Schrei der Angst (02) – Spuren aus Blut

Titel:   Schrei der Angst (02) – Spuren aus Blut / Verlag Marctroplis / Laufzeit:   ca. 67  min / Sprecher:   Ernst Meincke, Annette Gunkel, Martin Sabel, Martin May, Christian Rode, Detlef Bierstedt u.a.

Inhalt:   Die Polizistin Doris Debrochet ist erneut in den Fängen des perversen Feeders. Unter Drogen gesetzt verschleppt er sie in die menschenleere Taiga am russischen Polarmeer, um dort wieder mit dem Mästen seines Opfers zu beginnen. Ein Ritualmord in Quebec an einer dicken Frau, bringt Agent Michael del Canto auf eine heiße Fährte. Die Spur führt ihn ins verschneite St. Petersburg. Sein Partner wird Oberst Gregori Soboljew der dem russischen Sonderkommando der OMOH Truppen angehört. Oberst Soboljew ist schon seit langer Zeit einer Organisation auf der Spur, die für Organ -und Menschenhandel in seinem Visier sind. Bei einem gezielten Einsatz gegen die Organisation wird die junge Prostituierte Maria verhaftet, die wichtige Informationen besitzt. Unterdessen gelingt es Doris Debrochet ihren Peiniger zu überwältigen und zu töten. Doch sie ist jetzt in einer Wüste aus Eis gefangen und der Leichnam des Feeders ist verschwunden.


Da ist sie nun endlich, die zweite Folge der Serie Schrei der Angst. Und wie unschwer zu erkennen, haben sich die Fehse-Brüder die Kritik an der ersten Folge zu Herzen genommen und ihr Möglichstes daran gesetzt, die beanstandeten Punkte zu verbessern. Was ihnen auch rundum gelungen ist. Umfasste Folge 1 noch ganze zwei CDs, so kommt die zweite Folge auf nur einer CD daher, was der Geschichte jegliche Chance auf Längen und Zähigkeit nimmt. Im Gegenteil geht es hier sehr temporeich zu, groß zum Durchatmen kommt man als Hörer hier nicht, und das hat natürlich auch zur Folge, dass man der Story bis zum Ende hin gebannt folgt. Ihrem Hang zu Grausigen, Splattermäßigen bleibt die Serie auch mit der zweiten Folge weiterhin treu. Direkt am Anfang bekommt man eine Szene geboten, die sicher nichts für Leute mit schwachem Magen ist. Denen sei von Schrei der Angst also dringend abgeraten.
Und dann sei noch der Cliffhanger erwähnt, mit dem man nach Spuren aus Blut zurück gelassen wird. Hat man doch noch kurz zuvor mit Doris mitgefiebert, mit ihr gehofft und sie in Gedanken angefeuert, sich gegen den Feeder zu wehren…und dann das! Man darf also gespannt sein, wie sich die Geschichte um den Feeder weiter entwickelt.

Die Sprecherliste liest sich bei dieser Folge bemerkenswert prominent. Christian Rode hat Arndt Schmöle als Erzähler abgelöst und damit hat die Reihe nun einen Erzähler, dem es mit jedem Wort gelingt, für Spannung und Atmosphäre zu sorgen. Martin May übernimmt weiter den Part von Miguel del Canto und vermittelt ein klares Bild von dem recht verkommenen, aber cleveren und abgebrühten Polizisten. Annette Gunkel leiht Doris Debrochet ihre Stimme, die sich erneut in den Fängen des Feeders befindet. Dabei gelingt es ihr sehr gut, das Schwanken zwischen Verzweiflung und Selbstbewusstsein von Doris deutlich zu machen. Andreas Sparberg spricht Phillip Schwarz, den Feeder, und das mit so viel Kälte, dass es einen schaudern lässt.
Weitere Rollen übernehmen u.A. Karen Schulz-Vobach, Detlef Bierstedt, Thomas Nero Wolff und Martin Sabel.

Auch hinsichtlich der Untermalung hat man bei Spuren aus Blut noch mal eine ordentliche Schippe nachgelegt. Keine Szene ohne passende Musik- oder Geräuschkulisse, so dass sich ein dichter Klangteppich ergibt, der für einen annähernd filmreifen Soundtrack sorgt. Dabei ist es ganz gleich, ob nun die klirrend kalte Taiga, ein russisches Edelbordell oder die Zentrale der kanadischen Polizei veranschaulicht und mit Atmosphäre versorgt werden soll, die Untermalung ist passend und verfehlt ihre Wirkung nie.

Ich liebe es ja, wenn es bei einem Hörspiel auch etwas zum Anschauen gibt. Hier ist schon alleine die Szene auf dem Cover eine ausgiebige Betrachtung wert, so düster und kühl wie es wirkt. Doch auch das Innere des Booklets ist sehr ansprechend gestaltet. Alle Infos um das Hörspiel wie die Kapitelaufstellung und die Auflistung der an der Produktion beteiligten Personen sind in Bilder eingearbeitet, die Fotos von einem unaufgeräumten Polizeischreibtisch sein könnten oder einen Bezug zur Handlung in Russland haben. Fotos von den Aufnahmen sind an einer Pinwand untergebracht. Es macht einfach Spaß, sich hier durch zu blättern.

Fazit:    Mit Spuren aus Blut ist Marctropolis noch mal ein großer Schritt nach vorne gelungen. Spannend, rasant und nichts für zart besaitete Gemüter. Fans solcher Storys sollten die Reihe unbedingt antesten, es lohnt sich!

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