Die drei ??? (124) – Geister-Canyon

Titel:   Die drei ??? (124) – Geister-Canyon / Verlag Europa / Laufzeit:   ca. 67 min / Sprecher:  Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck, Ernst Hilbich, Patrick Bach, Volker Bogdan u.a.

Inhalt:   Als die drei ??? versprechen, bei einer Lösegeldübergabe zu helfen, ahnen sie noch nicht, was auf sie zukommt. Unversehens befinden sie sich auf einer nervenaufreibenden Irrfahrt durch den wilden Westen Amerikas. Welchen hinterhältigen Plan verfolgt der Erpresser? Wozu lockt er sie in die tiefsten und gefährlichsten Canyons? Und dann geschieht, was nie hätte geschehen dürfen…


Diese Folge hat mich bereits gleich zu Anfang in Erstaunen versetzt. Da erklären sich die drei Detektive doch wirklich bereits dazu, bei der Lösegeldübergabe für eine gestohlene Geige zu helfen. Also eigentlich bei einem Verbrechen zu helfen. Denn ihrem Auftraggeber ist es gar nicht wichtig, den Erpresser zu fassen. Glücklicherweise nimmt sich Justus das später dann  von sich aus noch vor, da hat die Story gerade noch mal die Kurve bekommen. Um zum Übergabeort zu kommen, geht es dann einmal quer durch den wilden Westen, wobei den Dreien ständig der Privatdetektiv Dick Perry auf den Fersen ist. Doch von einer temporeichen Verfolgungsjagd kann nicht die Rede sein. Im Gegenteil zieht sich die Fahrt ordentlich in die Länge und irgendwann fragt man sich auch nicht mehr, ob sie Dick Perry nun entkommen können, da weiß man einfach, dass er eh wieder beim nächsten Stopp auftauchen und nerven wird. Spannend geht es auch nicht gerade zu und ganz besonders die Übergabe-Szene im finsteren Canyon, die so spannend und schauerlich hätte ausfallen können, büßt sämtliches Potenzial ein als der Erpresser zu sprechen anfängt. Die Auflösung des Falls ist ganz nett, aber arg unspektakulär…und vor allem hat man sie schon eine halbe Stunde vorher zumindest zum Teil erahnen können.

Es gibt zwei Sprecher, die mir diese Folge auch in dieser Hinsicht ziemlich verleidet haben. Zum einen wäre das Eckard Dux, wobei es bei ihm nur eine Szene ist. Nämlich die der Übergab im Canyon. Da hat man seine Stimme so sehr auf irren Clown getrimmt, dass es nicht gruselig, sondern einfach nur nervig ist. Viel schlimmer finde ich Ernst Hilbich alias Dick Perry. Als Pitje Puck höre ich ihn sehr gerne, aber als kichernder, hibbeliger Privatdetektiv ist er kaum auszuhalten. Die übrigen Sprecher sind gut in Form können sich hören lassen,

Die Untermalung geht soweit in Ordnung, klingt hier mal etwas altmodisch, da mal etwas moderner, ein guter Mix, der sowohl alten wie auch neuen Fans gefallen wird. Außerdem gelingt es wenigstens der Musik, gewissen Szenen einen leicht unheimlichen Anstrich zu verpassen. Die Handlung selber bekommt das ja leider nicht hin.

Das Covermotiv ist ganz gut gelungen, überwiegend düster mit einem schönen Spiel aus Licht und Schatten. Wie ein Geist sieht die Gestalt allerdings nicht aus, aber ein Geist kommt im Hörspiel ja auch gar nicht vor. Da ist der Titel mal wieder etwas zu vielversprechend ausgefallen.
Fazit:   Ich finde die Handlung ziemlich zäh und irgendwie farblos. Es geschieht einfach nichts Aufregendes. Und das erwarte ich von dieser Serie ganz einfach und sicher auch nicht unberechtigt. Somit ist Geister-Canyon für mich eine sehr schwache Folge.

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