H2O – Plötzlich Meerjungfrau (01) – Eine folgenschwere Bootstour / Die Poolparty

Titel:   H2O – Plötzlich Meerjungfrau (01) – Eine folgenschwere Bootstour / Die Poolparty / VerlagEMI Happy Kids / Laufzeit:   ca. 43 min / Sprecher:   Sonja Stein, Katharina von Keller, Céline Fontanges, Leonard Mahlich, Tim Knauer u.a.

Im deutschen TV erlebt die Serie Plötzlich Meerjungfrau bereits seit 2007 einen großen Erfolg, zwei Staffeln gibt es bereits, die dritte steht für 2010 quasi in den Startlöchern.
Nun hat EMI die beliebte Sendung ins Hörspiel-Regal geholt und -auch wenn hier und da ein Satz im Hörspiel fehlt- so handelt es sich klar um O-Ton-Hörspiele, denen man als Erzählerin Cleo „beigemischt“ hat. Ohne sie wäre man auch ziemlich verloren, jedenfalls wenn man die Serie nicht kennt. Es ist nämlich Tatsache, dass die TV-Sendung in weiten Teilen von ihren Bildern lebt. Das fängt bei den wunderschönen Landschaften (die Serie wurde in Australien aufgenommen) an, geht weiter über das Aussehen der Mädchen als Meerjungfrauen und endet beim guten Aussehen der mitwirkenden Kids. Das kann ein Hörspiel ohne einen Erzähler nicht an den Hörer bringen, so gesehen war die Entscheidung absolut richtig, den Hörspielen eine Erzählerin zu geben und Cleo macht das auch wirklich gut.


Inhalt:   (01) Cleo, Emma und Rikki sind gute Freundinnen. Während einer Bootstour geht ihnen das Benzin aus, und sie stranden auf einer geheimnisumwitterten Insel. Um sich zu retten, bleibt ihnen kein anderer Weg als durch einen unterirdischen See ins offene Meer zu tauchen. Am nächsten Tag machen die drei Mädchen eine erstaunliche Entdeckung. Innerhalb von Sekunden nach der Berührung mit Wasser wachsen ihnen Fischschwänze und sie werden zu Meerjungfrauen. Von diesem Tag an ändert sich für die drei alles.

Eine folgenschwere Bootsfahrt ist quasi die Einstiegsfolge. Man erfährt hier, wie die Freundschaft zwischen den Mädchen ihren Anfang nahm, welche Hobbys, Freunde und Feinde sie haben und wie sie vom Charakter her sind. Außerdem wird erzählt, wie sie zu ihrem Dasein als Meerjungfrauen kamen. Hier hätte ich mir allerdings doch etwas mehr versprochen. Irgendwas hat es wohl mit dem Mond, der Insel und dem Vollmond zu tun, aber was genau, das wird nicht klar. Vielleicht kommt das aber in den nächsten Folgen noch, vorerst kann man bequem ohne dieses Wissen leben. Unterhaltsam und spannend ist die Folge trotzdem.


(02) Cleo will unbedingt zu einer Poolparty, weiß aber, dass eine Party dieser Art ein denkbar schlechter Ort für eine potentielle Meerjungfrau ist. Rikki stellt durch Zufall fest, dass auch sie eine übernatürliche Fähigkeit besitzt: sie kann Wasser zum Kochen bringen. Cleo erscheint bei der Party in dicken Klamotten. Sie hofft, so keinen verhängnisvollen Kontakt mit Wasser zu bekommen. Allerdings hat sie die Rechnung ohne den fiesen Zane gemacht. Zum Glück taucht Lewis auf.

In Die Poolparty wird den drei Freundinnen erstmals so richtig klar, welchen Einfluss ihr Leben als Meerjungfrau und ihre speziellen Fähigkeiten auf ihr Alltagsleben nehmen.
Eine coole Party ist plötzlich eine ernsthafte Bedrohung, Cleo darf ihrem Kumpel Lewis gegenüber nicht ehrlich sein und verscherzt es sich fast mit ihm und Emma muss ihr geliebtes Schwimmtraining aufgeben. Mir hat das ganz gut gefallen, dass die drei sich nicht freudestrahlend mit ihrem Meerjungfrauen-Dasein abfinden, sondern durchaus auch die Nachteile sehen, das lässt die Geschichte authentischer wirken. Diese Folge hat aber auch so manche lustige Stelle und einige witzige Sprüche im Gepäck und somit kommt der Spaß ebenfalls nicht zu kurz.


In den Hauptrollen sind Céline Fontanges (Rikki), Sonja Stein (Cleo) und Katharina von Keller (Emma) zu hören. Cleos Freund Lewis wird von Leonard Mahlich gesprochen. Allesamt also Stimmen, die man aus dem Fernsehen und zahlreichen Hörspielen bereits kennt. Eine entsprechend runde Sache ist auch ihre Leistung, daran gibt es nichts auszusetzen.

Der Titelsong entspricht dem der TV-Serie und so richtig habe ich erst nach dem dritten Hören und dem Ansehen der Folgen im Fernsehen den Text verstanden, der prima zur Story passt. Die Musik während der Geschichten kommt modern, ein wenig rockig und meist fröhlich daher und vermittelt einem stets das Gefühl von Sommer an exotischen Orten. Zu entsprechenden Stellen klingt sie mitunter aber auch düster, passt also in jedem Fall. Mir hätte als Szenentrennung das Platschen und Rauschen von Wasser und Wellen gefallen, wie es auch in der Serie eingesetzt wird.

Das Cover präsentiert sich in mädchen-kompatiblen Rosa und zeigt die drei Freundinnen mit ihren mal geliebten, mal gehassten Fischschwänzen. So wird man dem Titel Plötzlich Meerjungfrau und speziell der ersten Episode natürlich gerecht. Der Ring aus Luftblasen dürfte das Markenzeichen der Reihe werden. Insgesamt wirkt das Layout jedenfalls sehr feucht-fröhlich 😉

Fazit:   Für Fans der TV-Serie, die alle Bilder im Kopf haben, dürfte diese Serie Pflicht werden. Die Zielgruppe der Fernsehserie liegt bei Mädchen zwischen 8 und 12 Jahren und da Meerjungfrauen für Mädels in diesem Alter generell ein interessantes Thema sind, denke ich, dass die Hörspielreihe auch Neueinsteiger anziehen wird. Und was die Handlung angeht, so entgeht ihnen mit den Hörspielen nichts. Die Geschichten sind auch ohne Bilder nachvollziehbar, unterhaltsam, ein wenig spannend und auch lustig.

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