Biss zum Morgengrauen – ungekürzt – (Stephenie Meyer / Annina Braunmiller)

Titel:   Biss zum Morgengrauen / Verlag:   Silberfisch / Laufzeit:   ca. 812 min / 11 CDs / Buch:   Stephenie Meyer / gelesen von:   Annina Braunmiller

Inhalt:   Und dann stand er wieder vor mir, einen knappen Meter entfernt, regungslos wie eine Statue. „Als ob du dich gegen mich wehren könntest“, sagte er sanft. Ich saß da und rührte mich nicht – noch nie hatte ich eine solche Angst vor ihm gehabt, noch nie hatte er mich so weit hinter seine sorgsam gepflegte Fassade blicken lassen. Niemals war er mir weniger menschlich erschienen – oder schöner. Kreidebleich und mit weit aufgerissenen Augen saß ich vor ihm, wie eine Maus vor einer Schlange, fixiert vom Blick ihres Jägers.


Es ist nicht leicht so lange nach Erscheinen des Buches nun eine Besprechung zu schreiben. Denn mittlerweile ist -nach der anfänglichen Begeisterung- auch oft Kritik geübt worden. Kritik, die ich sogar verstehen kann. Meinen ersten Eindruck von damals macht sie jedoch nicht zunichte, und von diesem Eindruck möchte ich hier ausgehen.
Mich hat die Geschichte auf Anhieb begeistert. Ich bin tagelang halb träumend und im Kopf immer bei Bella und Edward durch die Gegend gelaufen. Mit der schüchternen, etwas tollpatschigen Bella habe ich mich sofort angefreundet und so, wie sie Edward vom Aussehen und Verhalten her beschreibt, ist er ganz schlicht und einfach zum Verlieben, da konnte ich Bella gut verstehen. Doch so schnell geht es bei den beiden dann ja doch nicht und genau das hat einen zusätzlichen Reiz ausgemacht. Bella verliebt sich ja recht schnell in Edward, doch er macht es ihr nicht gerade leicht. Mal ist er spröde und abweisend, dann scheint er sich doch anzunähern. Damit treibt er wiederum Bella fast in den Wahnsinn, so dass sie nun ihrerseits am liebsten nichts mehr von ihm wissen wollen würde. Dieses Hin und Her erzeugt eine angenehm kribbelnde Spannung, so dass man von der Geschichte einfach nicht los kommt. Klar, die Geschichte ist ohne jeden Zweifel hoch romantisch mit deutlichem Hang zum Kitsch -besonders wenn Bella zum xten Mal Edwards Schönheit beschreibt, oder bei Szenen, in denen sie sich endlich näher kommen- aber was soll’s? Wieso sollte man so etwas nicht auch ab und zu mal genießen dürfen?
Nun zur Kritik, die schnell aufkam, denn wie gesagt finde ich, dass das stimmt. Also soll sie hier auch ihren Platz bekommen. Viele Leute stoßen sich daran, dass Bella sich alles von Edward gefallen lässt. Er weist sie ab, dann sucht er ihre Nähe, er schreit sie an, er wird auch schon mal grob und Bella findet nichts dabei. Sie wertet es noch als männlich und bewundernswert. Für Edward würde sie alles tun, sogar sterben. Edward ist ihr angebeteter Held.
Logisch, das würde sich in der Realität kein Mädel gefallen lassen oder mitmachen, das alle fünf Sinne beieinander hat. Man kann mich gerne oberflächlich nennen, aber mir ist das beim Lesen und / oder Hören so gar nicht bewusst geworden. Für mich ist Biss zum Morgengrauen einfach eine bezaubernde, wunderschöne Lovestory mit übersinnlichem Einschlag, die ich in vollen Zügen genossen habe. Deswegen hat sich meine Einstellung den Herren der Schöpfung aber nicht geändert. Und soweit sollte man Realität und Fiktion schon unterscheiden können. Somit finde ich Bellas Verhalten gar nicht so dramatisch..

Die Fans hatten es sich wohl schon immer gewünscht und mit diesem Hörbuch ist der Wunsch schließlich in Erfüllung gegangen: Biss zum Morgengrauen in ungekürzter Fassung und eingelesen von Annina Braunmiller, die im Film der Bella ihre Stimme lieh. Da die Geschichte ja in der Ich-Form aus Sicht von Bella erzählt wird, passt das natürlich nur umso besser. Annina Braunmiller bleibt dabei schon sehr nahe an der Sprechweise, die sie Bella im Film gab, in manchen Szenen spricht sie sie aber auch schon mal etwas selbstbewusster, was mir gut gefallen hat.
Nun ist es aber auf der anderen Seite auch so, dass Annina Braunmiller bei diesem Hörbuch ja nicht nur Bella ihre Stimme leiht. Sie muss auch für Edward, Bellas Vater, ihre Schulkollegen, Jacob oder oder oder die passende Stimme, den passenden Ton finden. Und auch das gelingt ihr wirklich sehr gut. Edwards Stimme fällt sehr samtig aus, die von Bellas Vater dagegen wieder ausgesprochen burschikos, da gibt es nichts zu meckern. Man kann die Charaktere gut unterscheiden ohne dass Annina Braunmiller sich dafür stimmlich groß verrenkt.

Die elf CDs ziehen in einer schönen Box ins Regal ein, deren Front das beliebte Motiv mit dem Apfel und den Händen zeigt. Der Box liegt ein zweiseitiges Booklet bei, das ein paar Informationen zu Stephenie Meyer und Annina Braunmiller enthält. Viel ist das nicht und ich hätte mir zumindest noch eine Track-Übersicht gewünscht.

Fazit:    So muss ein Biss zum… – Hörbuch klingen und deshalb sollten Fans hier auch unbedingt zugreifen.. Bei diesem Hörbuch kommt echtes Twilight-Feeling auf. Klasse! Bleibt zu hoffen, dass auch Teil 2 bis 4 in dieser Version erscheinen werden.

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