Sherlock Holmes (44) – Die Bruce-Partington-Pläne

Titel:   Sherlock Holmes (44) – Die Bruce-Partington-Pläne / Verlag:    Maritim / Laufzeit:   ca. 42 min / Sprecher:   Christian Rode, Peter Groeger, Niels Clausnitzer, Gisela Fritsch, Manfred Erdmann u.a.

Inhalt:   November 1895, über London liegt ein dicker Nebel. An der Untergrundstation Aldgate findet man die Leiche eines jungen Mannes, der Angestellter der Admiralität war. Brisanterweise trägt er die streng geheimen Pläne für das neuartige Bruce-Partington-Unterseeboot bei sich. Diese Tatsache ruft Sherlock Holmes Bruder Mycroft auf den Plan, der ebenfalls für die Regierung arbeitet. Wie haben die Pläne das Gebäude der Admiralität überhaupt verlassen können? Und warum wurde bei der Leiche nur ein Teil der Seiten gefunden? Mycroft bittet Sherlock Holmes und Doktor Watson, Licht in die Angelegenheit zu bringen.


42 Minuten Laufzeit sind auffallend wenig für ein Hörspiel von heute. Aber eine so kurze Laufzeit kann auch von Vorteil sein, so wie bei dieser Holmes-Folge. Holmes langweilt sich zwar anfangs, hat aber wenigstens nur ein paar Minuten Zeit dafür, denn dann kündigt sich bereits der Fall dieser Folge an.
Und dieses straffe Tempo wird auch während des restlichen Hörspiels konsequent beibehalten. Längen gibt es keine, dafür bekommt man eine interessante und holmestypisch spannende Geschichte zu hören, bei der man Holmes und Watson bei richtig „altmodischer“ Detektivarbeit begleitet. So mag ich das: wenn noch wirklich ermittelt und der Tatort unter die Lupe genommen wird und Gespräche mit Leuten geführt werden, die nach und nach Licht ins Dunkel bringen. Abgerundet wird die Sache dann noch durch das übliche Geplänkel zwischen Holmes und Watson und fertig ist eine ordentliche Folge, die mir Spaß gemacht hat. Schön!

Auch über die Sprecherbesetzung kann man erneut nur Gutes sagen. Neben Peter Groeger und Christian Rode, die wie gewohnt in Bestform sind, sind unter anderem Gisela Fritsch, Niels Clausnitzer, Manfred Erdmann und Frank-Otto Schenk mit dabei. Und bei einer solchen Truppe hat man nun wirklich nichts zu befürchten. Ich mag Maritims zwar oft recht kleinen, dafür aber feinen Sprecherrunden sehr.

Die musikalische Untermalung versetzt einen vom ersten Ton an in Krimilaune der alten Schule. Ich finde es immer wieder klasse, dass es solche Musiken gibt, die sofort für diese spezielle Atmosphäre sorgen. In Zeiten supermoderner Krimis ist das schon eine Besonderheit. Die Geräusche gehen ebenfalls in Ordnung, dezent, aber immer zu hören wenn die Szenen es erfordern.

Mit den Schienen und der Aktentasche haben zwei wichtige Teile der Geschichte den Weg auf das Cover gefunden und entsprechend gut harmonieren das Äußere des Hörspiels und die Handlung.

Fazit:   Kurz und knackig. Mir hat Die Bruce-Partington-Pläne prima gefallen. Das ist Sherlock Holmes – Feeling.

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