Gabriel Burns (34) – Ich weiß, was Angst ist

Titel:   Gabriel Burns (34) – Ich weiß, was Angst ist / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 64 min / Sprecher:   Ernst Meincke, Björn Schalla, Bianca Krahl, Silke Super, Bernd Vollbrecht, Stefan Müller-Ruppert u.a.

Inhalt:   In den hölzernen Götzen-Schreinen am Ufer loderten kleine Feuer. Menschen drängten sich um eine Schar barfüßiger Priester. Ein Rauschen, wie die Schwingen eines großen Raubvogels, fiel über das Dorf. Er hatte sie gefunden.
Der Legende nach befand sich in Jangal Mandir der Zugang zur Unsterblichkeit. Hier verschwand der Strom der Seelen.
Von Schlingpflanzen halb bedeckt zeigten die Enden der Steinpritschen raubtierhafte Fratzen. Die Metallröhre mit dem Stein von Akhilesh hing an einem Ledergurt über Bakermans Schulter. Seine Hand ruhte auf dem Verschluss. Hinter den Fensternischen formten sich weitere Mönche aus dem Nassgrau der fahlen Nacht.


Im Großen und Ganzen kann ich mich über diese Folge nicht beklagen. Die Suche nach den Fahlen Orten geht weiter, dieses Mal in Indien. Die Atmosphäre der indischen Stadt mit ihrer Lebensart und all ihrem Elend wird gut an den Hörer gebracht und sorgt sofort für eine recht düstere Grundstimmung wie sie zu einer Folge Gabriel Burns passt. Man sieht sofort die Bilder vor sich und empfindet mit den Charakteren mit. Die Suche an sich, die Expedition in den indischen Urwald, ist spannend und auch actionreich, eine Kombination, die hier sehr gelungen ist. Gleichzeitig geht es dabei aber auch recht amüsant zu und insbesondere über Larrys Bemerkungen und Joyce‘ Entgegnungen und ihre trockene Art habe ich schon manches Mal grinsen müssen. Alles in Allem also eine unterhaltsame und interessante Geschichte.
Man muss aber auch ganz klar sagen, dass diese Folge nichts von dem bereit hält, was mittlerweile sogar eingefleischte Fans der Serie wünschen. Antworten und Erklärungen nämlich. Man greift lediglich schon vertraute Motive wie die Fiebrigen Tränen und die Grauen Engel neu auf und verknüpfte sie mit der Suche nach dem Fahlen Ort in Indien. So geht es zwar mit der Handlung an sich voran, doch neue Erkenntnisse bleiben aus.
Und auch Steven Burns Auftritt nach der Abwesenheit über mehrere Folgen hinweg, ist kein solches Highlight, wie man es vielleicht erwartet hat. Nicht uninteressant, nein, aber die Szenen mit ihm fallen einfach zu kurz aus und der Zusammenhang zur übrigen Handlung wirkt nicht sonderlich griffig.
Womöglich kann Folge 35 da noch einiges rausreißen, denn wie man sehr kurzfristig vor VÖ von Folge 34 erfuhr, bilden die beiden Folgen eine Doppelfolge. Man darf also gespannt sein, auch weil Ich weiß, was Angst ist einen mit einem gemeinen Cliffhanger zurücklässt.

Hinsichtlich der Sprecher konnte man der Serie 33 Folgen lang nichts vorwerfen und das bleibt auch bei Ich weiß, was Angst ist so. Ernst Meincke, Bianca Krahl und Björn Schalla sind unüberhörbar eine eingespielte Truppe, die hier noch durch Andreas Ksienzky als Schmidt und Mario von Jeschroff in der Rolle des Cardieux erweitert wird. Besonders beeindruckend  finde ich Andreas Ksienzky Leistung, wenn er Schmidt während seiner Anfälle spricht. Aber auch die kleineren Rollen sind mit passenden Sprechern besetzt, die eine sehr ordentliche Leistung abliefern.

Musikalisch geht es in dieser Folge weniger gewaltig und imposant zu als man das sonst von der Reihe kennt. Ruhige, eindringliche Musiken sind zu hören, die gut für die bedrohliche Atmosphäre sorgen, aber auch zahlreiche indische Klänge kommen einem zu Ohren. Das trägt natürlich obendrein noch dazu bei, dass man sich sofort in die indische Stadt und das Hinterland versetzt fühlt.

Mit diesem fremdartigen Gesicht mit den undurchdringlichen Augen und dem leuchtenden Bindi hat man der Folge ein gleichermaßen passendes wie auch finsteres Covermotiv gegönnt.

Fazit:    Wie schon gesagt: keine schlechte Folge, mich hat sie gut unterhalten und Burns-Fans werden hier sicher sowieso zugreifen. Aber es ist keine Geschichte, die diese doch sehr lange Pause zwischen der 33 und der 34 rechtfertigt. Denn in dieser langen Pause haben sich unweigerlich Erwartungen an die Folge 34  gebildet, gerade was mögliche erste Erklärungen angeht, und die erfüllt Ich weiß, was Angst ist nicht.

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