Mark Brandis (08) – Vorstoss zum Uranus (2 / 2)

Titel:   Mark Brandis (08) – Vorstoss zum Uranus (2 / 2) / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 70  min / Sprecher:  Michael Lott, Erich Räuker, Michael Pan, Udo Schenk, Kai Jürgens, Christine Mühlenhof u.a.

Inhalt:   2125: Mark Brandis wird beauftragt, den neuen Leichten Kreuzer Hermes zu testen: mit einer Schutzmission. Er soll unbemerkt Commander Scotts Delta IX zum Uranus folgen und die Bedrohung einer Entführung durch die Republiken abwenden. Trotz seiner Abneigung dem selbstbewussten Scott gegenüber versucht Mark Brandis seine Pflicht zu erfüllen. Doch Scott und seine Crew sind unauffindbar, und eine weitere Gefahr naht, mit der niemand gerechnet hat.


Überraschenderweise setzt dieser zweite Teil des Doppelfolge nicht genau dort an, wo die erste Folge geendet hat. Man bekommt im Gegenteil Ereignisse der Vergangenheit zu hören, einige Wochen vor Commander Scotts Aufbruch zum Uranus. Mark Brandis soll die Hermes testen und auf diesem Testflug Commander Scott zum Uranus folgen um eingreifen zu können, falls dieser in Schwierigkeiten gerät. Eine Crew wird zusammengestellt und wenig später brechen sie zu ihrer Mission auf.
Auch dieser Folge ist äußerst spannend, allerdings auf eine eher „handfeste“ Art. Hier ist es nicht vornehmlich die Atmosphäre, die für Spannung sorgt, sondern die Ereignisse auf dem Testflug der Hermes. Nachdem es zu einem Unfall gekommen ist, macht sich einer der Astronauten auf um den Schaden außen am Schiff zu begutachten, verschwindet und wird dann ausgerechnet von einem Schiff der Republiken aufgegriffen, deren Besatzung ihn nur unter gewissen Bedingungen wieder freigeben will, es kommt zu Auseinandersetzungen innerhalb der Crew und natürlich fällt bald auf, dass von der Delta IX samt Besatzung weit und breit nichts zu sehen oder zu hören ist. Unter Langeweile hat das Team um Mark Brandis also wahrlich nicht zu leiden und auch als Hörer hält einen dieses Abenteuer gut in Atem.

Im Großen und Ganzen gibt es an der Darbietung der Sprecher ein weiteres Mal nichts weiter auszusetzen. Hier sind unüberhörbar Profis am Werk. Einzig Tomasina Ulbricht in der Rolle der Ludmilla Wolska hat mich nicht überzeugen können. Sie hat zwar zweifellos eine sehr angenehme Stimme, aber mir klingt sie zu aufgesetzt und auch zu abgelesen. Dem Booklet zufolge ist Ludmilla Wolska Polin und daher dachte ich erst, dieses Hölzerne solle die Bemühung um die Sprache von Mark Brandis und Co. aufzeigen, aber dann dürfte sie doch wenigstens etwas munterer klingen, nicht so laaaangsaaaam.

Musikalisch wird man erneut sehr verwöhnt in dieser Folge. Mir gefällt es sehr, dass viele der Melodien so oldschool wirken, das erinnert mich jedes Mal an Science Fiction – Serien, die ich als Kind und Jugendlicher so gerne im Fernsehen angeschaut habe. Schön, dass man sich da von den Soundtracks des Kollegen Star Wars ferngehalten und einen eigenen Weg eingeschlagen hat. Man kann eben auch mit solchen Musiken einen beeindruckenden Score aus den Lautsprechern dringen lassen, Mark Brandis beweist es.

Das Covermotiv hier fällt sehr düster  und trostlos aus mit den vielen Schatten, dem merkwürdig unheimlichen blauen Licht und der felsigen Ebene. Sehr stimmungsvoll das Ganze, da gibt es nichts. Das Innere des Booklets hält dieses Mal Fakten über die Porta Stellaris und drei der Crewmitglieder für Neugierige bereit.

Fazit:  Nicht minder spannend als der erste Teil, nur wird hier weniger auf Atmosphäre und dafür mehr auf Abenteuer gesetzt.  Und so kann man zusammenfassend zu dieser Doppelfolge sagen, dass einem hier erneut ein wirklich gelungenes Science Fiction – Hörspiel zu Ohren kommt

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