Point Whitmark (09) – Das Buch des Grauenjägers

Titel:   Point Whitmark (09) – Das Buch des Grauenjägers / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 60 min / Sprecher:  Sven Plate, Kim Hasper, Gerrit Schmidt-Foss, Christian Redl, Siggi Jacobs, Werner Cartano u.a.

Inhalt:   Etwas, das es eigentlich gar nicht geben darf, erwacht zu heimtückischem Leben. Niemand ist mehr sicher. Vor allem nicht der Gruselautor Sidney Ryder, dessen Gastlesung in einem Fiasko endet. Ryders Verfolger kennt jedes Versteck und jeden seiner Gedanken. Welche Rolle spielt der Vampir von Boston? In seinem riesigen Sarkophag lauert auf Jay, Tom und Derek eine alptraumhafte Maschinerie.


Ich bin ja eigentlich Point Whitmark – Fan durch und durch. Also muss es Gründe dafür geben, dass sich diese CD so gut wie nie in meinem Player dreht. Wobei ich die Grundidee gut finde: die Romanfigur eines Schriftstellers entwickelt ein reales Eigenleben. Das mag zwar nicht neu sein, aber daraus lässt sich schon etwas machen. Doch jedes Mal, wenn ich mir die Handlung der Folge vorstelle, dann wirkt sie einfach nur wirr. Die Handlung um Zip ist zwar als roter Faden vorhanden, aber rundherum gibt es solch absurde Eskapaden, dass man den Faden leicht verliert. Ein alternder Vampir-Schauspieler, der in einem echten Schloss lebt und über einen funktionierenden Folterkeller verfügt, die Gefangenschaft der Jungs in diesem Keller, dann das Getue um die Schnecken… Erstaunlicherweise ist die Geschichte aber trotz dieser „Abwege“ nicht übermäßig spannend, man ahnt doch recht schnell, wie der Hase läuft. Und was mich noch mit am meisten stört ist, dass der Grusel- bzw Mystery-Faktor hier so schrecklich kurz kommt. Von der vertrauten Atmosphäre der Reihe fehlt jede Spur. Wenn ich höre, welches Getue hier um die Schnecken gemacht wird, dann habe ich so den Verdacht, dass man mit dieser Folge mehr auf den Ekel-Faktor setzen wollte. Dafür würde eventuell auch die Szene im Folterkeller sprechen…wie dem auch sei, Wirkung erzeugt beides jedenfalls nicht. Schade,

Die drei Hauptsprecher sind wie üblich in guter Form und auch die übrigen Sprecher liefern durchweg ordentliche Arbeit ab. Und mit Gerlinde Dillge in der Rolle der verrückten Schneckenwerferin ist auch die für die Serie sehr typische Sprecherin dabei, bei der ich froh bin wenn ihre Szenen vorbei sind. Zur Rolle passt diese rauhe, kreischende Stimme zwar, aber sie tut doch auch in den Ohren weh.

Der Soundtrack bietet die übliche Kulisse einer Point Whitmark – Folge. Daher finde ich es auch schon sehr bedenklich, dass nicht mal mit der Musik eine gewisse mysteriöse Atmosphäre erzeugt wird. Sonst kann die Untermalung das nämlich durchaus, aber hier scheitert sie wohl an der chaotischen Geschichte.

Das Covermotiv reiht sich nahtlos in die Serie ein. Ich finde es allerdings ähnlich wirr wie die Handlung. Man kann bequem dreimal hingucken und entdeckt noch wieder etwas Neues darin.

Fazit:   Diese Folge tanzt aus der Reihe. Eine gute Idee, beim Drumherum hätte man aber hier und da gut sparen können. Dann hätte die Geschichte sicher einer klarere Struktur gehabt. So bleibt auch nach mehrmaligem Hören ein kruder Eindruck zurück.

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