Bibi Blocksberg (17) – Der kleine Hexer

Titel: Bibi Blocksberg (17) – Der kleine Hexer / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 37 min  / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Hallgerd Bruckhaus, Oliver Rohrbeck, Rita Engelmann u.a.

Inhalt:   Es ist kaum zu glauben: Auf dem Rathausplatz sind 30.000 Tüten Kartoffelchips verstreut worden. Ein kleiner Junge auf einem fliegenden Besen soll das getan haben. Bibi ist ratlos, sie versteht die Welt nicht mehr. Jungen, die hexen können, gibt es eigentlich nicht. Oder sollte es vielleicht doch einen Hexer geben?


Manchmal habe ich den Eindruck als wäre Elfie Donnelly dann und wann auch mal einfach die Ideen für neue Geschichten ausgegangen. Denn dann und wann trifft man Folgen wie diese hier an: ganz nett, auch ganz lustig, aber inhaltlich von der Handlung her ziemlich schlicht und einfach gestrickt. Und dazu noch ein Charakter, von dem man später nie mehr etwas hören wird, Carlo eben. Die Erklärung, wie es zu diesem Ausnahmefall eines Hexers kommen konnte, ist ebenfalls mächtig fadenscheinig. Kindern kann man das eventuell so verkaufen, jeder etwas ältere Hörer wird recht fassungslos den Kopf schütteln. Aber da ist er nun mal, der Hexer namens Carlo, der nur Blödsinn im Kopf hat und beim Fußballspiel mogelt. Bibi jedenfalls ist von ihrem neuen Freund begeistert und ja, ihre gemeinsamen Unternehmungen sind schon ganz unterhaltsam. Mehr aber auch nicht. Allerdings -und das möchte ich in aller Deutlichkeit sagen- ist mir ein hexender Junge mit seltsamem Akzent allemal lieber als die aktuellen Junghexen. Da hätte ich definitiv lieber noch mal etwas von Carlo gehört.

Niemand Geringeres als Oliver Rohrbeck -Justus Jonas- leiht Carlo seine Stimme. Es klingt zwar ganz danach als habe er auch mächtig Spaß an dieser Rolle gehabt, allerdings hat man ihm einen schon sehr, sehr gewöhnungsbedürftigen und wenig glaubhaften italienischen Akzent verpasst. Anfangs ist da ja noch relativ lustig, auf Dauer aber nervt es schon ziemlich. Rita Engelmann gibt Carlos „Mamma“, eine Sprecherin also die auch heute noch oft zu hören ist, in solch namhaften Serien wie dem Gruselkabinett beispielsweise, oder in Anne auf Green Gables.

Seichte Geschichte, seichte Untermalung, es bleibt dabei. Ich habe bei aktuellen Hörspielen eigentlich so gar kein Ohr für die Musik, da höre ich irgendwie immer drüber weg und muss mich sehr bemühen, darauf zu achten. Aber seltsamerweise fällt mir bei Hörspielen von Bibi oder Benjamin dann doch auf, dass es in diesem Bereich hier mager aussieht. Scheinbar nehme ich die Musik also doch wahr. Wie tröstlich 😉

Was soll man zur Coverentwicklung in diesem Falle groß sagen? Da keine großartige Handlung gegeben ist -und man offenbar über die Jahre hinweg auch keine mehr darin gefunden hat- bekommt man in allen Auflagen eine der amüsantesten Szenen zu sehen. Bibi und Carlo, wie sie es Brathähnchen regnen lassen. Übrigens finde ich, dass Carlo auf dem heutigen Cover eine verblüffende Ähnlichkeit mit Flori hat, nur eben ohne Brille.

Fazit:   Ganz nett, kann man zwischendurch mal hören. Aber nicht gerade die Vorzeigefolge im Zehner-Bereich

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