Die drei ??? (136) – Das versunkene Dorf

Titel:   Die drei ??? (136) – Das versunkene Dorf / Verlag Europa / Laufzeit:   ca. 67 min / 13 Tracks / Sprecher:  Oliver Rohrbeck, Andreas Fröhlich, Jens Wawrczeck, Jesse Grimm, Jochen Baumert, Rolf Becker u.a.

Inhalt:   In einem kleinen Bergdorf scheint ein Geist sein Unwesen am nahe gelegenen See zu treiben! Welch dunkles Geheimnis verbirgt sich in den Tiefen des Gewässers? Wer oder was steckt hinter der gespenstischen Erscheinung am Ufer? Die drei ??? gehen auf Tauchstation, um das Geheimnis zu lüften. Und dann entdecken sie das Unvorstellbare…


Bei dieser Folge habe ich das Gefühl, dass man sich bei Europa damit ganz besondere Mühe gegeben hat. Der neue Fall der drei Detektive ist von der ersten bis zur letzten Minute hin spannend und das Ende zu keinem Augenblick vorauszusehen. Dennoch ist die Auflösung absolut logisch und wirkt kein Stück mühsam konstruiert. Zudem gibt es mehrere wirklich unheimliche Szenen, die einem bei Hören zu einer Gänsehaut verhelfen. In dieser Hinsicht habe ich die Unterwasser-Szene mit Bob als besonders gelungen empfunden, der ich staunend gelauscht habe, weil das, was da geschildert wird, ja eigentlich gar nicht sein kann. Die Atmosphäre dieser Szene ist einfach klasse und man kann gar nicht anders als gebannt zuzuhören.
Aber auch der dörfliche „Filz“, dieser merkwürdige Zusammenhalt der Bewohner von Rdigelake, die Geheimniskrämerei und die Skepsis den drei Jungs aus Rocky Beach gegenüber werden gut rübergebracht. So stellt man beim Hören schnell selber Verdächtigungen und Überlegungen an und das macht eben einfach Spaß und so gehört es sich bei dieser Serie auch.
Die Buchvorlage zu dieser Folge kenne ich nicht, aber so dicht wie die Story als Hörspiel wirkt, kann ich mir gut vorstellen, dass man das Buch gut umgesetzt hat.

Bei den Sprechern gibt es wenig zu bemängeln. Ich finde es immer wieder bemerkenswert, dass die drei Hauptsprecher auch nach so vielen Jahren mit dieser Serie noch so motiviert bei der Sache sind. Der Auftraggeber der drei Detektive, Darren Duff, wird von Jesse Grimm gesprochen. Dass er so viel redet, liegt klar an seiner Rolle, die einfach darauf ausgelegt ist. Allerdings finde ich, dass er -je länger seine Parts sind- auch ein wenig unsicher klingt. In weiteren Rollen sind z.B. Christine Pappert, Heinz Lieven, Frank Felicetti und Elke Reissert zu hören.

Für die musikalische Untermalung hat man erneut orchestrale Stücke mit manch nostalgischer Melodie gemischt, was sehr gut zur Geschichte passt und ihr sowohl einen detektivischen, wie auch einen spannenden und bisweilen unheimlichen Anstrich verleiht. Auch hier muss man ganz speziell besagte Unterwasser-Szene erwähnen, die ihre Atmosphäre klar aus der Untermalung zieht.

Ein gelungenes, stimmungsvolles Covermotiv rundet die Folge letzlich ab. Während es ja bei den anderen Folgen meist so ist, dass die Motive weit schauerlicher wirken als die Story es ist, ist es hier erfreulicherweise genau umgedreht.

Fazit:   Das versunkene Dorf hat mir ausnehmend gut gefallen. Die Folge ist vom ersten Moment an spannend, hat ihre gruseligen Szenen und eine ausgesprochen dichte Atmosphäre. Klasse!

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