Die drei ??? (129) – SMS aus dem Grab

Titel:   Die drei ??? (129) – SMS aus dem Grab / Verlag Europa / Laufzeit:   ca. 80 min / 17 Tracks / Sprecher:  Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck, Saskia Weckler, Utz Richter, Robert Missler u.a.

Inhalt:   Als Rubbish George, der schrullige Stadtstreicher aus Rocky Beach, von einem Tag auf den anderen verschwindet, ahnen Justus, Peter und Bob sofort, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Zwischen den wenigen Habseligkeiten des wunderlichen Mannes finden die drei Detektive einen rätselhaften Brief. Die Spur führt zu den Pyramiden in Ägypten! Welches Geheimnis aber will Rubbish George dort lüften? Die drei ??? begeben sich in das dunkle Reich der Sphinx – und geraten dabei in eine Falle.


Hatte ich es bislang schon als geradezu dekadent empfunden, dass da drei halbwüchsige Bengels im Rolls Royce durch Rocky Beach und die nähere und weitere Umgebung kutschieren, so setzt SMS aus dem Grab in dieser Hinsicht glatt noch einen oben drauf. Da reisen die drei jungen Herren also mal eben so über das Wochenende nach Ägypten (wegen dem Fall natürlich, aber auch, weil man London, das ursprüngliche Ziel des Ausflugs ja sowieso schon kennt). Ja, schon klar.
Die Auflösung des Falls in Ägypten (wo die drei ??? im Hilton (!!!) einchecken) dann konnte mich auch nicht so recht überzeugen. Die Nachforschungen gleichen eine Schnitzeljagd: ein Rätsel, auflösen, weiter zur nächsten Station, neues Rätsel, auflösen, weiter… Nichts gegen Geradlinigkeit in einer Handlung, aber hier geht dabei jede Spannung verloren, man verfolgt einfach nur, mehr aber auch nicht. Das kann die Serie eindeutig besser.

Die drei Hauptsprecher sind ganz gut dabei, aber auch sie können das eigentlich besser. Mir klingen sie in dieser Folge -beispielsweise in der doch recht actionreichen Szene mit der Verfolgungsjagd im Taxi- einfach so kühl, zu steril, immerhin sind sie nicht James Bond.
Besonders fällt aber Saskia Weckler in der Rolle des Layla auf. Denn Layla ist stumm und „spricht“ über eine Gerät, in das sie ihre Sätze eingibt und das dann für sie spricht. Eine feine Sache, ohne Frage, nur hatte ich bei ihren Szenen immer das Gefühl, da stakst eine Roboter durch die Geschichte, denn menschlich wirkt es nicht, dafür fehlt es gänzlich an Gefühlen und Stimmlagen.

Ich habe extra noch mal im Atlas nachgesehen ;), aber nein, Ägypten und Asien liegen nicht in direkter Nachbarschaft. Da frage ich mich dann doch, wieso man während der Ereignisse in Ägypten neben einzelnen durchaus orientalisch anmutenden Melodien auch Klänge hört, die prima nach China gepasst hätten?

Das Cover gefällt mir. Ich mag die krassen Farben, die solch herrliche Kontraste abgeben. Es bleibt allerdings wie üblich dabei, dass hier mehr versprochen wird als man mit der Story nachher hält.

Fazit:   Also nee, nichts wie zurück nach Rocky Beach und zu spannenderen und bodenständigeren Fällen. SMS aus dem Grab hat mich schon sehr enttäuscht. Vielleicht tun Handys der Reihe auch einfach nicht gut, das Problem gab es ja früher schon mal…

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