Die drei ??? (118) – Das düstere Vermächtnis

Titel:   Die drei ??? (118) – Das düstere Vermächtnis / Verlag Europa / Laufzeit:   ca. 72 min / Sprecher:  Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck, Daniel Brühl, Wolfgang Draeger, Detlef Bierstedt u.a.

Inhalt:   Unheimliche und gefährliche Dinge geschehen bei der Theatergruppe REALITY 5, seit der verstorbene Drehbuchautor Scott Carrera der Truppe sein letztes Werk – „Das düstere Vermächtnis“ – zur Uraufführung hinterlassen hat. Der Spürsinn der Drei ??? ist geweckt. Welche Rolle spielt das Rätsel der Königin von Saba, das Carrera in seinem Theaterstück verarbeitet hat? Und was hat ein Steinzeitmensch im Wohnwagen verloren? Eigentlich wollten Peter und Bob nur ein Schulpraktikum bei REALITY 5 machen, aber ein Blick hinter die Kulissen beschert den drei Detektiven unversehens einen neuen Fall…


Die drei Detektive können einfach nirgends hingehen oder irgend etwas machen ohne dass ihnen dabei direkt ein neuer Fall vor die Füße fällt. So auch in dieser Folge. Peter und Bob wollen ein Schulpraktikum bei einer Theatergruppe machen und kaum sind sie dort, gehen auch schon die seltsamsten Dinge vor sich. Justus sitzt derweil mit einem gebrochenen Bein in der Zentrale, was ihn aber nicht hindert, den Fall sofort zu übernehmen. Jedenfalls kann ich an der Story an sich nichts Schlechtes finden. Mit einem Einbrecher, einem unheimlichen Haus, verschwundenen Manuskripten, einem Brand und einem Rätsel sind hier eigentlich viele Aspekte vertreten, die eine ordentliche Folge versprechen. Und es geht auch durchaus spannend zu und lädt auch zum Miträtseln ein, wer hinter den Diebstählen und dem Brand und alldem stecken kann. Ungünstig ist nur, dass einem alles Mitknobeln nichts nutzt, denn damit kann man hier nicht zur Lösung gelangen. Und so bleibt es schließlich doch wieder Justus überlassen einem die Auflösung zu servieren. Übrigens so richtig schön in Szene gesetzt: samt Gipsbein auf einer Theaterbühne vor vollem Haus.

Auf der Sprecherliste finden sich ein paar interessante Namen. Am meisten hat mich überrascht, den Schauspieler Daniel Brühl in der Rolle des Jacks zu hören. Aber seitdem kann ich mir gut vorstellen, ihn noch häufiger mal in Hörspielen zu hören, denn er macht seine Sache wirklich sehr gut.
Den Part des Fitnessstudio-Besitzers Turnbull übernimmt Detlef Bierstedt, der -obwohl er nur wenige Sätze zu sagen hat- auf jeden Fall ein klares Bild des zwielichtigen und unsympathischen Mannes vermittelt.Und zuletzt sei noch Wolfgang Draeger erwähnt, der in dieser Folge den Kommissar Reynolds gibt.

Eine Mischung aus älteren und neuen Stücken begleitet die Geschichte und ist gut anzuhören. Dazu noch die gewohnt gut eingesetzten und glaubhaften Geräusche und schon geht die Sache in dieser Hinsicht in Ordnung.

Eine dunkle Hand, die nach einer wertvoll aussehenden Krone greift, ich finde, das Motiv passt gut zum Titel und zur Geschichte. Außerdem erweckt es ein wenig den Eindruck, es erwarte einen hier eine Folge der „alten Schule“ was mir angesichts einiger gewaltsam auf modern getrimmter Cover ebenfalls gefällt.

Fazit:    Hier wäre eigentlich alles okay, wenn einen das Miträtseln schließlich auch zum Ergebnis führen würde. Das ist nur leider unmöglich, von daher gibt es hier Punkteabzug. Die Geschichte an sich ist aber nicht die Schlechteste, also einfach mal reinhören. Fans werden sich das sowieso nicht nehmen lassen.

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