Mimi Rutherfurt und die Fälle…(Box 03)

Titel:   Mimi Rutherfurt und die Fälle…(Box 03) / Verlag:    Maritim / Laufzeit:   ca. 164 min / Sprecher:   Gisela Fritsch, Klaus-Dieter Klebsch, Andreas von der Meden, Peter Groeger, Dietmar Wunder u.A.

Nachdem bekannt wurde, dass die Autorin der Serie Mimi Rutherfurt ermittelt… sich für die erste Geschichte bei einem anderen Krimi bedient hatte, wurde diese Serie eingestellt.
Nun ermittelt Mimi in 3er-CD-Boxen weiter und hat den neuen Titel Mimi Rutherfurt und die Fälle… bekommen.


Priestermord (von Maureen Butcher)

Inhalt:   Eigentlich sollte die Eröffnung der 800 Jahrfeier von Gutts Hill ein Tag für die Gemeinde werden, an den sich jeder noch lange Zeit erinnern würde. Die ist auch der Fall, nur leider ganz anders als alle gedacht hatten. Wer kommt auf so eine heimtückische Idee, den Geistlichen des Ortes während der Feierlichkeit zu vergiften? Die Verdächtigen scheinen schnell gefunden! Doch ist alles tatsächlich so einfach, wie es auf den ersten Blick scheint?

Mit dieser Folge konnte die dritte Mimi Rutherfurt – Box bei mir am meisten punkten. Hier ist alles so, wie ich es an den Mimi-Krimis mag. Die Geschichte spielt in ihrem kleinen, idyllischen Ort, es ereignet sich ein Mord und schon ist Mimi ganz in ihrem Element. Mit viel Scharfsinn und einer guten Kombinationsgabe nimmt sie die Ermittlungen auf. In diesem Falle steht ihr Inspector Brewster zur Seite und damit sind auch gewitzte und humorvolle Wortgefechte gegeben. Der Fall selber ist spannend und ich habe in meinen Verdächtigungen wer nun der Mörder sein könnte, mehrmals wieder umgeschwenkt. So machen Krimis Spaß.


Das indische Kind ( von Maureen Butcher)

Inhalt:   Eigentlich sollte es nur ein gemütlicher Stadtbummel durch Salisbury werden, doch dann wird Mimi Zeuge eines absichtlich herbeigeführten Unfalls mit Fahrerflucht. Wer könnte Interesse daran haben, einen 14jährigen Jungen zu ermorden? Welches Geheimnis umgibt den indischen Adoptivsohn eines Diplomaten? Schon bald überschlagen sich die Ereignisse und Mimi muss ihr ganzes kriminalistisches Talent aufbieten, um diesen kniffeligen Fall zu lösen!

Wenn ich der Einordnung in eine Reihenfolge treu bleiben soll, dann steht dieser Fall auf Platz 3. Wieso? Mir ist die Handlung zum größten Teil zu weit weg. Ein Fall der seine Anfänge in Indien nahm, dessen Gründe dort zu finden sind und dessen Auflösung auch damit zusammenhängt…nein, das passt für mich nicht zu einem Mimi-Krimi. Zudem hat man hier gar keine Möglichkeit mit zu ermitteln. Auf die Lösung kann man durch Knobeln gar nicht kommen, man kann höchstens anhand der Ereignisse raten, was hinter den Ereignissen stecken.


Schwarze Rache (von Maureen Butcher)

Inhalt: Der Hauptgewinn eines Kreuzworträtsels beschert Mimi Rutherfurt einen Kururlaub im Norden Englands, inklusive der Besichtigung eines stillgelegten Bergwerks. Was wie ein ausgelassener Wochenendausflug beginnt, schlägt jedoch innerhalb kürzester Zeit in blutigen Ernst um. Spätestens nachdem eines der Mitglieder aus ihrer Besichtigungsgruppe den Ausflug untertage mit dem Leben bezahlt, weiß die rüstige Rentnerin, dass ein Mörder sein perfides Spiel mit der Gruppe treibt. Die Stollen entpuppen sich als scheinbar ausweglose Todesfalle.

In Schwarze Rache sieht das schon wieder ganz anders aus. Denn mit der Hand voll Personen im Bergwerk und dem dort logischerweise begrenzten Raum hat man eine gute Basis. Solche Krimis machen einfach Spaß. Man hat seinen Kreis von Verdächtigen, allesamt recht interessante Charaktere, nach und nach sterben einige dieser Personen und man muss mehr und mehr knobeln, wer noch als Täter infrage kommt und warum. Zudem hat man die Gewissheit, der Täter ist in direkter Nähe und ein Ausweg ist für die Gruppe nicht so einfach gegeben. Das sorgt für zusätzliche Spannung und angespannte Atmosphäre.


Die Sprecher sind wie gewohnt gut gewählt und machen ihren Job sehr ordentlich, da gibt es nichts. Allerdings hätte ich mir für Pater Vendrell einen Sprecher gewünscht, der etwas älter geklungen hätte. Denn die Auflösung des Falles verrät das ungefähre Alter des Paters und ich hätte ihn seiner Stimme nach doch deutlich jünger geschätzt.
Auch mit Anton Sprick alias Amal, dem 14jährigen Jungen aus Das indische Kind hatte ich so meine Probleme. Amal mag ja ein äußerst wohl erzogener Junge sein, doch Anton Sprick spricht ihn selbst dafür viel zu steif. Das klingt nach allem, aber nicht nach einem Vierzehnjährigen.

Neben der vertrauten Mrs. Marple Musik, die den Fällen wie immer den typischen Charme der Krimis dieser Zeit verleiht, bekommt man in Das indische Kind auch indische Musiken zu hören. Auch sie können überzeugen, hauchen den entsprechenden Szenen das nötige Flair ein und lassen den ganzen Fall ein wenig exotisch wirken.

Wie schon bei der vorigen Box ist das Titelbild dem Film 16 Uhr 50 ab Paddington entliehen und verleiht der Box so ein Covermotiv, das eindeutig auf das Genre der Hörspiele schließen lässt. Mir gefallen diese Motive immer wieder sehr gut.

Fazit:   2 : 1 würde man wohl sagen, wenn es sich hier um ein Fußballspiel handeln würde. Zwei schöne, spannende Folgen, die Spaß machen, eine eher schwächere Folge, die man aber durchaus auch hören kann. Einen richtigen Aussetzer gibt es bei dieser Box nicht.

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