Die drei ??? (120) – Der schwarze Skorpion

Titel:   Die drei ??? (120) – Der schwarze Skorpion / Verlag Europa / Laufzeit:   ca. 59 min / Sprecher:  Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck, Heinz Lieven, Jürgen Holdorf, Ilka Kirsch, Marco Sand u.a.

Inhalt:   Laut gellen die Schreie durch das Stadion: „Ein Skorpion…ein riesiger Skorpion!“ Unter den Zuschauern der Beachvolleyball-Weltmeisterschaft in Rocky Beach bricht Panik aus. Ken Parker, einer der Spieler, ist zusammengebrochen, weil er von dem giftigen Spinnentier gestochen wurde. Wie ist der schwarze Skorpion  in den Sand des Spielfeldes geraten? Wollte jemand mit einem Anschlag den bevorstehenden Sieg der amerikanischen Mannschaft verhindern? Die drei ??? nehmen die Ermittlungen auf und bekommen es in diesem gefährlichen Abenteuer mit einer ganzen Reihe weiterer unheimlichen Tiere zu tun…


Ich bin im Allgemeinen kein Fan von Sport-Geschichten, lasse mich aber gerne eines Besseren belehren. Deshalb bin ich beim Anfang dieses Folge auch nicht weiter skeptisch geworden. Und die anschließende Panik wegen eines Skorpions hat mich dann erst mal endgültig mit der Story versöhnt. Eine Folge um ein giftiges Tier, dass es in der Gegend um Rocky Beach eigentlich gar nicht gibt, das hätte mir schon gefallen. Ziemlich schnell kam dann aber das große ABER. Denn in dieser Folge reihen sich so viele verschiedene Aspekte an einander -der schwarze Skorpion, anderes giftige Viecher, ein Mann, den Justus kurzerhand „Deep Throat“ tauft, Bobs Entführung, Südafrika, Diamanten- da kann man sich wirklich alle paar Minuten aufs Neues fragen, wohin diese Geschichte eigentlich jemals führen wird. Miträtseln ist da jedenfalls schlicht ausgeschlossen, da braucht man quasi schon jemanden wie Justus, der einem die Zusammenhänge auf dem Silbertablett serviert. Zusammenhänge bilden sich jedenfalls einzig in seinem Kopf. Für den Hörer dagegen ist das einfach unmöglich. Das hat dann aber auch zur Folge, dass Justus hier mit seinem klugschwätzerischen Vorträgen aus dem Vollen schöpfen kann, davon bietet die Folge mehr als einen.

Bei den Sprechern sieht es auch eher durchwachsen aus. Die drei Hauptsprecher sind in gewohnt guter Form, da gibt es nichts zu beanstanden und auch Jürgen Holdorf als Sportler Ken Parker und Heinz Lieven alias Dr.  Robinson können sich gut hören lassen. In den eher kleinen Rollen sieht das deutlich weniger sonnig aus. Ilka Kirsch und auch Marco Sand ist deutlich anzuhören, dass sie noch nicht so lange in Sachen Hörspiel unterwegs sind. Besonders bei Ilka Kirsch war ich schon sehr froh, dass sie lediglich in einer Szene mit dabei ist.

Über die Musikkulisse kann ich nichts groß Schlechtes sagen. Es sind vorwiegend moderne Musiken aus der Konserve, keine Orchesterstücke wie sie mir an der Serie bisher so gut gefallen haben, aber schlecht sind sie nicht. Klar, das „altmodische“ Flair fehlt, aber wer damit leben kann, der wird in dieser Hinsicht nicht enttäuscht sein.

Der schwarze Skorpion auf dem kräftig pink gefärbten Hintergrund macht sich gut, da gibt es nichts. Wer sich vor solchen Tieren fürchtet oder ekelt dürfte bei dem Anblick schon schaudern.

Fazit:    Der schwarze Skorpion war die letzte Folge mit dem Hitchcock-Logo und irgendwie hatte ich mir da quasi zum krönenden Abschluss schon eine gute, interessante und spannende Folge gewünscht. Aber Essig. Hier kommt eher Verwirrung als Spannung auf und zum Miträtseln fehlt jede Gelegenheit. Schade.

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