Pumuckl (07) – Pumuckl und das Schlossgespenst / Pumuckl und die Katze (Ellis Kaut / Stefan Kaminski)

Titel:   Pumuckl (07) – Pumuckl und das Schlossgespenst / Pumuckl und die Katze / Verlag:   USM Audio / Laufzeit:   ca. 73 min / Buch:   Ellis Kaut / gelesen von:   Stefan Kaminski

Inhalt:   Meister Eder repariert eine Kommode für eine echte Gräfin, in deren Schloss es Schwerter und Ritterrüstungen gibt. Das will der Pumuckl mit eigenen Augen sehen – und schon spukt es in dem vornehmen Haus. Diener Jako glaubt an ein Schlossgespenst. Aber das kann der Pumuckl nicht auf sich sitzen lassen, denn nur Kobolde können so schön spuken.


Pumuckl und das Schlossgespenst hat eigentlich noch nie zu meinen Lieblingsgeschichten vom kleinen Kobold gehört. Hauptsächlich deshalb, weil es mir besser gefällt, wenn der größte Teil der Handlung in oder um die Werkstatt bzw Eders Wohnung spielt. Das trifft hier nun nicht zu, die Geschichte spielt sich hauptsächlich in der vornehmen, gräflichen Wohnung, wo der Kobold den Schlossgeist mimt. Trotzdem muss ich zugeben, dass Pumuckl und das Schlossgespenst durch diesen vornehmen Ort eine ganz besondere Atmosphäre hat, die einen -vor allem sicher auch Kinder- leicht ein wenig verzaubert.

Pumuckl und die Katze ist eine sehr heikle Geschichte für mich. Ich mag Pumuckl meistens schon, aber Tiere mag ich noch sehr viel mehr. Und deshalb kann ich es gar nicht haben, wenn ein Tier in einer Kobold-Geschichte mitspielt und von dem rothaarigen Teufelskerlchen traktiert wird. Da koche ich jedes Mal. Und so ist es auch hier als er auf das Tier schimpft, ihm nichts zum Fressen zugestehen und es verscheuchen will, sie am Schwanz zieht und sie letztlich sogar im Kohlenkasten vom Herd einsperrt. Und da ich gerade bei einer Kindergeschichte finde, dass den jungen Hörern vermittelt werden muss, dass man so etwas mit Tieren nicht macht, bin ich auch sehr froh über Eders Gardinenpredigt, die angemessen harsch ausfällt. Damit bekommt die Geschichte dann noch mal einen Dreh, dass ich sage, es lohnt sich sie anzuhören.

Stefan Kaminski stellt sein Talent hier wieder eindrucksvoll unter Beweis. Ganz besonders dann, wenn er den übermäßig vornehmen Diener Jakob spricht. Wenn man sich noch an die O-Ton-Hörspiele / Fernsehfolgen erinnert, dann hört man deutlich, wie nahe er an den Tonfall des damaligen Schauspielers herankommt. Und auch was Pumuckl selbst anbetrifft, bewundere ich es immer wieder, wie gut Stefan Kaminski dessen schräbbelige Stimme trifft.

Nach wie vor sind nur eine, aber dafür fröhliche und leichte Melodie zu hören, gar kein Vergleich mit dem Pumuckl-Lied. Mir gefällt das so aber sehr viel besser. Erstens passt es zu einer vorgelesenen Geschichte, die immer ein wenig ruhiger wirkt als ein Hörspiel, und zweitens erinnert es mich etwas an solche Hörbücher wie die Erzähl mir was…-Reihe. Auch dort wurden Geschichten vorgelesen und dann und wann von einfachen Melodien begleitet. Das hat einfach Charme.

Das Covermotiv zeigt wohl den Pumuckl in der Katzengeschichte wie er in der Werkstatt Unordnung anrichtet. Der altmodische Zeichenstil ist auf jeden Fall etwas Besonderes und gefällt mir immer wieder. Und ich kann mir auch gut vorstellen, dass die Hörbücher so eher die Aufmerksamkeit von Kindern oder Eltern auf sich zieht als mit diesen unsäglichen, sterilen Covers der aktuellen Hörspiel-Auflage.

Fazit Aus genannten Gründen nicht meine Favoriten der Pumuckl-Abenteuer. Für Kinder dürfte aber das Schlossgespenst mit den Ritterrüstungen und der Spukerei des Kobolds in der gräflichen Wohnung interessant und spannend sein. Bei der Katze kommen mehrere sehr gute Botschaften rüber, die ich wichtig finde und die man Kindern mitgeben sollte. Doch, für die Lütten völlig in Ordnung, das Hörbuch.

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