Team Undercover (05) – Der geraubte Stern

Titel: Team Undercover (05) – Der geraubte Stern / VerlagContendo / Laufzeit: ca. 63 min  / Sprecher:   Christoph Piasecki, Tatjana Auster, Tobias Diakow, Judy Winter, René Dawn-Claude, Sascha Rotermund u.a.

Inhalt:   Der bekannte Schlagerstar Sergio Fossi erhält seit einiger Zeit mysteriöse Drohbriefe. Als er in Rheinburg gastiert, wird seine Garderobe zuerstört und er bricht bewusstlos zusammen. Steckt ein erbitterter Konkurrent hinter all dem oder ist seine fanatische Stalkerin zu weit gegangen?  Als der Star zu allem Überfluss auch noch entführt wird, überschlagen sich die Ereignisse und die drei Freunde Freddy, Anne und Nick blicken bei ihren Nachforschungen hinter die gefährlichen Kulissen des Musikbusiness.


Bisher hatten die drei Freunde vom Team Undercover ja meist Fälle mit mysteriös-grusligem Einschlag zu lösen. Mit Der geraubte Stern gibt es nun die erste Folge zu hören, die wirklich eine reine Detektiv-Geschichte ist. Und sie beweist schnell, dass man sich auch auf diesem Terrain sehr gut auskennt. Der Fall um die Drohbriefe und Anschläge auf den beliebten Schlagersänger ist durchweg spannend, was vor allem auch daran liegt, dass man den wohl meist jugendlichen Hörer auch weiterhin keine Story vorsetzt, die man schon nach wenigen Minuten durchschaut. Stattdessen werden nach und nach immer neue Personen ins Spiel gebracht, die hinter der Sache stecken könnten, gelegentlich sind Details eingestreut, die eine Ahnung aufkommen lassen können und auch ein paar überraschende Wendungen sind gegeben. So bleibt man gespannt bei der Sache und rätselt mit den drei Freunden mit.
Ein besonderes Lob möchte ich dieser Folge für ihren Witz aussprechen. Ich habe lange bei keinem Hörspiel mehr so oft gelacht. Sergio Fossi, dieser überspannte, selbstverliebte Schlagerstar ist, vor allem wenn er sich aufregt, zum Wegschmeißen komisch. Und dann sind da ja noch Frau Herrmann von der Polizei und der Reporter Balduin Sanders…ich könnte den beiden Kampfhähnen ewig beim Streiten zuhören, es ist einfach zu schön. Und nicht zuletzt haben auch Nick, Anne und Freddy ein paar gute Sprüche auf Lager.

Ich denke, das größte Lob hinsichtlich der Sprecher muss einfach an Harry Heib gehen, der den Part von Sergio Fossi übernimmt. Nicht nur, dass er den Schlagerstar so affektiert und hysterisch spricht, dass sich einem zumindest anfangs wirklich alles sträubt, nein, er singt auch noch tatsächlich dieses grandiose Lied „Immer und ewig“. Also bitte, wenn das mal kein Einsatz ist.
Karen Schulz-Vobach leiht Fossis Managerin ihre Stimme und zeigt in dieser Rolle, dass sie sehr flexibel ist. Einerseits die schmeichelnde, gurrende Star-Bändigerin, andererseits aber auch die energische Managerin, die niemanden an Fossi heranlässt.
Claudia Urbschat-Mingues spricht Polizistin Hermann, der man die befehlsgewohnte und selbstbewusste Polizistin sofort abnimmt. Die bissige Kontrahentin von Reporter Sanders allerdings auch…

Auch in Sachen Untermalung gibt es nichts zu beanstanden. Die Musik ist gut gewählt, abwechslungsreich und unterstreicht die Spannung der Geschichte. Der „Schlager“ selbst ist in dieser Hinsicht natürlich quasi das Highlight: eigens für das Hörspiel produziert, mit einer sehr eingängigen Melodie und  einem vor Kitsch triefenden Text. Wirklich klasse. Und man muss sich auch nicht mit den paar Zeilen dieses Juwels zufrieden geben, die in der Geschichte gesungen werden, nein, der letzte Track gehört einzig und alleine dem kompletten Song.

Auf dem Cover wird dieses Mal der entführte Sergio Fossi unter die Lupe genommen, wie er da gefesselt und geknebelt in einem kahlen Raum sitzt. Die Lampen eines Spiegels, das Mikrofon und eine der Drohbriefe runden das Bild ab und so weiß man sofort, in welchem Bereich die drei Freunde dieses Mal ermitteln.

Fazit:   Der geraubte Stern hat mir sehr gut gefallen. Die Geschichte ist stimmig und spannend, hat einiges an Witz zu bieten und mit diesem „eigenen“ Lied ist auf jeden Fall etwas sehr Besonderes gelungen.

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