Bibi Blocksberg (08) – …und die Schloßgespenster

Titel: Bibi Blocksberg (08) – …und die Schloßgespenster / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 32 min  / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Hallgerd Bruckhaus, Guido Weber, Ulli Herzog, Jochen Schröder u.a.

Inhalt:   Bibi Blocksberg, unsere kleine Hexe, ist bei ihren Verwandten in Irland. In einem Schloss wohnen die, und hexen können sie auch ganz toll. Aber das alte Schloss macht ihnen große Sorgen. Es kostet wohl zu viel und wird wohl verkauft werden müssen. Das macht alle sehr traurig. Doch was flüstert Bibi jetzt mit ihrer Cousine Margie. Wetten, die beiden haben bestimmt eine Idee.


Bibi und die Schloßgespenster ist die erste Folge der Serie, die keinen Vorgänger unter dem Titel Eene Meene Hexerei hat. Sie ist auch die erste Folge, in der man auf Boris verzichten muss. Sein Verschwinden wird hier nicht näher erläutert, sondern lapidar damit erklärt, er sei verreist. Nun denn, damals durfte man offenbar noch hoffen…heute wissen wir es besser.
Und zuletzt ist es auch die erste Folge -jedenfalls für mein Empfinden- bei der man ohne den heimeligen Charme der ersten sechs Episoden auskommen muss. Dennoch, schlecht ist die Geschichte nicht. Zumindest den bissigen Witz hat man sich hier noch erhalten und es gibt so einige Dialoge, die es schwer in sich haben, beispielsweise die Zickereien zwischen Bibi und Margie zu Anfang.
Auch die Idee mit der Kombination Hexe – Gespenster ist ganz prima gelungen, die nächtliche Szene macht Spaß und für kleine Kinder ist sie vielleicht sogar ein wenig gruselig.
Abschließend möchte ich noch die Thunderstorms loben. Denn während ich mit sämtlichen hexischen Verwandten und Bekannten der nie so recht warm geworden bin, ist mir diese Familie sofort ans Herz gewachsen, es sind super sympathische Charaktere, die ich gerne viel häufiger gehört hätte.

Gesprochen werden die Thunderstorms von Sabine Thiessler (Margie), Almut Eggert (Cecily) und Jochen Schröder (Patrick). Damit sie auch schön „authentisch“ klingen, hat man ihnen damals einen Akzent verpasst, an den man sich bei dieser Folge wirklich erst gewöhnen muss. Ich bin mir sicher, mit dem echten irischen Akzent hat das kaum etwas zu tun. Sabine Thiessler sprach übrigens in den frühen Folgen Bibi-Folgen die Schubia, was ich so kaum herausgehört hätte. Jochen Schröder ist auch aktuell noch in vielen Hörspielen zu hören, beispielsweise dem Gruselkabinett oder auch in Anne auf Green Gables, was bei dieser markanten Stimme auch nicht verwunderlich ist.

Wesentlicher Teil der Geräuschkulisse ist der mit den Grusel-Geräuschen der Gespenster. Diese Klänge wird man in einer späteren Folge übrigens noch mal hören. Scheinbar haben sie ihre Pflicht schauerlich zu klingen gut erfüllt. Ansonsten ist in Sachen Untermalung alles wie gehabt, so viel wie nötig, so wenig wie möglich.

Die Coverentwicklung ist so eine Sache für sich bei dieser Folge. Denn das Cover der Erstauflage gibt nun wirklich nicht viel her, auf die Handlung kann man hier wirklich nicht schließen. Und wenn die eine Schauergestalt nicht den Kopf unter dem Arm hätte, hätte ich sie nicht mal als Gespenster erkannt. Das hat man bei der zweiten Auflage mit Sternchennebel wohl etwas eindeutiger machen wollen, allerdings ist das Motiv dadurch einfach nur optisch wirr geworden. Und was die aktuelle Auslage angeht, da frage ich mich immer, wieso Bibi den Gespenstern vorliest. Nach Herbei-Hexen sieht das nun wirklich nicht aus.

Fazit:   Eine schöne Folge, in der man einen sehr netten Teil der Hexen-Verwandtschaft kennenlernt. Für kleine Kinder eventuell ein wenig gruselig, aber dafür auf jeden Fall auch lustig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: