Dorian Hunter (10.2) – Der Folterknecht – Hexenhammer

Titel:   Dorian Hunter (10.2) – Der Folterknecht – Hexenhammer / Verlag:   Folgenreich / Laufzeit:   ca. 60 min  / Sprecher: Thomas Schmuckert, Claudia Urbschat-Mingues, Peter Matic, Robert Kotulla, Michael Prelle u.a.

Inhalt:   In seinem Tagebuch schildert der französische Baron Nicolas de Conde, wie er im Jahr 1484 den Teufel zu überlisten versuchte. De Condes Familie bezahlte den Betrug mit dem Leben. Hat der Baron damals wirklich das ewige Leben erhalten? Dorian Hunter ahnt, dass ihm nur ein einziger Mensch die Antwort verraten kann…


Kam der erste Teil der Doppelfolge eher bedächtig und ungewohnt ruhig daher, so legt der zweite Teil schon wieder eine Schippe an Tempo und auch Action nach. Weiterhin begleitet man Nicolas de Conte, erfährt von seinem Bemühen, den Dämonen auf der Welt Einhalt zu gebieten, aber es dauert gar nicht lange, dann kommt fast von alleine die Ahnung auf, dass das alles viel zu glatt läuft. Gerade weil de Conte ja selbst einen Pakt mit dem Teufel eingegangen ist. Das soll der Inquisition entgehen? Die Frage verursacht kribbelige Spannung. Sie wird auch im Verlauf der Geschichte ausgelöst und ab diesem Punkt laufen die beiden Handlungsstränge zusammen: der um de Conte und der um Dorian Hunter. Das Geschehen um Hunter stand ja im ersten Teile ehr im Hintergrund, in dieser Folge mausert es sich dagegen zu einem eigenen Handlungsstrang, der nicht nur eine Überraschung für den Hörer bereithält.

Ich habe mich sehr darüber gefreut, dass Olivaro hier eine größere Rolle spielt. Ich mag Stefan Krause markante Stimme sehr. Überraschend hell, fast schon melodisch und dennoch lauert in jeder Silbe auch etwas Böses oder eine Art Irrsinn. Diese Mischung sorgt dafür, dass mir Olivaro einfach nicht unsympathisch werden will.
Natürlich hat David Nathan als Nicolas de Conde auch hier einen großen Part, den er mit vornehmer, aber auch dunkler Stimme sehr gut rüberbringt.
Gefallen hat es mir, dass an einem Punkt nicht nur die Handlungsstränge zusammenlaufen, sondern auch die Stimmen von David Nathan und Thomas Schmuckert in einander verlaufen. Das klingt eigentümlich, ist aber sehr wirkungsvoll. Man horcht sofort auf, da es einfach einen ganz besonderen Klang hat. wirklich sehr gelungen.

Vom Musik-Trend der Reihe weicht auch diese Folge nicht ab. Düstere, wummernde Klänge, schleichende Melodien, gehetzte Parts…da ist alles mit dabei. Ich bin kein Fan von Soundtracks, weil ich finde, dass die meisten Melodien und Songs ohne die Szene dazu vor Augen oder wenigstens in den Ohren zu haben, aber einen Soundtrack von Dorian Hunter würde ich mir glatt zulegen. Ich mag diesen finsteren, teilweise schon bedrohlichen Sound einfach total.

Auch der zweite Teil der Doppelfolge hält einen Bonustrack bereit, in dem man die Fortsetzung des Interviews aus dem ersten Teil zu hören bekommt. Informativ, aber auch sehr unterhaltsam und somit absolut hörenswert.

Der Hintergrund mit dem düsteren Schloss ist auch beim zweiten Teil erhalten geblieben. Im Vordergrund scheint der berühmte „Hexenhammer“ quasi in Flammen stehen. Eine schöne Kombination, düster und bedrohlich.

Fazit:  Im zweiten Teil geht es schon wieder mehr zur Sache als beim Vorgänger. Bedrohlich, schaurig und sehr überraschend, eben typisch Dorian Hunter.

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