Bibi Blocksberg (15) – Die Schwarzen Vier

Titel: Bibi Blocksberg (15) – Die Schwarzen Vier / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 37 min  / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Hallgerd Bruckhaus, Erwin Schastok, Natascha Rybakowski, Manfred Schuster u.a.

Inhalt:   In der Schule geschehen merkwürdige Dinge. Alle suchen ihre linken Schuhe, das Klassenbuch ist verschwunden und der Lehrer klebt an seinem Stuhl fest. Auch dem Herrn Direktor wird übel mitgespielt. Kein Wunder, dass Bibi Blocksberg, unsere kleine Hexe, verdächtigt wird, ihre Hände im Spiel zu haben. Das macht Bibi ganz schön böse. Sie beschließt, den Fall aufzuklären.


Die Schwarzen Vier ist für mich seit je her eine ganz spezielle Folge unter den Klassikern der Serie. Man kann hier schon beinahe von einem richtigen Kinder-Krimi mit der kleinen Hexe sprechen. In der Schule gehen seltsame Dinge vor sich und natürlich steht Bibi als erstes unter Verdacht. Doch diese schon sehr rabiaten Streiche gehen nicht auf ihr Konto, und das möchte sie auch beweisen. Und so macht sie sich auf die Suche nach den wahren Tätern. Dabei legt sie wahrlich kriminalistisches Talent an den Tag und ihr hexisches Talent hilft ihr obendrein. Es ist wirklich ganz spannend, Bibi bei ihren Nachforschungen zu begleiten. Selbstverständlich steckt hinter den Streichen keinesfalls nur Boshaftigkeit einiger Kinder, nein, man muss ja auch dem Grundsatz dieser Serie gerecht werden, indem man eine moralische oder sonst wie geartete Botschaft darin verpackt. Die lautet hier etwa so: auf solche Ideen kommen Kinder, wenn sie sich langweilen, also muss Langeweile vorgebeugt werden, jedoch nicht mit TV oder Ähnlichem. In der Folge wird ein Abenteuerspielplatz gebaut, alle sind Feuer und Flamme und schon ist von Langeweile und dummen Streichen keine Rede mehr. Dass der irgendwann mal fertig sein wird, das darf man sich dabei nicht vor Augen halten, denn dann wäre die Illusion dahin, dass sich ab sofort kein Kind mehr langweilen wird. So ein Spielplatz ist ja auch nicht dauernd und für alle interessant. Mir persönlich ist diese Moral auch etwas zu dick aufgetragen, das kann die Serie auf dezentere, charmantere Weise.

Die Stimmen der Schwarzen Vier gehören zu Stefanie Schastok (Kalle), Jessica Boer (Ute), Tatjana Buschenhagen (Cornelia) und Oliver Seligmann (Theo), Sprechern also, die man als Bibi – und / oder Benjamin-Fan aus zahlreichen anderen Folgen kennt und die somit sofort für eine vertraute Atmosphäre sorgen. Stefanie Schastok als Kalle zeigt mal wieder auf, dass es damals durchaus üblich war, Mädchen eine Jungenrolle sprechen zu lassen oder umgekehrt.

Diese Folge hält ein ganz besonderes Geräusch bereit: das quietschende „huiiiieeee“ von Bibis Sieben-Meilen-Stiefeln. Ein einfaches, aber effektives Geräusch, das viel Schwung und weite Sprünge deutlich macht. Ansonsten bewegt sich die Folge in Sachen Effekte und Musik auf dem gewohnten Niveau: gerade so viel wie nötig.

Bei dieser Folge gefällt mir kein Cover so richtig. Dem der Erstauflage muss man immerhin zu Gute halten, dass es mit diesen schwarzen Zipfelmützen-Gestalten in dem gemauerten Gang sogar ein klein wenig schauerlich wirkt. Bei dem Cover der zweiten Auflage möchte man meinen, es ginge nur um Bibis tolle Stiefel und auf dem aktuellen Cover wirken die Schwarzen Vier überaus harmlos, was ja nicht stimmt.

Fazit:   Bibi goes Krimi. Eine gelungene Folge, bei der mir lediglich die Moral etwas zu dick aufgetragen ist.

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