Sherlock Holmes (48) – Der illustre Klient

Titel:   Sherlock Holmes (48) – Der illustre Klient / Verlag:    Maritim / Laufzeit:   ca. 68 min / Sprecher:   Christian Rode, Peter Groeger, Ole Pfennig, Arianne Borbach, Fritz von Hardenberg u.a

Inhalt:   Der österreichische Adlige Baron Gruner wird verdächtigt, aus Geldgier seine Frau getötet zu haben. Kurz nach ihrem Tod verlobt er sich in England mit der jungen, ebenfalls sehr reichen Lady Violet de Merville. Ein Klient, der unter allen Umständen geheim bleiben möchte, beauftragt Sherlock Holmes durch einen Mittelsmann, diese Hochzeit zu verhindern. Holmes übernimmt den Fall und bezahlt diese Entscheidung fast mit seinem Leben.


Da ich mich ja bei der vorigen Folge noch über die elend langen Unterhaltungen zwischen Holmes und Watson beklagt, hat mich Der illustre Klient doch positiv überrascht. Denn hier ist davon kaum etwas zu spüren. Ganz im Gegenteil ist hier mal so richtig etwas los. Der Fall klingt recht spannend, Holmes und Watson treten so richtig in Aktion -sonst ist es ja eher so, dass Holmes etwas unternimmt und Watson nur davon berichtet-, es wirken einige interessante Charaktere mit und dass Holmes selber Opfer eines Mordanschlags wird, das ist schon etwas Besonderes. Immerhin wirkt es sonst immer so, als sei er viel zu clever um je überwältigt zu werden. Das Ende hält dann noch eine kleine Überraschung über den wahrscheinlichen Auftraggeber bereit, die den Fall nachträglich sehr delikat wirken lässt. Schöner Kniff.

Dadurch, dass Holmes und Watson in dieser Folge viel unterwegs sind und verschiedene Leute antreffen, fällt auch die Sprecherliste etwas umfangreicher aus. Ganz besonders hat mir Arianne Borbach in der Rolle der Kitty Winter gefallen. Endlich mal ein Charakter, der sich nicht so gewählt und gepflegt ausdrückt, der redet wie ihm der Schnabel gewachsen ist und dabei wunderbar modern klingt. Der ominöse Baron wird von Ole Pfennig gesprochen, wird aber -wie ich finde- Watsons Schilderung was seine Stimme angeht, nicht unbedingt gerecht. Dafür klingt er wunderbar verschlagen.  Susanne Meikl leiht der angehenden Baronin die Stimme und vermittelt einem ein gutes Bild der Tochter aus bestem Hause.

Musikalisch gibt es wie üblich die typischen Klänge altmodischer Krimis zu hören, die jedes Mal wieder gut zur Geschichte passen. Eine Reihe gut eingesetzter Geräusche, die die Szenen veranschaulichen, runden das Gesamtbild hier ab.

Das Cover zeigt den Ausschnitt aus der Times, der von dem Anschlag auf Holmes berichtet. The Times. Warum musste die Schlagzeile dann auf Deutsch sein? Ich hätte es authentischer gefunden, wäre sie auf Englisch gewesen. Davon abgesehen zeigt das Cover damit aber einen Teil der Geschichte, der sicher für Aufmerksamkeit sorgen wird.

Fazit:   Mensch, in dieser Folge ist ja mal richtig etwas los. Klasse! So lobe ich mit Holmes-Geschichten.

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