Point Whitmark (17) – Der steinerne Fluch

Titel:   Point Whitmark (17) – Der steinerne Fluch / VerlagUniversal / Laufzeit:   ca. 72 min / Sprecher:  Sven Plate, Kim Hasper, Gerrit Schmidt-Foss, Ernst Meincke, Max Hofmann, Astrid Bless u.a.

Inhalt: Ein harmloses Schachturnier im ehrwürdigen Claymore College führt Jay, Tom und Derek auf die Spur schrecklicher Geschehnisse. Hilfeschreie dringen durch das gespenstische Heckenlabyrinth, und der starre Blick eines Toten verwandelt Schüler augenscheinlich zu Stein! Der Geist des Ertrunkenen plant seinen letzten Zug…


Ein alt ehrwürdiges College, ein unheimlicher See, ein altmodisch geführter Hof…alleine die Schauplätze dieser Folge bürgen schon für Spannung und auch eine gute Portion Grusel. Doch dabei belässt man es nicht, denn auch der Fall an sich hält so manches unheimliches Mysterium bereit. Das ist es, was mir an dieser Serie so sehr gefällt. Dass es hier wirklich schauerlich zugeht und man nicht schon nach wenigen Minuten eine logische Erklärung präsentiert bekommt. So lange es nur geht, wird das Mysteriöse der Geschichten aufrecht erhalten, und das trifft uneingeschränkt auch auf den Steinernen Fluch zu. Über der gesamten Geschichte hinweg liegt eine düstere Atmosphäre von lauernder Gefahr, so dass man einfach nicht anders kann, als ihr gebannt zu folgen. Abgerundet wird die Sache dann noch durch eine Reihe undurchsichtiger und unsympathischer Charaktere und auch einiger eher actionreicher Szenen, die aber keineswegs fehl am Platze wirken. Und natürlich muss man auch auf den typischen Humor der Serie nicht verzichten.

Ernst Meincke, Viola Sauer, Timmo Niesner, Wolfgang Kühne…wenn man sich die Sprecherliste so durchliest, könnte man auch meinen, man höre eine Folge von Gabriel Burns. So ziemlich jeder Sprecher dieses Hörspiels hatte auch schon eine Rolle in dieser Serie. Aber immerhin bedeutet das gleichzeitig auch, dass man hier keine böse Überraschung zu erwarten hat, alle Sprecher liefern einen klasse Job ab. Da die Point Whitmark  – Folgen sonst oft zumindest einen Sprecher parat halten, bei dem es mir die Schuhe auszieht, war ich hier besonders erleichtert.

Diese besondere, düstere und eindringliche Atmosphäre verdankt das Hörspiel nicht zuletzt auch seinen Musiken und Geräuschen. Hier hat man bei dieser Folge wirklich alles aufgefahren, was beim Hörer eine wohlig schaudernde Stimmung hervorruft. Bombastische Klänge sucht man vergeblich, dafür gibt es eine ganze Reihe leiser, schleichender Musikstücke zu hören, die man womöglich eher unterbewusst wahrnimmt, die ihre Wirkung aber trotzdem ganz direkt entfalten.

Die Urne unter dem Baum am See, dahinter die dunkle Silhouette des Colleges, auch das Covermotiv wird der unheimlichen Atmosphäre der Folge mehr als gerecht.

Fazit:   Selten ein Hörspiel mit solch düsterer und dichter Atmosphäre gehört. Der steinerne Fluch ist zweifelsfrei einer der stärksten Folgen dieser Serie.

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