Jack Slaughter (10) – Werwolf im Schafspelz

Titel:   Jack Slaughter (10) – Werwolf im Schafspelz / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 65 min / Sprecher:  Simon Jäger, David Nathan, Arianne Borbach, Klaus – Dieter Klebsch, Tobias Kluckert, Tilo Schmitz u.a.

Inhalt:    Ein unheimliches Wesen wütet während des Vollmonds in Jacksonville. Auch ein Freund von Jack Slaughter wird verletzt. Chuck Novak verwandelt sich in ein Untier, das zu einer tödlichen Bedrohung wird. Wenn es Jack nicht gelingt, Chuck einzufangen, muss er ihn töten. Mit einer Handvoll Silberkugeln geht der Feind aller Dämonen auf die Jagd. Dabei stößt Jack allerdings auf ein Geheimnis, das selbst ihn mit abgrundtiefem Schrecken erfüllt.


Die Dämonenwelt hat in Jacksonville schon so manche scheußliche Kreatur ausgespuckt: Vampire, mordende Vögel, familienbewusste, aber bösartige Pflanzen…dieses Mal ist es ein Werwolf, der fehlte halt noch in der Sammlung. Und ausgerechnet Kims Karate-Bruder Chuck fällt dem Wesen zum Opfer, verwandelt sich und muss zu jedermanns Sicherheit angekettet werden. Das ruft natürlich Jack und Tony auf den Plan und schon geht eine neue wilde Jagd los. Und zwar in gewohnt turbulenter, planloser aber schlussendlich höchst effektiver Tradition. Interessanterweise taucht in dieser Folge auch noch ein alter Bekannter von Jack wieder auf und mischt ordentlich mit. Ich jedenfalls hatte nicht erwartet, von ihm noch einmal zu hören, daher hat es mich doppelt gefreut. Es bleibt jedenfalls auch mit dem Jubiläum der zehnten Folge dabei: Jack Slaughter hat zwar sicher keinen großartigen (oder gar keinen?) Tiefgang, dafür aber umso mehr Tempo, Witz und eine ganze Reihe dusseliger Sprüche. Und an schrägen Ideen mangelt es der Reihe unüberhörbar ebenfalls nicht. So kann das meinetwegen gerne weitergehen. Anders möchte ich die Serie gar nicht haben.

Bei den Sprechern habe ich ja immer so das Gefühl, dass sie mit viel Spaß und ohne große Rücksicht auf vorgegebene Texte durch die Geschichte toben.
Das ist auch bei dieser Folge nicht anders und es macht einfach Spaß, dabei zuzuhören. Immerhin sind hier durchweg Könner wie David Nathan, Simon Jäger, Ariane Borbach, Klaus-Dieter Klebsch und Tobias Kluckert am Werke und sie mal auf so ausgelassene Art zu hören, das ist schon etwas Besonderes.

Musikalisch bekommt man hauptsächlich die bereits aus der Reihe vertrauten Klänge zu hören, die aber wie gehabt sehr gut zur Geschichte passen. Einige wenige neue Stücke sind ebenfalls dabei und sie fügen sich gut in die schon sehr krude Story ein. Das muss man auch erst mal schaffen, zu solch einer Serie die passenden Musiken auf die Beine zu stellen.

Das Covermotiv kommt weniger bunt daher wie bei den Vorgängern und wirkt mit den beiden Wölfen samt ihren eindrucksvollen Reißzähnen vor dem Mond durchaus ein wenig schauerlich. Nur etwas arg mager wirken die beiden Nachtgeschöpfe schon. Im Inneren des Booklets finden sich dieses Mal gute Tipps für den Fall, dass man selbst mal von einem Werwolf attackiert wird.

Fazit:   Traditionen soll man wahren und daran hält sich auch Folge 10. Abgedreht, temporeich, witzig und sonderbarerweise trotzdem auch irgendwo spannend. Wer die ganzen ach-so-ernsthaften Geisterjäger, die sich sonst in den Hörspielregalen an einander reihen, mal ganz nach hinten in die letzte Ecke des Gedächtnisses verbannen kann, sollte sich die Reihe unbedingt mal ansehen.

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