Mark Brandis (07) – Vorstoss zum Uranus (1 / 2)

Titel:   Mark Brandis (07) – Vorstoss zum Uranus (1 / 2) / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 59 min / Sprecher:  Frank Glaubrecht, Anke Reitzenstein, Anja Henkelmann, Oliver Siebeck, Stefan Gossler, Simon Jäger u.a.

Inhalt:   2125: Die Strategische Raumflotte schickt Commander Ernest D. Scott und eine vierköpfige Crew mit einer Delta IX als erste bemannte Mission zum Uranusmond Oberon. Scotts Ehrgeiz, auch noch Mark Brandis‘ Geschwindigkeitsrekorde brechen zu wollen, wird der Expedition zum Verhängnis: es kommt zu einer Bruchlandung auf dem Mond Titania. Die Besatzung überlebt – doch niemand weiß, dass die Delta IX auf dem falschen Uranusmond gestrandet ist, und früher oder später lebenserhaltende Geräte ausfallen werden…


Wie schon die Vorgänger-Folge kommt auch Vorstoss zum Uranus als Doppelfolge daher. Überrascht hat mich, dass Mark Brandis in dieser ersten Folge lediglich am Ende kurz mit dabei ist. Diese Folge konzentriert sich in erster Linie mit Commander Scotts Unternehmen, als erster und in kürzester Zeit zum Uranus vorzudringen. Doch auf der Reise treten Probleme auf und die  Delta IX muss notlanden. Auf einem unbekannten Uranusmond und dort in einer Felsspalte von 20 km Tiefe, aus der sich kein Notsignal senden lässt. Das alleine ist ja schon spannend, doch die Expedition zweier Besatzungsmitglieder hinauf auf den Kamm der Schlucht um dort eine Signalantenne anzubringen, setzt der Sache noch die Krone auf. Diese Szenen mit den beiden hat man atmosphärisch schlicht genial umgesetzt, man sieht praktisch vor sich, wie mühsam der Aufstieg ist, wie sehr er an den Kräften zehrt und welche Panik ausbricht als einer der beiden verschschwindet.
Als Kontrastprogramm dazu bekommt man immer wieder Einblicke in die Delta XI geboten, in der der Herr Commander unterdessen eine Reportage über eine Südpolexpedition verfolgt, deren Teilnehmer ebenfalls mit großen Schwierigkeiten zu kämpfen hatten. Wenn man gerade bei den beiden „Bergsteiger“-Astronauten dabei war, die sich die Wand hinauf quälen, dann entsetzen einen diese kühlen und ruhigen Passagen wirklich.

Ich stecke ja in Sachen Mark Brandis quasi noch in den Kinderschuhen, in erster Linie was die Sprecher anlangt. Doch bei dieser Folge war das erstmals gar nicht so dramatisch, denn dort tummeln sich einige sehr bekannte Stimmen. Frank Glaubrecht als Commander Scott hat mir sehr gut gefallen, vor allem mit seiner kühlen Ruhe angesichts der dramatischen Situation. Sven Hasper und Tobias Kluckert sprechen Lt. McIntosh und Lt. Maddox, welche die gefährliche Kletterpartie unternehmen, und sie bringen die Anstrengungen und die Angst vor dem Versagen oder einem Unglück meisterhaft an den Hörer.

Die Musik trägt in dieser Folge maßgeblich zur Atmosphäre und Spannung bei, kaum eine Szene, die nicht untermalt ist. Dabei klingt der Soundtrack so wunderbar spacig, dass es einfach ein Hörgenuss ist. Wirklich beeindruckend und erfreulich, dass sowas auch ohne Tam-Tam ála Star Wars möglich ist. Besonders hat mir der Klang des Funkverkehrs zwischen McIntosh und Maddox gefallen, der ihren Unterhaltungen noch mal zusätzlich eine gewisse Dramatik verleiht.

Im Gegensatz zur vorigen Doppelfolge hat man sich bei Vorstoss zum Uranus dafür entschieden, den beiden Folgen unterschiedliche Cover zu spendieren. Mit den beiden so klein wirkenden Personen vor der kahlen Felswand und der notgelandeten Delta IX wirkt das Cover dieser ersten Folge wunderbar kühl und man fragt sich automatisch, was die Besatzung in dieser menschenfeindlichen Umgebung wohl erwarten wird.

Fazit:  Eine hochspannender, sehr atmosphärischer erster Teil dieser Doppelfolge, der einen atemlos lauschen lässt. Ich bin gespannt, wie es mit Scott, seiner Crew und der Delta IX weitergeht. Also nichts wie flugs zur zweiten Folge gegriffen…

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