Vanessa, die Freundin der Geister (11) – Das Gewölbe der Schatten

Titel: Vanessa, die Freundin der Geister (11) – Das Gewölbe der Schatten / VerlagTonstudio Braun / Laufzeit: ca. 55 min  / Sprecher:   Nina Danzeisen, Helmut Winkelmann, Erwin Scherschel u.A.

Inhalt: Sie sind nur knapp dem Tod entronnen, Vanessa und ihre Eltern. Hat es etwas mit der Erbschaft zu tun, die sie gemacht haben, war es Zufall oder ein Mordanschlag? Ein bleicher Notar verliest ein ungewöhnliches Testament. Dann verlässt er wortlos den Raum. Vanessa hat Verdacht geschöpft. Sie folgt ihm unauffällig in das unterirdische Verlies. Es ist leer. Nur ein Sarg steht in der Mitte, darin liegt ein Toter…der Notar…


Es ist eine wirklich geradezu klassische Geschichte: ein von der Außenwelt abgeschnittenes Schloss dessen Schlossherr verstorben ist, ein außergewöhnliches Testament, eine Schar gieriger Erben und dann die ersten unheimlichen Vorkommnisse, die die Erben in Angst und Schrecken versetzen. Ja, für diese wirklich gelungen eingefangenen Atmosphäre müsste man der Folge schon die volle Punktzahl ausschreiben.
Doch so ganz perfekt ist sie dann doch wieder nicht, denn erstens ist die Angelegenheit um die Ereignisse viel zu schnell geklärt, zweitens schwenkt der Verstorbene schon sehr schnell um und drittens -was mich am meisten irritiert hat- ist Vanessa wirklich sehr gierig auf das mögliche Erbe. Man bedenke, sie lebt auf einem Schloss, hat ein Pferd und auch sonst ein angenehmes Leben und sicher keine Armut auszustehen…und dann solch ein Verhalten?
In Sachen Humor runden wie üblich Butler Brady und Mrs. Hagglon die Folge ab, da stimmt also wieder alles.

Es hat mich sehr gefreut, in dieser Folge mal mehr von Vanessas Vater zu hören. Der Sprecher hat eine sehr angenehme Stimme, die oft verschmitzt klingt und hat mir so sehr gut gefallen. Schade das er in der Serie sonst nicht so oft zu Worte kommt.
Gefallen hat mir auch der Sprecher von Bob, einem Freund von Vanessa. Endlich mal ein Junge in Vanessas Umfeld -von Harold mal abgesehen- , der nicht so übertrieben cool und machomäßig daher kommt, sondern locker und fröhlich.

Eben dieses Bob ist dafür verantwortlich, dass während des Hörspiels immer mal wieder Gitarrenklänge zu hören sind, denn der Bengel spielt dieses Instrument leidenschaftlich gerne und ist jederzeit zu einem spontanen Ständchen bereit.
Ansonsten sind die vertrauten, altertümlichen Musiken zu hören, wobei mir in dieser Folge ein ausgesprochen imposantes Orgelstück aufgefallen ist. Sehr schön, sehr wirkungsvoll!

Da haben wir doch tatsächlich eine Vanessa-Folge, bei der man das Covermotiv in Zusammenhang mit der Geschichte bringen kann. Und nicht nur das, nein, auch der Titel passt dieses Mal 1a, denn der Sarg des Notars steht wirklich in einem Gewölbe des Schlosses.

Fazit:  Ein zu schnell abgehandeltes Ende und eine ungewohnt raffgierige Vanessa, das zieht die Folge ein wenig herunter. Da sie es aber im Gegensatz zu vielen anderen Folgen der Reihe schafft, eine wirklich wunderbare Atmosphäre zu vermitteln, will ich da mal ein Auge zudrücken. Eine wirklich schöne Folge.

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