Die drei ??? (117) – Der finstere Rivale

Titel:   Die drei ??? (117) – Der finstere Rivale / Verlag Europa / Laufzeit:   ca. 72 min / Sprecher:  Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck, Daniel Brühl, Wolfgang Draeger, Detlef Bierstedt u.a.

Inhalt:   Mitten in der Nacht wird von einem Unbekannten ein geheimnisvoller Koffer über den Zaun des Schrottplatzes geworfen. Justus, Peter und Bob trauen ihren Augen kaum, als sie feststellen, was das Fundstück enthält. Wer hat den Koffer über den Zaun geworfen? Und warum? Die drei ??? stürzen sich in die Ermittlungen. Doch erst als auf dem Schrottplatz ein Feuer ausbricht, realisieren die Detektive, dass sie in großer Gefahr schweben.


So im Großen und Ganzen ist diese Folge gar nicht mal so übel. Sehr bodenständig, fast sogar etwas zu bodenständig mit „nur“ einem mit Geld gefüllten Koffer, einer Gangsterbande, Brandstiftung…Junge, so oldschool ging es ja schon lange nicht mehr zu bei den Detektiven aus Rocky Beach, das staubt ja schon regelrecht. Schlecht ist das aber nicht, denn es wird schnell klar, dass auch solch „altmodische“ Geschichten durchaus spannend sein können. Leicht zu durchschauen ist das Rätsel dieses Mal jedenfalls nicht, zumal sich immer wieder neue Wendungen ergeben. Was mir jedoch gefehlt hat, das ist die Ermittlungsarbeit der drei Fragezeichen. Sonst zieht sie sich vom Anfang bis zum Ende wie ein roter Faden durch die Geschichten. Das ist bei dieser Folge nicht der Fall, sie wirkt teilweise „zerrissen“, insbesondere bei diesem Hin und Her zwischen den drei Jungs und Skinny Norris wegen des Koffers. Sonst sind die drei doch immer so überlegen, aber in dieser Geschichte ist davon teilweise ehrlich wenig zu merken.
Die Dialoge sind hier auch nicht das Gelbe vom Ei. „…hat der Dicke es voll geblickt…“, „Hurensohn“, „Arschloch“… Ich habe beileibe nichts gegen solche Ausdrucksweise und ich finde es auch eigentlich nicht verwerflich, wenn in einem Kinder- / Jugend-Hörspiel mal geflucht wird. Aber zu den drei Fragezeichen passt das schlicht und ergreifend nicht.

Auf Seiten der Sprecher gibt es nichts zu bemängeln. Bei Namen wie Andreas von der Meden, Holger Mahlich, Douglas Welbat, Bernd Stephan und Jürgen Thormann verwundert einen das aber auch nicht sonderlich. Besonders das Wiederhören mit Andreas von der Meden als Skinny Norris habe ich mich sehr gefreut. Die ziemlich dösigen Dialoge bleiben aber eine Tatsache, da helfen auch solch prominente Sprecher nicht.

Bei der Untermalung konnte man sich scheinbar nicht so recht entscheiden. So bekommt man zum Teil wirklich schöne, ältere Musiken zu hören, die typischen ???-Flair aufkommen lassen, zum anderen Teil sind aber auch neue, seelenlose Stücke mit dabei. Irgendeines der Fan-Lager wird daran also sicher etwas auszusetzen haben.

Das Cover passt zu Titel, ich mag solche Scherenschnitt-Bilder. Das Schwarz vor dem sonst meist kräftige gefärbten Rest der Motivs hat schon was. Im Ganzen wirkt das Motiv wie aus einem Gangster-Film so mit den Autoreifen und dem Wrack im Hintergrund. Passt also auch zur Handlung.

Fazit:    Eine leidlich spannende, aber absolut schmucklose Folge, die meinen Geschmack nicht getroffen hat.

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