Bibi Blocksberg (41) – Ohne Mami geht es nicht

Titel: Bibi Blocksberg (41) – Ohne Mami geht es nicht / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 32 min  / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Hallgerd Bruckhaus, Guido Weber, Gisela Fritsch, Barbara Ratthey, Ulli Herzog u.a.

Inhalt:   Das Schlimmste, was einer kleinen Hexe passieren kann, ist das „Absolute Hexverbot“. Und das hat Mutter Blocksberg verhängt – für 4 Wochen! Wenn dann die Mutter auch noch überraschend zum Hexentreffen fliegt, droht natürlich die totale Katastrophe. Wie sollen Bibi und Vater Blocksberg nur den Haushalt schaffen?


Ich mag diese Folge sehr, weil sie Vieles beinhaltet, was die Serie auszeichnet: Bibi hat sich einen Streich erlaubt und dafür absolutes Hexverbot kassiert, was natürlich eine Katastrophe ist. Hier sogar eine besonders große, da Barbara überraschend verreist und Mann und Tochter mit Schule und Haushalt alleine lässt. Die beiden meinen natürlich, das sei kein Problem und stürzen sich voller Enthusiasmus in die ungewohnte Situation…und ins Chaos. Es ist wirklich zum Totlachen wie sie da vor sich hin wurschteln. Tomatendosen werden mit der Bohrmaschine geöffnet und Bibis Hausaufgabensatz: „I have been at home!“ wird locker-flockig übersetzt mit: „Ich habe Bohnen zu Hause!“ Na denn! Sie merken aber doch recht schnell, dass es ohne Mami einfach nicht läuft. Also nix wie Hexverbot aufgehoben und ab zu Muttern geflogen, die in Rom das Jubiläum ihres Hexen-Abiturs feiert. Und das ausgerechnet am Muttertag…
Und der Muttertag ist an dieser Folge irgendwo ein Knackpunkt. Bernhard nennt ihn Barbaras „Ehrentag“ und es ist auch nicht in erster Linie dieser Tag weswegen sie zu Barbara nach Rom fliegen. Ich weiß ja nicht, ob Mütter ihr Mutterdasein mit allem Drum und Dran so unbedingt als Ehre empfinden. Und Bibi sagt in Rom: „Es ging einfach nicht ohne dich!“ Schön und gut, aber was ging denn nicht? Das Kochen, Waschen, Bügeln, Aufräumen und Bibis Hausaufgaben. Da ist nicht ein einziges „Mami fehlt mir.“ mal so einfach von Herzen zu hören. Welch ein Kompliment für Barbara, dass ihre Lieben sie aus Rom abholen, weil sie gemerkt haben, dass sie sie zuhause brauchen damit sie den Alltag managed.  Wenn das nicht von Liebe zeugt… Klar, es ist schon gut, das Kindern hier aufgezeigt wird, was die Mütter alles für sie machen. Aber ein wenig mehr die Mama einfach so lieb zu haben, hätte auch nicht geschadet.

Barbaras Abitur-Feier lässt die Sprecherliste dieser Folge sehr üppig ausfallen, aber es sind durchweg Stimmen zu hören, die man aus der Serie schon gut kennt. Barbara Ratthey ist dabei, Edith Teichmann, Edeltraud Elsner und auch Eva-Maria Werth. Da fühlt sie selbst diese Feier mit den vielen fremden Hexen gleich vertraut an. Ansonsten mischen natürlich auch Gisela Fritsch, Wilfried Herbst und Heinz Giese ordentlich mit. Und dann noch die Blocksberg-Sprecher, doch, die Truppe hier kann sie hören lassen und sorgt für wohlige Atmosphäre.

Eine solide Geräuschkulisse begleitet die Folge, so wie man das eben von den Kiosk-Serien Bibi und Benjamin kennt. Und wenn ich ganz ehrlich bin: als Fan möchte ich das auch gar nicht anders haben.

Für das Cover konnte es gar keine andere Szene geben als Bibi und Bernhard bei der Hausarbeit, das sind  einfach die genialsten Minuten der Folge. Hier ziehe ich übrigens das neuere Cover vor, einfach weil ich Bernhard beim Dosenöffnen mit der Bohrmaschine so genial finde.

Fazit:   Eine schöne und lustige Muttertags-Geschichte. Erfreulich unkitschig, statt dessen aber mit einer tollen Botschaft.

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