NYPDead (04) – Virus per Mail

Titel:   NYPDead (04) – Virus per Mail / Verlag:   Maritim / Laufzeit:   ca. 65 min / Sprecher: Wolfgang Condrus, Ghadah Al-Akel, Norman Matt, Peter Weis, Klaus Dittmann, Dietmar Wunder u.a.

Inhalt:   Dass in einem Krankenhaus Menschen sterben, ist keine Seltenheit. Wenn allerdings gewisse Unregelmäßigkeiten dazu führen, wir die Geschäftsleitung schnell nervös. Und leider bestätigen die Ergebnisse des rechtsmedizinischen Abteilung des NYPD die Befürchtungen: zwei Patienten starben durch grobe Fahrlässigkeit und sogar Vorsatz. Die Gründe dafür liegen jedoch in völliger Dunkelheit. Noch merkwürdiger allerdings ist der Fund einer Leiche in einem Abrisshaus. Denn wie kann ein Mann, der bereits vor mehr als zwei Jahren verstarb und beerdigt wurde, angekleidet in der Hausmeisterloge sitzen? Das Team um Russel Owen muss einige Register ziehen, um hier nicht den Durchblick zu verlieren.


Die Fans der Serie mussten Geduld beweisen, aber nun ist die vierte Folge NYPDead endlich da. Und das Warten hat sich gelohnt, denn man wird mit zwei interessanten und spannenden Fällen für Dr. Owen und sein Team belohnt. Bei dem Titel hatte ich anfangs befürchtet, eine völlig abgefahren Story geboten zu bekommen, doch diese Sorge war unbegründet. Auch wenn beide Fälle, die das Team der rechtsmedizinischen Abteilung dieses Mal auf Trab halten, schon recht extrem sind, wird die Auflösung später sehr logisch und nachvollziehbar präsentiert. Zudem zeigt sich hier erneut, dass für diese Serie mit einem Arzt der Berliner Charité zusammengearbeitet wird. Völlig absurde und an den Haaren herbei gezogene Erklärungen wird man in dieser Serie sicher niemals hören.
Einige bissige Wortgefechte zwischen Owen, Kyle und Melissa runden diese Episode schließlich ab und sorgen für spaßige Szenen.

Wolfgang Condrus, Ghadah Al-Akel und Norman Matt in den Hauptrollen liefern einmal mehr einwandfreie Arbeit ab. Wolfgang Condrus hält sich in Sachen Schlagfertigkeit inzwischen etwas zurück, mir kamen seine Antworten in vorigen Folgen manches Mal viel zu schnell um glaubhaft rüberzukommen, doch das hat sich gelegt.
Gefreut habe ich mich über Peter Weis in der Rolle des Seymore, der Kyle und Melissa im Pflegeheim Peaceful Dawn herumführt und ihnen Rede und Antwort steht. Gerade wenn Peter Weis etwas zwielichtige und leicht verrückte Rollen spricht, höre ich ihn gerne. Denn da hört man in seiner markanten Stimme irgendwie unterschwellig immer auch einen Anflug von Irrsinn heraus und das passt hier sehr gut.
Christian Rode ist als Dr. Ewig zu hören, dem Arzt, unter dessen Aufsicht das unglaubliche „Missgeschick“ mit dem Strahlengerät geschieht. Er spricht diese seriöse Rolle sehr gut mit viel Ruhe zu Anfang, später -als er unter Verdacht gerät- aber auch mit der dann nötigen Verzweiflung.

Der Soundtrack präsentiert sich weiterhin mit rockigen, harten Stücken, die sowohl die harte Gangart der Serie unterstreicht, als auch die Modernität der Geschichten klar hervor hebt.  So passen Handlung und Musik gut zusammen. Auch in Sachen Geräuschkulisse kann man NYPDead nichts vorwerfen, auch hier wird saubere Arbeit geleistet.

Das Cover lässt nicht unbedingt direkt auf die Geschichte schließen, macht aber auf jeden Fall neugierig. Außerdem ist es das erste wirklich klare Motiv in der Reihe. Kein Auge oder Handabdruck vor oder inmitten unbestimmtem Hintergrund, sondern ein deutliches Bild. Kennt man die Folge, so kann man den dargestellten Ort sogar benennen. Das war bislang nicht so, gefällt mir aber sehr.

Fazit:   Die beiden Fälle, die Dr. Owen und seinen Leuten in dieser Folge Rätsel aufgeben, haben mir prima gefallen. Es stecken interessante Ideen dahinter, die spannend umgesetzt wurden. Sensible Gemüter werden hier an mancher Stelle sicher schaudern. Zusammen mit den amüsanten Scharmützeln zwischen Owen und Kyle und Melissa ist Virus per Mail ergibt das eine gelungene Folge.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: