Harry Potter (04) – …und der Feuerkelch /J.K. Rowling / Felix von Manteuffel)

Titel:   Harry Potter (04) –  und der Feuerkelch / Verlag:   Der Hörverlag / Laufzeit:   ca. 1530 min. / 21 CDs / Buch:   Joanne K. Rowling / gelesen von:   Felix von Manteuffel

Inhalt: Zusammen mit Hermine und Ron besucht Harry in seinen Sommerferien die Quidditch-Weltmeisterschaft, als plötzlich am Himmel das Dunkle Mal erscheint und von Lord Voldemorts Rückkehr kündet. In Hogwarts dreht sich alles um das magisch-sportliche Ereignis des Trimagischen Turniers. Der Feuerkelch kürt die vier Champions, die gegeneinander antreten, und einer davon ist zur Überraschung aller Harry. Kann das ein Zufall sein?


Harry Potter und der Feuerkelch ist der erste Teil der Saga, der nicht im Ligusterweg oder an einem anderen Ort beginnt, der in direkter Verbindung mit Harry steht. Ganz im Gegenteil schildert das erste Kapitel ein Unheil verkündendes Gespräch zwischen Lord Voldemort und seinem Diener Wurmschwanz. Somit steht bei diesem Teil von Anfang an fest, dass Voldemort immerhin soweit existiert, dass er dunkle Pläne schmieden und mit etwas Hilfe auch umsetzen kann.
Und so unterhaltsam und spaßig es anschließend auch ist, wenn Harry von den Weasleys abgeholt wird, und so gebannt-aufgeregt man die Quidditch-Weltmeisterschaft auch verfolgt, durch dieses erste Kapitel bleibt immer ein gewisses Unwohlsein zurück. Man weiß einfach, dass das Vergnügen in absehbarer Zeit ein jähes Ende finden wird, was dann ja auch sehr schnell passiert.
Sobald die Handlung wieder in Hogwarts spielt, geht es zunächst wieder lockerer zu und das Trimagische Turnier rückt in den Vordergrund. Ich finde mit diesem Turnier und seinem ganzen Drumherum hat Joanne K. Rowling alle Register der Phantasie gezogen, mehr als in jedem anderen Teil der Serie. Es sprüht nur so vor wunderbar verrückten, beeindruckenden und phantasievollen Ereignissen und illustren Charakteren.
Man muss aber auch sagen, dass Joanne K. Rowling ihre Helden nicht gerade schont. Auf Harry und seine Mitstreiter warten gefährliche Aufgaben, die allesamt mächtig schief gehen und tödlich enden können. Der Höhepunkt ist zweifellos die letzte Prüfung, die dann tatsächlich ein junges Zaubererleben fordert und für Harry zum schlimmsten Moment seines bisherigen Lebens wird.
Zudem lässt es keinen Zweifel daran, dass Harrys Kampf gegen Voldemort erst jetzt wirklich beginnt und dass er mit dem Dunklen Lord einen absolut gnadenlosen Gegner hat.

Bei einer Lauflänge von mehr als 1500 Minuten braucht es schon einen Sprecher, der einen beim Zuhören niemals anstrengt oder überfordert.
Felix von Manteuffel gelingt das spielend mit seiner ruhigen Art zu lesen, seiner feinen Nuancierung zwischen den Stimmen der einzelnen Charaktere und seinem hörbaren Gefühl dafür, wie viel Erzähl-Tempo die einzelnen Szenen maximal brauchen um beim Hörer die erwünschte Wirkung zu erzielen. Weniger ist manchmal eben doch mehr. Bei keinem Hörbuch, das ich bislang gehört habe, gilt dieser Ausspruch mehr als bei den Manteuffel-Lesungen von Harry Potter.

Am Outfit des Hörbuchs hat sich weiter nichts geändert. Auch die 21 CDs von Teil 4 ziehen in einer edel aufgemachten Box ins Regal ein.

Fazit:  Teil 4 gibt in Sachen Phantasie, Humor, Tempo, Abenteuer und Spannung noch mal alles. Für mich ist diese Geschichte die stärkste der ganzen Saga, die zudem von Felix von Manteuffel wahrlich beeindruckend gelesen wird. So muss eine Fantasy-Story „gestrickt“ sein und so muss sie vorgetragen werden. Einfach in jeder Hinsicht eine absolut runde Sache.

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