufführung des Imagico ist auch recht imposante Musik zu hören, die die Dramatik der Szene verstärkt. Und während einer Erzählung des Imagico spielen auch orientalisch angehauchte Töne mit. Insgesamt eine schöne und passende Mischung.

Das Covermotiv präsentiert sich der Geschichte entsprechend düster und mysteriös mit vielen Lichtspielereien. Das passt gut zur Handlung und hebt sich deutlich vom schlichten Hintergrund ab, mir gefällt das so.

Fazit:   Wirklich schlecht fand ich die Folge nicht, aber es gibt eindeutig zu viel Gerede und entsprechend zu wenig Detektivgeschichte. Außerdem wäre es mir schon lieb, wenn man sich mit der Reihe künftig vom Bereich des Übersinnlichen fern halten würde. Das passt einfach nicht zu Poiret.

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