Die drei ??? (122) – und der Geisterzug

Titel:   Die drei ??? (122) – und der Geisterzug / Verlag Europa / Laufzeit:   ca. 58 min / Sprecher:  Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck, Jörg Pleva, Jürgen Strube, Thorsten Weber u.a.

Inhalt:   Die Fahrt mit dem Museumszug hatten sich die drei Detektive aus Rocky Beach eigentlich gemütlicher vorgestellt. Doch spätestens im Eisenbahntunnel durch den Black Mountain vergeht den Freunden die Ausfluglaune. Die Durchfahrt wird aufs Gruseligste boykottiert. Natürlich glauben die Drei ??? kein Wort von der Spukgeschichte, nach der verunglückte Arbeiter ihr geisterhaftes Unwesen im Tunnel treiben soll. Doch um herauszufinden, wer tatsächlich hinter den üblen Machenschaften steckt, bleiben Justus, Peter und Bob nur wenige Stunden…


Als ich die CD in den Player legte und die Anzeige eine Laufzeit von nicht mal einer Stunde verkündete, war ich doch überrascht. Die meisten Folgen sonst sind ja schon länger. Und ich hatte Zweifel, ob eine Folge der Drei ??? trotz dieser Kürze gut sein würde.
Doch sie ist es tatsächlich. Kurze Laufzeit heißt hier nämlich, dass jede Minute gut ausgefüllt ist. Irgendwas ist immer los. Mal geht es düster und etwas schaurig zu, dann gibt es spannende Szenen mit Ermittlungen und dann wieder geht die Handlung schon in Richtung Action. Langweilig ist es jedenfalls zu keiner Zeit.
Und da Justus ja zwangsläufig auch weniger Zeit zum Kombinieren hat, wirkt seine Auflösung gleich noch genialer als sonst schon 😉
Kleiner Wermutstropfen in dieser Folge ist einzig Peter. Ich mag ihn ja eigentlich gerade weil er oft so eine Bangebüx ist, aber hier ist es schon wirklich jämmerlich wie er sich anstellt. Justus und Bobs harsche Bitte, er solle sich mal zusammenreißen, habe ich da voll verstehen können.

In Sachen Sprecher ist im Großen und Ganzen alles in Ordnung. Bei Namen wie Gerhart Hinze, Michael Weckler oder Herbert Tennigkeit ist das aber auch nicht weiter verwunderlich.
Zwei Aussetzer gibt es dieses Mal dann aber doch. Da ist erstens Nick Seidensticker in der Rolle des jungen Fred Jenkins, der mir vor allem bei längerem Text zu unbetont klingt.
Zweitens haben wir da Lou Wong, der einen chinesischen Arzt spricht. Der Akzent ist katastrophal und absolut unglaubwürdig. Komisch, sonst hat man es bei Europa doch so gut drauf solche Rollen passend zu besetzen.

Die Musikkulisse geht ebenfalls in Ordnung. Die Stücke werden an den passenden Stellen eingesetzt und helfen der Atmosphäre der jeweiligen Szene gut auf die Sprünge. Amüsiert habe ich mich über das Bellen und Winseln der Dogge. Da sitzt doch ganz klar Hund Timmy von den Fünf Freunden am Mikro 😉

Der Zug kommt aus dem Tunnel und schon wartet der Geist auf ihn. So jedenfalls kann man den grünlichen Nebel deuten, der schon wie eine Krallenhand wirkt, die nach dem Zug greift. Schöne Idee und -wie ich finde- auch farblich schön gestaltet: düster und harmonisch.

Fazit:   Hier liegt in der Kürze die Würze. Eine ordentliche, kurzweilige Folge, die den Fans gefallen dürfte.

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