Benjamin Blümchen (113) – Der Abenteuer-Spielplatz

Titel: Benjamin Blümchen (113) – Der Abenteuer-Spielplatz / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 40 min  / Sprecher:   Jürgen Kluckert, Katja Primel, Marie Bierstedt, Gisela Fritsch, Wilfried Herbst, Roland Hemmo u.a.

Inhalt:  Benjamin, Otto, Stella und Förster Waldmann bauen im Wald einen Abenteuer-Spielplatz für Kinder. Doch in der letzten Nacht vor dem großen Eröffnungsfest wird er Platz verwüstet und das restliche Bauholz gestohlen. Benjamin und seine Freunde müssen die Diebe und das Holz finden – sonst wird der Spielplatz nicht fertig.


Dies ist wieder mal so eine Folge, bei der ich mich ehrlich frage, wie die 4- bis 5jährigen jemals mit den früheren Folgen der Reihe klargekommen sind, wenn dies doch eigentlich die Art Hörspiel ist, die ihrem Alter entspricht. Da stimmt doch etwas nicht!
Die Idee mit dem Abenteuer-Spielplatz und dem geklauten Holz finde ich eigentlich ganz in Ordnung, da hätte man schon eine für Kinder spannende Geschichte draus machen können. Außerdem gibt es hier und da auch etwas zu lernen: über die Bewohner des Waldes und darüber, dass man sie schützen muss.
Nur leider ist die Geschichte rundherum einfach auf Kasperl-Theater-Niveau. Wer die Diebe sind, das wird direkt verraten, die Diebe (die zwar in anderen Folgen auch nicht die Hellsten sind) sind wirklich dumm wie zehn Meter Feldweg, der sich ständig wiederholende Gag mit dem Im-Tunnel-Steckenbleiben ist irgendwann auch nicht mehr lustig, dann gibt es auch wieder Tiere außer Benjamin, deren Lautäußerungen verdächtig menschlich klingen…also nein, das dürfte selbst für die Kleinen nicht sonderlich spannend und interessant sein. Wieso werden Kinder hier so unterschätzt?

Andreas Mannkoff und Michael Pan leihen den Dieben Hinki und Pinki ihre Stimmen und machen das wirklich sehr gut, jedenfalls angesichts der Intelligenz dieser Charaktere, die man in erster Linie in ihrer Art zu Reden erkennt. Auch DAS muss man erst mal können!
Thomas Hailer spricht Förster Waldmann und auch er hat mir prima gefallen, ihn würde ich in der Serie gerne mal wieder hören.
An der Stammbesetzung gibt es wie gewöhnlich nichts weiter zu beanstanden, jedenfalls so lange man nicht immer Vergleiche zwischen Edgar Ott und Joachim Kluckert zieht.

Bei der Untermalung gilt weiterhin: so wenig wie möglich, so viel wie nötig. An den entsprechenden Stellen sind Geräusche vorhanden und da man das von der Reihe auch nur so kennt, lässt sich damit leicht klar kommen.

Das Cover ist wirklich sehr gelungen. Es ist schön farbenfroh, mit vielen Details und zeigt eine wichtige Szene der Geschichte. Da man Hinki und Pinki nicht mit eingebaut hat, bleibt wenigstens beim Anblick des Covers noch offen, wer hinter dem Diebstahl und der Verwüstung steckt.

Fazit:   Da man direkt erfährt, wer das Holz vom Spielplatz geklaut hat, ist jegliche Spannung raus. Die Geschichte plätschert praktisch vor sich hin und endet dann auch entsprechend unspektakulär. Vielleicht unterschätze ich die anvisierte Zielgruppe ab vier Jahren ja, aber da gab es bei den früheren Folgen sehr viel spannendere Episoden…und da lag die Altersempfehlung auch nur ein Jahr höher.

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