Peter Brown (23) – Das Zeichen des zerbrochenen Säbels

Titel:   Peter Brown (23) – Das Zeichen des zerbrochenen Säbels / Verlag:   Maritim / Laufzeit:   ca. 61 min / Sprecher:   Volker Brandt, Udo Schenk, Viola Sauer, Stefan Staudinger, Wolfgang Condrus u.a.

Inhalt:   Pater Brown stellt sich der größten Herausforderung seines Lebens – denn diesmal soll er einen Mord aufklären, der vor vielen Jahrzehnten in einem weit entfernten Land begangen wurde. Es gibt keine lebenden Zeugen mehr und auch keine verwertbaren Spuren der Bluttat. Alles, worauf sich Pater Brown in diesem Fall stützen kann, ist sein eigener Scharfsinn und ebenso spärliche wie widersprüchliche Schriftdokumente. Schon bald stellt sich dem Geistlichen die alles entscheidende Rätselfrage: „Wo versteckt ein weiser Mann ein Blatt?“
Die Antwort darauf – und damit auf das entsetzlichste Verbrechen, mit dem Pater Brown jemals konfrontiert wurde – liefert ihm das Zeichen des zerbrochenen Säbels…


Folge 23 und dennoch meine erste Begegnung mit Pater Brown. Nun bin ich nur in Maßen ein Fan von solch klassischen Detektiv- bzw Krimi-Serien, aber gerade bei Maritim hat man mich schon manches Mal positiv damit überrascht. Entsprechend neugierig war ich also auch auf Pater Brown.
Das Hörspiel ließ sich auch durchaus interessant an und der Fall, den Pater Brown hier aufzuklären hat, ist schon etwas Besonderes. Immerhin liegt der Mord Jahrzehnte zurück und wurde außerdem in einem fremden Land verübt. Nur leider flacht die Handlung nach diesem vielversprechenden Beginn deutlich ab. Von Detektivarbeit kann hier gar nicht die Rede sein, das hat mich wohl am meisten gestört. Pater Brown wälzt Zeitungen und Tagebücher und setzt sich anschließend mit seinem Freund Mortimer zusammen um mit ihm ein befruchtendes Gespräch zu führen, bei dem er Mortimer seine Erkenntnisse mitteilt und ihn bittet, seine Ansichten dazu kund zu tun. So soll dieses Gespräch letztlich zur Lösung führen. Das bedeutet in diesem Falle lange Monologe des Paters, die allerlei Binsenweisheiten bereit halten, und die auch von den einzelnen Rückblenden nicht aufgelockert werden. Klar, zur Auflösung führt dieser Dialog selbstverständlich, man muss eben nur durchhalten bis zum Ende.
Wie gesagt, es ist meine erste Folge der Reihe, und vielleicht ist ein solcher Verlauf typisch für die Serie (falls ja, ist sie gelungen!), vorstellen kann ich es mir aber nicht. Daher werde ich noch die eine oder andere Folge anhören.

Eine kleine, aber erfreuliche Sprecherriege, die man bei diesem Hörspiel antrifft. Mit Volker Brandt, Eberhardt Prüter, Wolfgang Condrus, Viola Sauer, Udo Schenk und Co. ist in dieser Hinsicht nun wirklich nichts zu befürchte. Sie alle liefern eine einwandfreie Leistung ab und ginge man alleine danach, wäre dieses Hörspiel ein Ohrenschmaus.

Auch musikalisch und hinsichtlich der Geräuschkulisse kann man Pater Brown keine Vorwürfe machen. Schöne, altmodisch anmutende Melodien, die das Flair von Geschichten aus dieser Zeit hervorrufen und die Handlung passig begleiten.

Das Cover zeigt eine Sequenz aus dem Film Er kann’s nicht lassen mit Heinz Rühmann aus dem Jahre 1962. Mit der Statue passt das Motiv gut zur Handlung, nur das schelmische Augenzwinkern, das für mich in diesem Bild steckt, hat mir in der Geschichte gefehlt.


Fazit:   Anfangs interessant, später dann aber einfach nur träge und zäh. Wohl nicht die beste Folge um in diese Serie hinein zu schnuppern. Für Fans mag sie in Ordnung gehen.

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