Ghostfighter – Das Licht das tötet (Derek Meister / Nicki von Tempelhoff)

Titel:   Ghostfighter – Das Licht das tötet / Verlag:   Hörcompany / Laufzeit:   ca. 7 Std. 24 min. / 5 CDs / Buch:   Derek Meister /gelesen von:   Nicki von Tempelhoff

Inhalt:   „Seelen in Flammen. Zeit in Unruh.“
Die geheimnisvolle Botschaft in der Taschenuhr ist Ians einziger Anhaltspunkt auf der Suche nach seinem Großvater. Nur er kann ihm helfen, das Geheimnis um die grausamen Lichtwesen zu lösen. Gemeinsam mit seinem Freund Bpm macht Ian sich auf den Weg. Dabei wird die Freundschaft der beiden mehr als einmal auf die Probe gestellt, denn sie sind nicht die einzigen, die den „Geistern“ auf der Spur sind!


Nachdem Ghosthunter für mich eines der beiden Hörbücher des Jahres 2009 war, war ich natürlich auf den zweiten Teil der Trilogie umso gespannter. Würde Ghostfighter da mithalten können? Ganz klar: ja, es kann! Ghostfighter spielt genau wie der erste Teil an verschiedenen Schauplätzen. Tokio, Argentinien, die Antarktis und die Ostküste der USA sind die verschiedenen Spielorte. Während sich bereits beim ersten Teil andeutete, dass die unterschiedlichen Handlungsstränge und Ereignisse in Zusammenhang stehen, so wird das in Ghostfighter nun ganz klar. Erste Zusammenhänge und Geheimnisse werden aufgezeigt, ohne jedoch zu viel zu verraten und der Story die Spannung zu nehmen. Ich finde, es ist eher das Gegenteil der Fall. Ja, man erfährt erstmals einige interessante Fakten, aber noch ist es relativ grob und ich bin sehr neugierig auf die Feinheiten, die sicher erst Teil 3 verraten wird. Zudem hat Derek Meister bei Ghostfighter auch in Sachen Härte und Grusel einen Gang hochgeschaltet. Es gibt mehrere unheimliche und auch recht brutale Szenen, bei denen man unweigerlich schaudert. Ghostfighter bleibt also durchgängig sehr spannend und hält auch das hohe Tempo, das der Vorgänger bereits vorgelegt hat. Somit bemerkt man die noch mal um eine halbe Stunde längere Laufzeit eigentlich gar nicht.
Was mir besonders gefallen hat ist, dass mich gewisse Aspekte der Geschichte tatsächlich dazu gebracht haben, zwischendurch den PC anzuschmeißen und nach diesen Dingen zu googeln. Mir ist dabei viel Neues und Interessantes begegnet, und ich habe auch bewundert, wie gekonnt Derek Meister diese Ereignisse und Erzählungen in seine Geschichte integriert hat.

Nicki von Tempelhoff hat es sich nicht nehmen lassen, auch den zweiten Teil der Trilogie einzulesen, was man wirklich nur begrüßen kann. Auch bei diesem Teil hatte ich durchweg das Gefühl, dass er sich so richtig in die Geschichte einfindet und mit ihr mitgeht. Ganz gleich, ob die Handlung gerade im Ewigen Eis, in Argentinien, Tokio, den USA oder runde 55 Jahre zurück in der Vergangenheit spielt, er findet für jeden Ort, jedes Ereignis und jeden einzelnen Charakter den passenden Ton, so dass man sofort von der Atmosphäre der jeweiligen Szenen eingenommen wird. Außerdem „spielt“ er auch gelegentlich, schreit wirklich mal, wenn es die Person in der Geschichte gerade tut, pfeift wenn Bpm seine Begeisterung über etwas kundtut oder lacht, wenn sich jemand gerade amüsiert. Das hält die Erzählung zusätzlich dynamisch, so dass man ihr auch über längere Zeit problemlos folgen kann.

Hin und wieder sind Melodien zu hören, die diesem Hörbuch schließlich quasi den letzten Schliff verleihen. Sie kommen nicht oft vor, aber wenn, dann haben sie in Sachen Atmosphäre durchschlagende Wirkung. Außerdem sind auch diverse Geräusche und Effekte in die Lesung integriert worden wie beispielsweise das durchdringende Pfeifen, das die Geistererscheinungen begleiten, das Rausch und Knacksen in Funkgeräten oder die Abwandlung von Nicki von Tempelhoffs Stimme, wenn Telefongespräche geführt werden.

Das Cover ist dem Stil des ersten Teils treu geblieben, lediglich Farbe und Motiv wurden geändert. Doch der leicht verwirrende Effekt beim ersten Ansehen ist erhalten geblieben. Das Booklet ist erneut sehr umfangreich mit den einzelnen Kapiteln und ihren jeweiligen Spielorte und einem Glossar der Charaktere an diesen Schauplätzen. Das habe ich anfangs als praktisch empfunden, weil ich dachte, nach so langer Zeit hätte ich sicher einige Personen, Orte und Ereignisse vergessen, doch die Erinnerungen kamen beim Hören sofort zurück.

Fazit:   Ja, ich weiß, wir haben gerade mal April. Doch da müssen sich die übrigen Hörbücher dieses Jahr wirklich mächtig anstrengen um Ghostfighter noch den Rang abzulaufen. Bereits jetzt für mich der Anwärter für das beste Hörbuch 2010.

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