Bibi Blocksberg (38) – Die Weihnachtsmänner

Titel: Bibi Blocksberg (38) – Die Weihnachtsmänner / VerlagKiddinx / Laufzeit: ca. 42 min / Sprecher: Susanna Bonasewicz, Hallgerd Bruckhaus, Guido Weber, Gisela Fritsch, Gerd Holtenau, Klaus Miedel u.a.

Inhalt:   Es ist Heiligabend. Bibi und ihre Freundin Marita stöbern in Mutter Blocksbergs Hexenlabor und entdecken die neue Kristallkugel. Klar, dass Bibi da hineinschaut. Oje! Was sie da sieht! Die Weihnachtsmänner sitzen in ihren Betten und husten und niesen ganz schrecklich. „Weihnachten ist in Gefahr“, denkt Bibi und düst los. Was sie wohl vor hat?


Im Gegensatz zur Kollegen-Reihe um Neustadts Elefanten, hielt man sich bei der Bibi-Serie mit dem Thema Weihnachten eher bedeckt. Bisher hat die Serie es auf gerade mal zwei Weihnachtsfolgen gebracht, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Bibi und die Weihnachtsmänner kommt dabei aus verschiedenen Gründen am besten weg. Zunächst mal herrscht in der Folge vom ersten Moment an eine solch schöne, weihnachtliche Atmosphäre, dass man als Hörer sofort angesteckt wird und sofort Lust auf’s Plätzchenbacken bekommt. Um der Harmonie noch einen drauf zu setzen, hat man wohl Marita und Nachbarsjungen Matze über die Feiertage bei Blocksbergs einquartiert. Und gerade Matze ist eine Art kleines Wunder, denn dieser kleine Bengel fügt sich so harmonisch in die Story ein, dass ich ihn ab und zu auch in anderen Folgen gerne gehört hätte.
So richtig Fahrt nimmt die Folge aber erst auf als Bibi und Marita sich auf den Weg zu den Weihnachtsmännern machen und diese in kläglichem Zustand vorfinden. Zugegeben, dieses weihnachtliche Flair geht dabei deutlich verloren, Weihnachten ist und bleibt aber wesentliches Thema und so geht das schon in Ordnung. Bibis „Kur“ ist lustig, es geht hoch her, die verschnupften Weihnachtmänner sind teilweise echt zum Schießen und als dann noch Karla per Hubschrauber einfliegt, ist die Sache perfekt. Sehr niedlich ist übrigens Karlas Flirterei mit dem französischen Weihnachtsmann. So kennt man die burschikose Reporterin gar nicht, aber es macht Spaß sie so zu erleben.
Als Bibi und Marita nach der Genesung der Weihnachtsmänner wieder zuhause eintreffen, beginnt sofort wieder die wohlig weihnachtliche Stimmung, wie man sie vom Anfang her kennt und somit bekommt die Folge den würdigen Abschluss, den sie verdient.

An der Sprecherliste sind vor allem die Namen der Weihnachtsmann-Sprecher interessant. Ich glaube, hier hätte man viel verderben können, wenn man Stimmen gewählt hätte, die man aus den bekannten Kiosk-Reihe nicht kennt. Die Kurve hat man aber klar bekommen, denn Manfred Schuster, Jochen Schröder und Gerd Holtenau sind in vielen Kiosk-Hörspielen zu hören. Bei Kurt Otto Fritsch trifft das zwar nicht zu, aber inmitten vier so vertrauter Stimmen fällt das kaum auf. Charmeur Francois wird übrigen von Klaus Miedel gesprochen und übernimmt hier somit zur Abwechslung mal eine sympathische Rolle.

Aus einem Weihnachtshörspiel ist entsprechende Musik nicht wegzudenken, das hat man offenbar sogar bei Kiosk eingesehen, die ja sonst mit Untermalung mehr als geizen. Doch in dieser Folge sind weihnachtliche Melodien zu hören, die der Atmosphäre den letzten Schliff verleihen. Und am Ende wird sogar ein Weihnachtslied gesungen, von den Blocksbergs und ihren Gästen. Nun bin ich allgemein für Singerei in Hörspielen nicht gut zu haben, aber hier passt es und gefällt mir.

Bei den Covers kann man wirklich sagen, dass sie von Auflage zu Auflage schlechter wurden. De Geschichte handelt von kranken Weihnachtsmännern, die von Bibi wieder auf die Beine und an ihre Arbeit gebracht werden. Sehe ich mir das Cover der zweiten Auflage an, so kann man eher den Eindruck gewinnen, es gehe darum, dass Bibi die Weihnachtssäcke voll toller Geschenke hext, so überrascht wie die Weihnachtsmänner hier schauen. Bei der aktuellen Auflage hat man immerhin das eisige Heim der Weihnachtsmänner aufgenommen, dafür hat man bei den Details geschlampt. Die herum liegenden Geschenke wirken als sei ein verheerender Brand darüber hinweg gefegt.
Am besten steht das Cover der Erstauflage da. Zwar auch schlicht was das Motiv anlangt, aber immerhin steckt hier der Schwung mit drin, den Bibi ins Weihnachtsmann-Heim bringt, so gefällt ein Cover.

Fazit:   In der Adventszeit ist diese Folge einfach Pflicht, am besten wenn man -wie die Blocksbergs zu Anfang- gerade beim Plätzchenbacken ist. Die Weihnachts-Atmosphäre ist wunderbar greifbar und dennoch versinkt die Folge keine Sekunde lang im Kitsch.

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