Pumuckl (08) – Pumuckl und der verdrehte Tag / Pumuckl auf heißer Spur (Ellis Kaut / Stefan Kaminski)

Titel:   Pumuckl (08) – Pumuckl und der verdrehte Tag / Pumuckl auf heißer Spur / Verlag:   USM Audio / Laufzeit:   ca. 62 min / Buch:   Ellis Kaut / gelesen von:   Stefan Kaminski

Inhalt:   Der Pumuckl ist es leid, nicht alles machen zu dürfen, was er will. Deshalb schlägt er Meister Eder einen Tausch vor. Der Schreinermeister kann nun den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen, während der Pumuckl sich mit der Werkstatt, dem Haushalt und den Kunden herumschlägt. Ob das eine gute Idee ist?


Eine muss man Pumuckl und der verdrehte Tag ja lassen, die Geschichte hat sich da einer Sache angenommen, die es zwischen Erwachsenen und Kindern immer geben wird: die Meinung, der andere habe es besser. Und daher finde ich es auch gut, dass Eder und Pumuckl so einen Rollentausch mal durchziehen, mit allem was dazu gehört, mit allem, was einem an einem Tag alles passieren kann und womit man dann fertig werden muss. Hier gefällt mir speziell die Szene als der Kobold unsichtbar mit dem Kunden diskutiert. Und auch wenn Pumuckl voller Mehlsuppe ist und Eder sich weigert ihn zu säubern, könnte ich mich jedes Mal tot lachen. Witzig ist die Folge auf jeden Fall. Allerdings übertreibt der Kobold es schon sehr mit seinem menschlich-erwachsenen Gehabe, so dass es oft geradezu albern ist und mit Albernheiten kann ich nicht gut. Trotzdem, eine schöne Folge, die wohl speziell Kinder aufmerksam machen wird, was die Erwachsenen alles so am Hals haben.

Pumuckl auf heißer Spur ist aber dennoch meine Lieblingsfolge auf dieser CD. Auch hier steckt eine für Kinder wichtige Moral dahinter: nämlich, dass man niemand Fremden in die Wohnung lassen soll. Aber noch viel besser ist der Teil mit der Jagd auf die Uhrendiebin. Der Kobold blüht da richtig auf als kleiner Detektiv und später, als sie bei der Frau im Haus sind und nach der richtigen Wohnung suchen, da wird es sogar ziemlich spannend, erst recht als die Frau völlig ahnungslos tut. Mir gefällt hier dieses Team-Work von Eder und Pumuckl sehr, so erlebt man die beiden nicht so oft, aber es lässt durchblicken, wie gut sie -trotz der häufigen Streitereien- eigentlich mit einander können.

Alleine schon den Pumuckl so zu sprechen, dass es nach dem Original klingt, stelle ich mir sehr schwierig vor. Aber in diesem ja wirklich markanten, krächzigen, kreischenden Ton dann auch noch so hochtrabend zu sprechen, wie es nach des Kobolds Ansicht die Menschen tun, das dürfte noch mal eine Herausforderung sein, die Stefan Kaminski aber spielend meistert. Besonders aufgefallen ist mir außerdem, dass er auch eine Frauenstimme, wie sie für die Uhrendiebin nötig ist, problemlos hinbekommt. Da könnte man bei manchem Satz wirklich denken, einer Sprecherin zuzuhören. Es ist immer wieder ein Erlebnis Stefan Kaminski zuzuhören.

Der schlichten, aber schönen Untermalung bleibt man auch beim achten Hörbuch treu und inzwischen sind die fröhlichen Melodien für mich schon fest mit diesen Lesungen verknüpft. Nachdem ich dieses Hörbuch abends vor dem Einschlafen gehört habe, kann ich sagen, dass mir diese Musik in dieser Situation noch mal besser gefallen hat. Einfach, weil sie sachter daher kommt als der normale Pumuckl-Song, bei dem man ja senkrecht im Bett steht, wenn er einen im Einschlafen erwischt. So gesehen dürften die Hörbücher auch für Kinder gut zum vor-dem-Schlafen-Hören geeignet sein, da sie nicht solchen Trubel verbreiten wie die Hörspiele.

Na, ob das Cover wohl den mit Mehlsuppe beschmierten und hellauf entsetzten Pumuckl zeigt? Das könnte glatt hinkommen, so wie er dreinschaut und mit den Flecken auf Hemd und Hose. Jedenfalls hat man da einen der amüsantesten Momente aus Der verdrehte Tag gewählt.

Fazit Die erste Geschichte ist ohne Zweifel lustig, mir aber teilweise doch zu überdreht. Dafür geht es in der zweiten Folge -für die Verhältnisse der Reihe- äußerst spannend zu, hier kann man schon fast von einer Detektiv-Geschichte mit Eder und dem Kobold sprechen, in der die beiden ein tolles Team abgeben.

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