S.I. Synthetic Intelligence Phase 03 – Geheim

Titel:   S.I. Synthetic Intelligence Phase 03 – Geheim / Verlag:   Maritim / Laufzeit:   ca. 43 min / Sprecher:  Florian Halm, Arianne Borbach, Anke Reitzenstein, Stefan Staudinger, Kai-Henrik Möller, Walter von Hauff

Inhalt:   Ich weiß, dass ich etwas anderes bin. Ein Gegenstand in einem Spiel, das ich nicht durchschaue. Ich bin das, was man ein Puzzle nennt, das sich selber nicht zusammensetzen kann. Ich gehöre zu jenen, die versucht haben etwas zu sehen, ohne dass sie verstanden haben. Ich habe mich verändert… Alles ist so, wie es sein soll… Und doch weiß ich nicht, was ich wirklich bin. Das, was ich weiß, ist geheim.


Eines muss man dieser Serie einfach lassen, man weiß nie, was einen in der nächsten Folge erwartet. Geheim hat mich in dieser Hinsicht bislang am meisten überrascht, denn mit solch einem Anfang und Verlauf hätte ich am wenigsten gerechnet. Alles, was man in den beiden ersten Folgen erfahren und meinte, verstanden zu haben, wird hier wieder auf den Kopf gestellt. So bleibt nur die Ahnung zurück, dass es einen großen Zusammenhang geben muss und das Wissen, dass man bisher nicht mal ein Zipfelchen davon zu fassen bekommen hatte. Andeutungen sind immer da, doch nach wie vor ergeben sie einfach kein griffiges Bild.
Noch macht das großen Spass, denn die Handlung ist abwechslungsreich und dynamisch und die Charaktere präsentieren sich ebenfalls komplett anders als man sie bislang kannte. Ich hoffe nur, Autor Thomas Tippner weiß, wohin er mit der Story steuert. Denn so gut das jetzt noch funktioniert, ein solches Verwirrspiel kann sich genauso gut leicht abnutzen. Von daher wäre es vielleicht ratsam, nächste, oder spätestens übernächste Folge ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen.

Auf der Sprecherliste tummeln sich ganze sechs Sprecher plus den der Flughafenansage. Auch das ist ein Markenzeichen von S.I.: wenige Sprecher, dafür welche, die genau wissen, was sie leisten müssen um die Story funktionieren zu lassen. Sie wissen es wirklich, allen voran Florian Halm alias Elloit Meister, der mich mit seiner ruhigen, fast eintönigen, aber unglaublich eindringlichen Erzählweise jedes Mal aufs Neue beeindruckt.

Der Soundtrack präsentiert sich mit meist elektronischen Klängen, die für ein Hörspiel dieses Genres genau die richtige Atmosphäre erschaffen. Auch in musikalischer Hinsicht klingt alles künstlich, so künstlich wie die Welt, in der sich die Geschichte abspielt.
Die Geräusche sind an mancher Stelle noch verbesserungswürdig, klingen hier und da noch zu „sauber“ um realistisch zu sein. Vor allem in actionreicheren Szenen, in denen es auch schon mal ordentlich kracht, ist mir das aufgefallen.

Und wie einer andere Farbe für das Cover, dieses Mal ein Grau, nicht gerade ein Hingucker. Dafür lässt einen dieses sonderbare „Gesicht“ genauer hinsehen. Einen nennenswerten Bezug zur Story kann ich daran zwar nicht finden, aber das wiederspräche ja auch allem, was die Geschichte letztlich ausmacht.

Fazit:   Auch die dritte Folge hat mir wieder gefallen. Es macht Spaß, sich von der Story aufs Glatteis führen zu lassen, das ist mir sonst bei bisher keiner Serie so gegangen. Aber so langsam muckt bei mir auch die kleine, leise Stimme, die sich zumindest einen Hauch Verstehen wünscht. Mal sehen, wie es weitergeht.

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