Das magische Baumhaus (40) – Piratenspuk am Mississippi (Mary Pope Osborne / Frank-Lorenz Engel)

Titel:   Das magische Baumhaus (40) – Piratenspuk am Mississippi / Verlag:   Jumbo Verlag / Laufzeit:   ca. 82  min. / Buch:   Mary Pope Osborne / gelesen von:   Frank-Lorenz Engel

Inhalt:   Das Baumhaus bringt Anne und Philipp nach New Orleans ins Jahr 1915. Die Geschwister haben den Auftrag, den jungen Louis Armstrong dazu zu bringen, sein musikalisches Talent weiter zu entwickeln. Doch die Stadt am Mississippi ist nicht nur die Metropole der Jazzmusik, sondern auch des Geisterglaubens. Als ein Gewitter ausbricht, treffen Anne, Philipp und Louis auf einem legendären Piraten-Geist: ein gruseliger Geistertanz beginnt.


Dies ist meine erste Folge vom Magischen Baumhaus. Bisher kannte ich nur den Titel und wusste außerdem, dass viele Kinder ziemlich verrückt nach den Geschichten von Mary Pope Osborne sind. Das kann ich nach dem Piratenspuk sogar verstehen. Denn mit dem Baumhaus, das Anne und Philipp in die Vergangenheit bringt, magischen Gegenständen und einer Spukshow ist die Geschichte schon sehr phantasievoll. Philipp und Anne sind zwei ganz normale Kinder (außer natürlich, dass sie solche Reisen unternehmen und Zauber wirken können), die ihr Abenteuer mit viel Spaß, Mut und Neugier angehen. Ich kann mir gut vorstellen, dass sowohl Jungs wie auch Mädchen sich leicht mit den beiden anfreunden und sie gerne bei ihren Erlebnissen begleiten.  Andererseits ist die Geschichte auch ausgesprochen lehrreich. New Orleans im Jahre 1915 wird schön anschaulich und interessant beschrieben, man erfährt wie die Kinder und Jugendlichen damals lebten, wie sie ihre Freizeit verbrachten und natürlich auch, welche Pflichten sie zu erfüllen und welche oft schweren Arbeiten sie zu erledigen hatten. Da kann man sogar als Erwachsener noch etwas lernen. Alles ist fein säuberlich in die Story eingearbeitet, die meisten wissenswerten Fakten werden erst gar nicht ausdrücklich erwähnt, sondern man erfährt von ihnen durch den Verlauf der Handlung. Geht es doch mal ausdrücklich informativ zu, dann übernimmt eines der Kinder den Part, indem es aus einem Buch vorliest. Es sind nie die erzählenden Passagen, die Wissen vermitteln, so dass es immer unterhaltsam bleibt und man nie den Eindruck hat, da werde den Kindern das Wissen mit dem großen Trichter eingeflößt.

Frank-Lorenz Engel habe ich bei diesem Hörbuch zum ersten Mal gehört und es hat mich sehr beeindruckt, mit welche Engagement er die Geschichte liest. Jeder Charakter bekommt von ihm seine ganz eigene Stimme, so dass man alle leicht unterscheiden kann. Spaßig ist vor allem seine Interpretation des Piratengeists, polternd und dröhnend. Aber auch sonst ist er hörbar mit Spaß und vor allem auch mit Herz bei der Sache, lacht und singt sogar (sehr gut übrigens). So ist das Hörbuch trotz seiner schon beachtlichen Länge von über 80 Minuten nie langweilig, trocken oder langatmig. Es ist nicht nur in der Geschichte immer etwas los, auch Frank-Lorenz Engel sorgt für Unterhaltung und Dynamik.

An Untermalung fehlt es zwar, aber gefehlt hat sie mir nicht. Die Geschichte ist auch so unterhaltsam und für die jeweils nötige Atmosphäre sorgt Frank-Lorenz Engel ganz ausgezeichnet. Aber es gibt eine sehr schöne, leicht und magisch klingende Titelmelodie, die man auch im letzten Kapitel noch einmal zu hören bekommt und die die Geschichte so prima einrahmt.

Das Cover zeigt die Szene mit dem Piratenspuk und fällt dabei kindgerecht schaurig, vor allem aber bunt und detailreich aus. Im Inneren des Booklets findet man noch weitere Zeichnungen von Philipp, Anne und dem jungen Lois Armstrong, die aber wie die Zeichnungen in den Büchern in schwarz-weiß gehalten sind. Schön gemacht, das sieht man sich gerne auch mal öfter an.

Fazit:  Ein spannendes und lustiges Abenteuer, in das sehr sorgfältig auch ganz viel Wissen verpackt ist. Hier können auch Erwachsene auf unterhaltsame Art noch etwas lernen. Dass Kinder von den Geschichten angetan sind, kann ich gut verstehen.

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