Ivar Leon Mengers Darkside Park – Part 1 – 3

Titel:   Ivar Leon Mengers Darkside Park – Part 1 – 3  / Verlag:    Lübbe Audio / Laufzeit:   ca. 150 min / 3 CDs / Sprecher:   Till Hagen, Eckart Dux, Nana Spier

Interview mit Ed (von Ivar Leon Menger)

Inhalt:   Edward Leroy Shipman gibt das Interview seines Lebens – denn er hat einem Menschen das Leben gerettet. Die Redakteurin Peggy Waters von der Porterville Times, die ihm dafür einen Artikel auf der Titelseite verspricht, bemerkt bald, dass ihr ein außergewöhnlicher Held gegenübersitzt, mit einer unglaublichen Vergangenheit…

Interview mit Ed hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Die Idee mit dem Interview ist klasse und die Wendung am Ende hätte ich nicht voraus geahnt. Während der ganzen Erzählung hat man stets das Gefühl, dass da etwas lauert, dass das „dicke Ende“ noch kommen muss, was es dann ja auch tut. Allerdings nehme ich an, dass gerade die Passage der Geschichte mit den Messern im Lüftungsschacht für Grusel sorgen sollte, was sie bei mir zumindest nicht geschafft hat. Mir kam das sogar reichlich fehl am Platze vor innerhalb einer sonst spannenden und atmosphärischen Story.
Zudem wird in dieser Geschichte das Städtchen Porterville vorgestellt und auch der Darkside Park findet seine erste Erwähnung, so gesehen ist die Geschichte auch ein prima Einstieg in die Serie. Immerhin sind diese beiden Orte die Punkte, die die einzelnen Geschichten verbinden.


Das böse Zimmer  Teil 1 ( von Hendrik Buchna)

Inhalt:   Dr. Frank Morgan ist ein erfahrener Psychotherapeut, den nichts so leicht aus der Fassung bringen kann. Doch als er in der Vergangenheit eines Patienten auf mysteriöse Vorkommnisse stößt, ändert sich sein Leben schlagartig. Morgan setzt alles daran, die schreckliche Wahrheit herauszufinden. Bis er ihr eines Nacht gegenübersteht.

Der Aufhänger zu Das böse Zimmer gefiel mir sehr gut und versprach somit eine interessante Geschichte. Leider hielt sie das Versprechen nicht, was ich in erster Linie auf die distanziert-abgeklärte Erzählweise des Psychotherapeuten schiebe. Es wirkte für mich als lese er einen Bericht vor, ohne viel Gefühl und als ob er gar keinen richtigen Bezug zu den Ereignissen gehabt hätte (was dem Inhalt nach aber nicht stimmt). Außerdem hätte ich mich etwas mehr Durchgängigkeit gewünscht, oft wirken die Szenen wie schlicht an einander gereiht. Aber womöglich erschließen sich mir die Zusammenhänge ja noch im zweiten Teil.


Der Gesang der Ratten Teil 1 (von Christoph Zachariae)

Inhalt: Sarah Freeman zieht mit ihrem Freund Tom Lennox nach Porterville. Die beiden sind frisch verliebt. Tom bekommt das Stipendium und Sarah den Traumjob in der Bibliothek. Ihr neues Leben scheint es gut mit ihnen zu meinen, bis das junge Paar auf einer Erkundungstour die hässliche Seite der Stadt Porterville entdeckt…

Ich war überrascht, denn in dieser Geschichte passiert tatsächlich wirklich mal etwas. Es gibt eine Handlung, die zwar nicht unbedingt durchschaubar ist (jedenfalls noch nicht), aber da ist ein Handlungsstrang erkennbar, es wird nicht nur etwas erzählt oder beschrieben. Die Story hat Dynamik und wirklich gruselige Szenen. Mein Favorit der Box!


Als Sprecher hat man Till Hagen (Interview mit Ed), Eckard Dux (Das böse Zimmer) und Nana Spier (Der Gesang der Ratten) verpflichtet und insbesondere Nana Spier konnte bei mir punkten. Mit ihrer lebhaften Stimme gibt sie der Geschichte die nötige Dynamik, Anschaulichkeit und das nötige Gefühl. Man freut sich und leidet mit ihr mit, so muss eine Lesung klingen um unterhalten zu können.
Till Hagen liefert ebenfalls einen guten Job ab. Mich hat besonders überrascht, wie wandelbar er in seiner Stimme ist, die ja eigentlich doch sehr markant ist. Ganz gleich ob es der selbstbewusste Ed ist, oder die anfangs neugierige, später verängstigte Journalistin, sie sind sehr leicht zu unterscheiden.
Eckart Dux konnte mich dagegen nicht so recht überzeugen, obwohl er zweifellos eine klasse Stimme hat. Seine ruhige Art zu lesen hat mir allerdings Das böse Zimmer sehr zäh erscheinen lassen.

In Sachen Untermalung war man wohl recht unentschlossen. Die Geschichten haben zwar jede eine Titelmelodie, die einen auch direkt auf unheimliche Geschichten einstimmt, und in den beiden ersten Geschichten sind auch Geräusche zu hören, spärlich gestreut zwar, aber immerhin vorhanden. Wieso man gerade bei Der Gesang der Ratten die Effekte wegfallen ließ, werde ich aber nicht verstehen. Wie gesagt hat die Story wirklich ihre schaurigen Momente, nicht zuletzt durch die Schauplätze, da hätte man mit etwas Untermalung glatt noch mehr draus machen können.

Die drei CDs der ersten Staffeln haben jede ihr schmales Digipack und stecken gesammelt in einem schicken Schuber. Zudem bringt jede CD ein Booklet mit, in dem man Informationen über die Autoren findet.
Der Schuber hält noch ein kleines Gimmick bereit, denn der Schriftzug auf der Front „Ivar Leon Mengers Darkside Park“ leuchtet im Dunklen.

Fazit:   Ich denke, ich werde warten, was die zweite Staffel bringt. Überzeugt bin ich von Darkside Park bisher nicht. Man kann die Geschichten nicht als Einzel-Storys betrachten, denn durch Porterville und den Darkside Park ist ja wohl ein Zusammenhang gegeben, aber wie eine zusammenhängende Serie kommt mir Darkside Park auch nicht vor. Was also ist das Ziel hinter der Reihe? Warten wir es ab, in meinem Falle aber nur sehr mäßig gespannt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

reziratte.de © 2014 Frontier Theme
%d Bloggern gefällt das: