Harry Potter (05) – Der Orden des Phönix

Titel:   Harry Potter (05) –  und der Orden des Phönx / Verlag:   Der Hörverlag / Laufzeit:   ca. 2041 min. / 28 CDs / Buch:   Joanne K. Rowling / gelesen von:   Felix von Manteuffel

Inhalt: Lord Voldemort ist zurück und obwohl das Zaubereiministerium dies zu vertuschen versucht, leistet der Orden des Phönix ersten Widerstand. Doch Harry hat während seiner Sommerferien erst einmal ganz andere Probleme. Ron und Hermine melden sich nicht mehr bei ihm, dann muss er sich wegen unerlaubter Zauberei vor dem Zaubereiministerium verantworten, und immer wieder schmerzt seine alte Narbe, als wollte sich jemand in seine Gedanken schleichen.


Dies ist die erste Geschichte der Saga, die mich nicht von Anfang an sofort begeistert hat. Mit dem Anfang habe ich mich schon sehr schwer getan, was n erster Linie an Harry selber lag. Er ist jetzt inzwischen 15 Jahre alt und einfach nur ein echter Teenager. Launisch, stur, patzig, ungerecht ja, sogar aggressiv. Im Grunde ist es natürlich richtig, dass Joanne K. Rowling ihren „Helden“ nicht als Super-Teenie erdacht hat, der dieses Alter ohne Macken durchlebt. Trotzdem, irgendwie hatte ich das bei Harry nicht erwartet und konnte mich damit entsprechend auch nicht recht abfinden. Doch nicht nur Harry wird erwachsen, auch die Geschichte an sich ist nun endgültig aus den Kinderschuhe heraus und mausert sich zu einer düsteren, abwechslungsreichen und komplexen Geschichte. Es beeindruckt mich immer wieder, mit welcher Voraussicht Joanne K. Rowling die Story erdacht hat. Denn auch in diesen Teil werden scheinbare Nebensächlichkeiten aus den Vorgängern wieder aufgegriffen, mit neuen Aspekten verknüpft und plötzlich sind sie bedeutend. Genauso tauchen auch ganz neue Ideen auf und versprechen, im weiteren Verlauf spannender Teil der Saga zu werden. Außerdem beweist dieser Teil sehr eindrucksvoll, mit wie viel Phantasie die Autorin zu Werke gegangen ist. Man merkt es vielleicht schon: nachdem ich mich mit Harrys neuen Ecken und Kanten abgefunden und er sich auch etwas gebessert hatte, da war ich von der Geschichte direkt wieder begeistert. Insgesamt geht es in diesem Band sehr, sehr düster zu. Das Quartier des Ordens, Harrys Anhörung vor dem Ministerium, die Tatsache, dass Voldemort nun wirklich zurück ist, Dolores Umbridge und unzählige Details machen einem immer deutlicher, dass diese Reihe sicher noch mit vielen großen Überraschungen aufwarten wird, von denen die wenigstens wirklich gut sein werden. Dabei ist es eigentlich schwer vorstellbar, dass sich die Spannung noch weiter steigern wird, zumal gerade dieser Teil schon wirklich sehr, sehr spannend ist.

Felix von Manteuffel liest erneut wirklich ausgezeichnet und ich kann gar nicht oft genug sagen, dass ich es wirklich genieße ihm zuzuhören. Er findet einfach für alles genau das richtige Maß. Seit es das Tempo, die markanten Stimmen der Charaktere, die Atmosphäre…nie übertreibt er es in einer Hinsicht, da passt alles. Bei dieser Spielzeit von 2014 Minuten ist das wirklich eine reife Leistung.

Die 28 CDs stecken in einer weiteren schicken Box. Das Covermotiv mit der brennenden Feder passt prima zum Titel und mit dem vorherrschenden Goldton wirkt die Aufmachung ausgesprochen edel.

Fazit:  Nach dem etwas hakeligen Start wegen Harrys Teenie-Marotten, hat mich Der Orden des Phönix erneut begeistert. Man sollte aber eine gute Portion Ausdauer mitbringen, denn so sehr es mir auch gefallen hat, ich habe mehrere Male längere Hör-Pausen gemacht.

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