Horrorzone – Blutiger Stundenplan ( A.F. Morland / Antje Temler)

Titel:   Horrorzone – Blutiger Stundenplan / Verlag:   Radioropa / Laufzeit:   ca. 3 Std 27 min / 3 CDs / Buch:   A.F. Morland / gelesen von:   Antje Temler

Inhalt:   Mit dem neuen Schüler Nicolai Groza zieht das Grauen in die Baconville Highschool ein. Stets trägt er schwarze Klamotten und eine dunkle Sonnenbrille. Seine Haut ist so bleich wie die einer Leiche. Kevin und seine Freundin Kelly müssen hilflos mit ansehen, wie ein Schüler nach dem anderen in seinen teuflischen Bann gerät. Gemeinsam mit dem alten Russen Gregorij nehmen sie den Kampf gegen diese Kreaturen auf, die nach Blut lechzen.


Dass A.F. Morland oder auch Friedrich Tenkrat, sich sich bereits für eine Unmenge an gruseligen Storys verantwortlich zeigt, das wusste ich schon länger. Aber dass er auch Jugendbücher geschrieben hat, das war mir dann doch eher neu. Allerdings bleibt er dabei auf vertrauten Wegen. Wie der Titel Horrorzone – Blutiger Stundenplan schon erahnen lässt, ist auch dies eine Horror- bzw Gruselgeschichte.
Da taucht also eines Tages ein seltsamer Fremder an der Highschool auf, der sich stets dunkel kleidet und auch sonst recht bedrohlich wirkt. Nach und nach verfallen ihm aber immer mehr Schüler und Kevin und Kelly stellen sich mit ihrem Freund Gregorij gegen diesen Nicolai Groza. Da gibt es nichts schön zu reden, die Handlung ist nicht gerade das Neueste vom Neuesten. Und man muss auch kein jahrelanger Genre-Fan sein um bald zu durchschauen, was Nicolai ist. Er ist im Spiegel nicht zu sehen, ebenso wenig auf Fotos und Knoblauch kann er wortwörtlich auf den Tod nicht ausstehen. Da muss man nicht lange grübeln, hier wird alles ausgewalzt was sich seit Jahren an Vampir-Vorurteilen hält. Und auch die Highschool Clique fällt ausgesprochen typisch aus mit den hübschen Cheerleadern, den durchtrainierten Sportlern, dem Schleimer und und und.
Allerdings muss man sich vor Augen halten, dass dies eben ein Hörbuch für Jugendliche bzw Kinder ist. Die Altersempfehlung „für Jugendliche ab 14 Jahren“ finde ich nämlich schon recht hochgegriffen. Mit vierzehn kennt man heute schon ganz andere Sachen, da bereitet einem Blutiger Stundenplan sicher keine Albträume. Ich kann mir aber gut vorstellen, dass die 10- bis 12jährigen, die z.B. auch die Geschichten von R.L. Stine mögen, sich mit Blutiger Stundenplan prima unterhalten fühlen. Auf diesem Level ist die Geschichte nämlich durchaus spannend und natürlich auch wenig gruselig.
Ich mag solche Geschichten zwischendurch immer mal wieder sehr gerne und mir haben die dreieinhalb Stunden Spaß gemacht und für nostalgisch angehauchten Grusel gesorgt, denn mit solchen Storys nahm meine Begeisterung für Grusel und Horror seinen Anfang.

Gelesen wird Blutiger Stundenplan von der Schauspielerin Antje Temler, die mir mit ihrer kräftigen und wandlungsfähigen Stimme hier prima gefallen hat. Sie fängt den locker-jugendlichen Ton der Freunde gut ein und macht es einem sehr leicht zwischen den Charakteren zu unterscheiden. Aber auch den erwachsenen Personen verleiht sie mühelos den passenden Charakter. Beeindruckt hat mich, wie sie insbesondere die tiefen, männlichen Stimmen hinbekommt.

Am Anfang von CD 1 ist eine schöne Melodie zu hören, die passend schaurig klingt, wenn auch etwas altmodisch, begleitet von einer schlagenden Kirchturmuhr. So bleiben keine Zweifel daran, welche Art Geschichte man gleich zu hören bekommt.

Das Cover gefällt mir sehr, zumal es mit dem düsteren Motiv und dem wenig freundlichen Mädel schon in einer höheren Liga spielt als beispielsweise Stines Geschichten. Alleine am Covermotiv gemessen, wäre die Altersempfehlung durchaus gerechtfertigt, denn kindisch sieht es wirklich nicht aus.
Im beiliegenden Booklet findet sich ein kurzer Steckbrief über A.F. Morland.

Fazit:   Als Erwachsener sollte man schon ein Faible für solche Kids-Gruselgeschichten haben, dann kann man Blutiger Stundenplan gut hören. Mir jedenfalls hat die Story gefallen. Die Altersempfehlung würde ich aber wie gesagt etwas nach unten korrigieren.

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