Point Whitmark (28) – Der leere Raum

Titel:   Point Whitmark (28) – Der leere Raum / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 55 min / Sprecher:  Sven Plate, Kim Hasper, Gerrit Schmidt-Foss, Mario von Jascheroff, Norman Matt, Raphael Kübler u.a

Inhalt:   Mit einem raffinierten Schachzug verschaffen sich Jay, Tom und Derek Zugang zur Strafvollzugsanstalt in Hampton, die von einer mysteriösen Ausbruchswelle erschüttert wird. Aber schon bald bricht auf den streng bewachten Fluren das Chaos aus. Die Jungen sind gezwungen, dem Gesetz den Rücken zu kehren! Ahnungslos verlieren sie sich im Leeren Raum. Dort, wo jeder Wunsch in Erfüllung geht… Doch ihr Gegenspieler verlangt einen unvorstellbaren Preis! In der Kommandozentrale des Delphi offenbart der Zimmerservice sein wahres Gesicht…


„Die Spur führt also ins Netz“, stellt Tom im Laufe dieser Folge einmal fest.
Während man es von dieser Serie ja eher gewohnt ist, dass sie mit übersinnlichen Erscheinungen als zentralen Aspekt arbeitet, so kommt die Bedrohung in Der leere Raum von ganz anderer Seite. Denn hier geht die Gefahr von einem Laptop aus auf dem der sogenannte Zimmerservice sein Unwesen treibt. Weniger bedrohlich ist diese Gefahr deshalb aber nicht, denn schnell stellt sich heraus, dass dieser Zimmerservice immer genau genau weiß, wo sich die drei Jungs gerade aufhalten und was sie planen. Aus dieser Tatsache zieht die Folge den größten Teil ihrer Spannung. So atmosphärisch wie die übrigen Folgen ist Der leere Raum nicht. Die Szenen mit dem Zimmerservice sind aber dennoch gut gemacht und verstehen es, den Hörer zu fesseln. Natürlich ist auch in dieser Folge wieder eine ganze Reihe illustrer Charaktere mit von der Partie. In erster Linie der freakige Delphi, aber auch der kleptomanisch veranlagte Sträfling Bernie Feldman und der grobe Gefängniswärter Warden Archer. Und zuletzt muss man auch noch sagen, dass es hier mit manch lockerem Spruch auch ganz witzig zugeht.

Die Rolle des Bernie Feldmann spricht Mario von Jascheroff und er vermittelt einem gut den Eindruck des etwas naiven, aber auch recht unglücklichen Häftlings. Er steht unter Bewachung von Warden Archer, gesprochen von Gerald Paradies. Er klingt so grob und düster, dass man sich diesen Koloss eines Mannes leicht vorstellen kann und ihm nicht unbedingt begegnen möchte. Dem Computerfreak Delphi leiht Norman Matt seine Stimme und klingt dabei genauso schräg, aber gewitzt wie man es von einer solchen Person erwartet.

Der Soundtrack präsentiert sich im typischen Point Whitmark – Stil und weiß entsprechend zu gefallen. An spannenden Szenen gibt es aber auch neue Stücke zu hören, die das Geschehen gekonnt untermalen und für die nötige Atmosphäre sorgen. Besonders lobenswert ist die verzerrte Stimme des Zimmerservice, die in ihrer freundlichen Art sehr unheimlich klingt.

Das Cover gewährt einen Blick auf den Monitor des Laptops, also in den Leeren Raum. Hier hat man eine ungewöhnliche Perspektive gewählt und so wirken die Treppen leicht verknotet. Der Zimmerservice selber erinnert mich sei je her an einen Nussknacker. Mit den kräftigen Farben und dem Leuchtturm auf der rechten Seite ist das typische Point Whitmark-Flair gewährt.

Fazit:   Nach den vielen Folgen mit Mystery-Einschlag ist Der leere Raum eine eher bodenständige Folge. Spannend und ausgestattet mit vielen außergewöhnlichen Ideen, aber weniger atmosphärisch.

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